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Thema: Medizinische Versorgung auf Teneriffa

  1. #1

    62 Jahre alt
    35 Beiträge seit 06/2011

    Medizinische Versorgung auf Teneriffa

    Hallo.

    Wie kann man die medizinische Versorung auf Teneriffa beschreiben?

    Was ist, wenn man während seines Teneriffa-Urlaubs erkrankt oder sich verletzt und ins Krankenhaus muss? Wie ist die medizinische Versorgung im Vergleich zu Deutschland? Wer kann mir das etwas aus Erfahrung berichten?

    Ich kann mir vorstellen, dass man bei den Straßen sehr lange auf Rettung warten muss oder nutzen die viel Hubschrauber, wenn jemand ernsthaft verletzt ist?

    Danke euch,
    Gruß, Martin

  2. Nach oben    #2
    Avatar von toyka
    60 Jahre alt
    aus La Orotava
    94 Beiträge seit 10/2010
    Die medizinische Versorgung auf Teneriffa ist im Großen und Ganzen gut, allerdings komplett anders als in Deutschland. Es gibt keine freie Arztwahl, Du musst zu den hier zugewiesenen Ärzten gehen, wenn Du in der nationalen Krankenversicherung bist. Die Kanaren sind führend im Bereich der Transplantationen. In schwierigem Gelände (z. B. in Barrancos), bei größeren Entfernungen oder im Atlantik wird mit Heli gerettet.


  3. Nach oben    #3

    31 Jahre alt
    aus München
    3 Beiträge seit 10/2011
    Im Bereich der Unglücke auf Wanderungen ist Teneriffa mit den meisten Teilen des eurpäischen Festlandes m.E. vergleichbar. Diesbezüglich würde ich mich nicht mehr oder weniger sicher fühlen als sonst wo.

  4. Nach oben    #4

    71 Jahre alt
    aus D 61118 Bad Vilbel, TF 38400 Puerto de la Cruz
    4 Beiträge seit 12/2011
    Private Krankenhäuser (Hospiten) gibt es in allen Touristenorten. Meine Frau wurde in Puerto de la Cruz operiert (Bruch des Handgelenks). Konnte abends wieder nach Hause. Standard ist mit dem in D vergleichbar. Ärzte sprechen meist kein deutsch, häufig auch auch kein englisch. Ein "Übersetzer" war bei jedem Arztgespräch dabei.
    Eine private Krankenversicherung ist unabdingbar, sonst wird es teuer. Zahlungen waren nicht erforderlich, wurde vom Krankenhaus direkt mit der ADAC-Versicherung abgerechnet.

    Ambulante Behandlungen müssen sofort bezahhlt werden. In Puerto gibt es für alle Krankheiten deutsche Fachärzte.

  5. Nach oben    #5
    Dipl.Verw. Arne Grätsch
    Einwanderungs-Coach
    und Autor des Ratgebers
    Einwandern statt Auswandern
    Avatar von Kanarienvogel
    58 Jahre alt
    aus Baden-Württemberg
    320 Beiträge seit 05/2013
    Gracias
    83
    Mit den Ärzten der Seguridad Social habe ich bisher immer nur gute Erfahrungen gemacht. Als Urlauber muss man dazu in das jeweilige Ambulatorio/Centro de Salud/Consultorio gehen, mit der europäischen Gesundheitskarte und einem Ausweis.

  6. Kanarienvogel´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  7. Nach oben    #6

    74 Jahre alt
    aus Klagenfurt/Austria
    262 Beiträge seit 05/2013
    Gracias
    34
    Nicht vergessen: spanisch muß man können oder einen Dolmetscher haben!!

  8. graupinchen´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  9. Nach oben    #7
    Dipl.Verw. Arne Grätsch
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    und Autor des Ratgebers
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    Avatar von Kanarienvogel
    58 Jