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Thema: Alltagstipps

  1. #1

    aus Playa San Juan
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    Alltagstipps

    Die ersten Probleme:

    - Ein Topfdeckel, aus dem oben nur noch das Gewinde ragte:
    Ein kleines(!) Loch in einen Weinkorken gebohrt (ausnahmsweise besser Plastik als echten Kork), dann gefühlvoll draufdrehen. Fertig.
    Oder bei CT Ersatzknauf (sind meistens 2) besorgen - dabei aber unbedingt den richtigen Schraubendurchmesser wählen, da sonst ein Fehlkauf droht. Ich spreche aus Erfahrung…
    - Bei einem seitlichen Topfgriff (am Bräter) fehlte eine Schraube.
    3mm war zu dünn, 4mm zu dick.
    Passende kurze Gewindeschraube vorsichtig reingedreht - hält.
    Ggf. mit Unterlegscheibe(n).

    Hängende lockere Schranktüren:
    Meistens bei Küchenschränken. Wenn eine der Türen wackelt, sieht sie in geschlossenem Zustand auch schief aus.
    — Mit der Schraube im langen Loch stellt man den Abstand zu den Einlegeböden ein. Nicht ins Loch rutschen!
    - Rechtwinklig dazu regelt die andere Schraube den Abstand zur zweiten Tür und zur Seitenwand.
    Sie lässt sich nur soweit reindrehen, wie es die Langlochschraube zulässt:
    Mit Gefühl nachjustieren und die Tür in der Hand halten, damit sie bei „zu locker“ nicht wegkippt.
    Aber natürlich auch nicht zu fest anziehen…
    Muss gegebenenfalls oben und unten gemacht werden und ist nix für Ungeduldige und Grobmotoriker.

    Was mir noch auffiel:
    Die salzhaltige Luft scheint doch etliches in Mitleidenschaft zu ziehen.
    Die Aussenschrauben der Wohnzimmerschrankwand haben zB rostige Köpfe,
    und der Ventilator hat eine Motorachse, die auch angegriffen war.
    Seit dem Einsatz von WD-40 läuft das Ding wieder, das vorher festsass…
    (Parallelstrasse zum 250m entfernten Strand)
    Mal abgesehen davon, dass Diverses, das auf den 1. Blick toll aussah,
    wohl nur die spanische Version von „bella figura“ darstellen soll.
    - Die Residentes werden über alle Backen grinsen…

  2. Nach oben    #2

    aus Playa San Juan
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    - - Beleuchtung - -

    Es werden immer noch viele (alte) Energiesparlampen angeboten mit diesen gebogenen Röhren.
    => Bei Neukauf nur noch LED-Lampen besorgen. Halten länger und brauchen noch weniger Strom.
    Dabei bitte folgendes beachten:
    - Das richtige Gewinde (E27 oder E14). Je nach Lampe auch die richtige Länge und Dicke.
    - 6500K höchstens für die Werkstatt/Garage oder den Keller (falls hier jemand einen hat…).
    Viel angenehmer sind 2700K - 3500K, da sie warmtönig (also glühlampenähnlich) sind.
    - Leider habe ich in den einschlägigen Läden immer nur Ra-Werte von 80 gefunden.
    Besser wären 95 oder 97, wie sie in D verkauft werden. Beim hiesigen Lidl mal drauf achten.
    Ruhig im Geschäft danach fragen, damit sich das im Lauf der Zeit ändert.
    (Ein Ra von 100 stünde für exakte Tageslichtwerte)
    Wenn überhaupt steht dieser Ra-Wert klein irgendwo auf der Rückseite - und heisst auch schon mal CRI.
    - 1500 Lm entsprechen etwa einer ehemals normalen 100W-„Birne“.
    470 Lm und drunter sind eher was für die Nachttischlampe.
    Wobei hier keinesfalls 6500K zum Einsatz kommen sollten - die hab ich hier auch als erste ausgetauscht…
    Filament-Lampen (die mit den meistens 4 Leuchtfäden) sind gefälliger,
    falls man sie sieht. Derzeit bis 700 Lm, noch hellere sind deutlich teurer.

    Wer nachts „öfter mal raus muss“ ist wenig begeistert von der dann gleissenden Helligkeit im Badezimmer.
    Hier ist ein Einstecklämpchen wesentlich augenfreundlicher. Wird meistens für Kinderzimmer verkauft.
    Angenehm ist zB ein gelber Stern, der ausreichend leuchten kann. Die verbrauchen meistens 1-2 Watt.
    Ich habe eine 0,4W-Lampe mit Bewegungsmelder (gabs bei Lidl für knapp 5.-) und ist batteriebetrieben.
    Liefert weisses Licht, das mit einem gelben oder orangen Post-it oder ähnlichem viel angenehmer ist.
    Eins im Schlafzimmer und eins im Bad - hält mit 3x1,5V AAA etwa ein halbes Jahr. Geht natürlich auch mit Akkus.


  3. Nach oben    #3

    aus Playa San Juan
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    - - Ladegeräte - -

    Smartphones und Tablets haben LiIon-Akkus, die meistens ein bis mehrere Tage durchhalten.
    Vielfach hängen die dann nachts an der Steckdose.
    Das verkürzt über kurz oder lang die Lebensdauer des Akkus.
    Der fühlt sich bekanntlich am wohlsten zwischen 20% und 80% - er sollte weder drunter noch drüber kommen.

    Wenn das gelegentlich passiert: Keine Panik.
    Ansonsten: Immer mal zwischendurch laden, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
    (Bei den alten Nickel-Cadmium-Akkus und den NiMh-Akkus war das noch ganz anders)

    Standardladezeiten liegen ungefähr bei 1% pro Minute,
    so dass ein Akku mit 20% nach einer Stunde bei etwa 80% sein sollte.*
    Man kann sich das so vorstellen, dass der Akku unterhalb von 20% mehr arbeiten muss, um den Rest noch rauszuquetschen und oberhalb von 80% arbeiten muss, um den restlichen Strom noch reinzuquetschen.
    Man sieht das auch, wenn man einen USB-Tester dazwischenschaltet:
    Dann geht oberhalb von 70% der Ladestrom zB von 1,5A immer weiter runter und liegt dann bei 80% nur noch bei 1A und säuft immer weiter ab…
    Geräte mit USB-C und entsprechendem Ladegerät können auch wesentlich schneller laden.
    Ist zwar nett, aber tatsächlich brauchen wird man das eher selten. Und der Akku freut sich auch über langsameres Laden.
    „Intelligente“ Ladegeräte regeln natürlich den Ladestrom von sich aus - aber nach unterschiedlichen Kriterien.
    Zwischen 20 und 80% bzw. 30 und 70% ist man immer auf der sicheren Seite.

    * Wer verschiedene Kabel zur Auswahl hat, könnte sich eventuell wundern:
    Ich habe hier ein 1m-Kabel, das nur 0,7A durchlässt, während das 40cm lange 1,4A schafft.
    Mit dem 1m-Kabel lade ich in dem Fall also doppelt so lange.
    Kurz = gut und lang = schlecht gilt bei den USB-Kabeln aber nicht allgemein!
    Wer es genauer wissen will, braucht einen USB-Tester oder muss die Zeiten für den gleichen Ladezyklus stoppen…

    Tipp1:
    Während des Ladens die Akkuanzeige im Auge behalten.
    Die findet man in den Einstellungen (meistens über das Zahnradsymbol) oder über eine App aus dem Shop.
    - Für iPhone/iPad/MacBook kann ich zB CoconutBattery empfehlen, das nützliche Zusatzinformationen liefert.
    Damit man die Ladezeit nicht vergisst, einfach den eingebauten Wecker aktivieren.

    Tipp2:
    Und das Ladegerät nicht dauernd ein- und ausstöpseln, sondern in einer Mehrfachsteckdose mit Schalter oder mit einem einzelnen Zwischenschaltstecker** betreiben:
    Ich habe inzwischen mehr als ein Netzteil gesehen, dem die spanischen Wandsteckdosen einen Pin rausgerissen hatten…
    Oder wenn es doch rein/raus soll: Diese lustigen spanischen 1-/2-/3-fach Zwischensteckerchen verwenden.
    Das Netzteil in denen drin lassen, denn diese Steckerchen sind teilweise wesentlich robuster - auch ohne CE-Zeichen.
    Und sollten sie doch mal kaputt gehen, ist das Netzteil immer noch heil…
    ** Schuko ist hier gemeint.
    Die Multisystemschaltstecker (die mit den vielen Löchern) taugen dafür nur bedingt, da die dünnen Eurostecker leicht rausfallen.

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    aus Playa San Juan
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    Gasflasche anschliessen

    René hat den Thread inzwischen in "Alltagstipps" umgetauft - passt auch

    Zwar gibt es hier viele Anfragen zu "Wo bekomme ich eine Gasflasche her?"
    aber anscheinend hatte keine/r ein Anschlussproblem.
    Irgendwer muss ja der Erste sein, also ich:

    Als bisher nur-mit-Campinggas-zu-tun-Habender stand jetzt der Wechsel einer 12,5er DISA an.
    Konnte ja kein Hexenwerk sein:
    Alte Flasche abklemmen, neue hinwuchten.

    Versiegelung war ok.
    Also Druckminderer draufgedrückt, Flaschenverriegelung einschnappen lassen,
    Stiftverriegelung um 90° gedreht - steht ja so auf der Skizze.

    Bis dahin alles wunderbar, Gasherd läuft auch wieder.
    Nach 2 Minuten riecht es allerdings nach Gas...
    (Bzw nach dem beigemischten Geruchsstoff).

    Irgendeine Verbindungsstelle undicht?
    Alle Schlauchklemmen sind bombenfest, die Schläuche scheinen auch noch nicht porös zu sein.
    Ausserdem roch es ja nicht bei der alten Flasche.
    Also die Flasche wieder abgeklemmt und einen Blick auf die bereits erwähnte Versiegelung geworfen:
    Der Stift hatte einen Teil der Alufolie innen reingedrückt
    - und der Plastiküberzug machte auch keinen vertrauenerweckenden Eindruck.
    Also runter damit und auch mit dem Alurest - denn bei der alten Flasche gab es sowas garnicht.
    Was mir vorher nicht aufgefallen - oder sogar ignoriert worden war...

    Neuer Versuch: Kein Gasgeruch mehr

    Falls auf dem runden Bierdeckel auf Spanisch stehen sollte,
    dass man erstmal dieses Zeug restlos entfernen soll, habe ich es nicht gesehen.
    • Bei so sicherheitsrelevanten Dingen wäre auch ein Pictogramm sinnvoll...
    Aber anscheinend weiss das hier jeder ausser mir,
    denn von häufigeren Gasexplosionen auf der Insel hört () man ja auch nichts...

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    aus Playa San Juan
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    Medikamente

    Bei Medikamenten sollte man auch immer 2 Blicke in den Beipackzettel werfen. Aber nicht wegen der Nebenwirkungen (der Arzt sollte wissen, wem er/sie was verschreibt - ausgenommen Allergiker…), sondern wegen der unterschiedlichen Einnahmemöglichkeiten: Vielen ist zB unklar, was vor bzw. nach den Mahlzeiten heisst. Nämlich 30 (eher 60) Minuten vorher, bzw. 2 Stunden(!) nachher. Auf diese „Sicherheitsabstände“ ist die Dosis festgelegt. Da der Magen dann meistens leer ist, Tabletten am besten immer mit einem Schluck Wasser nehmen. Schliesslich müssen sie sich im Magen ja auflösen können. Und nicht mit Milch oder Fruchtsäften herunterschlucken. Dabei könnte es zu Wechselwirkungen kommen.
    Weil nicht jede/r mit dem unterstellten Durchschnittsgewicht herumläuft, ist auch häufig „mg/kg“ angegeben. Da sollte man ruhig mal nachrechnen, ob zB die dort empfohlene Menge an Aspirin/ASS für einen persönlich ausreicht… Sollte der Beipackzettel mal verschütt gegangen sein (oder nur fremdsprachlich vorliegen), kann man hier mal unter ‚Produkt-Info‘ nachsehen. Bei unterschiedlichen Markennamen nach dem Wirkstoff suchen.
    Wir hatten zB gerade das Problem bei Nifurantin. Gibt es unter diesem Namen hier nicht; über den Wirkstoff kamen wir auf Furantoína - zu 30% des deutschen Preises…

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    aus Playa San Juan
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    Elektrisch betriebene Warmwasserboiler optimieren

    Bei elektrisch betriebenen Warmwasserboilern (meistens 50 oder 80 Liter) sollte man 2 Aspekten Aufmerksamkeit schenken:
    - Wann brauche ich heisses Wasser?
    - Wie heiss muss es sein?


    _Wann? Es sollte reichen, wenn man das Hochheizen 2 Stunden vorher startet. Wenn der Boiler eine Kontroll-Lampe hat, sieht man ja, wann die Lampe erlischt und kann dann die Vorlaufzeit besser abschätzen. Diese Zeit ist abhängig von der vorhandenen (kalt oder noch lauwarm) und der zu erreichenden Temperatur. Wer auf frühem Duschen besteht, kann eine Schaltuhr ins Auge fassen, die Geräte haben ja meistens nur einen 230V-Anschluss.

    _Wie heiss? Zum Duschen etc. reichen ca. 40° an der Entnahmestelle, damit man nicht kalt zumischen muss. Die an den meisten Boilern vorhandenen Zeigerinstrumente sind nur grobe Schätzeisen. Daher mit einem IR- oder Fühler-Thermometer an der Entnahmestelle messen und dann am Zeiger markieren. Wenn man dem Internet glauben darf, reichen auch 40-50° zum Spülen völlig aus.
    Was man bedenken sollte: Sobald Wasser entnommen wird, fliesst wieder kaltes Wasser in den Boiler. Deshalb stelle ich nach dem Erreichen meiner Wunschtemperatur den Boiler ab. Ansonsten fängt er ja wieder an, weiter nachzuheizen, was meistens überflüssig ist - einfach ausprobieren. Dass dem letzten Duschenden eventuell nur lauwarmes Wasser zur Verfügung steht, lässt sich eh nicht verhindern, denn so schnell heizt es nicht auf…
    In unserer 100qm-Wohnung hing der Boiler vor dem Küchenfenster, also kurzer Weg zur Spüle. Dagegen sehr langer Weg bis ins Bad. Und zwar so lang, dass ich mit dem Händewaschen fertig war, bis das warme Wasser endlich ankam… Also habe ich den zuständigen Eckhahn unterm Waschbecken einfach zugedreht - wer braucht auf Teneriffa schon warmes Wasser zum Händewaschen… Falls doch: Küche.
    Wer skeptisch ist, ob sich das lohnt, kann ja ein Energiekostenmessgerät (kostet als Zwischenstecker unter 20.-, auf kWh einstellen) 2 Wochen lang „wie bisher“ laufen lassen und dann 2 Wochen „nach neueren Erkenntnissen“…
    - Legionellen: Alle 1-2 Monate mal tatsächlich auf 60° heizen. Die Gefahr in Privathaushalten sollte aber gering sein.
    - Waschmaschine/Spülmaschine an einen Boiler anzuschliessen lohnt natürlich nur, wenn kein Strom zum Heizen nötig ist - sonst ist es im günstigsten Fall nur ein Nullsummenspiel…
    - Empfehlung für Kleinmengen, zB für Tee: El. Wasserkocher (ohne freiliegende Spirale). Sind in Spanien allerdings recht teuer. Alternativ: Induktionsherd/Gasherd.


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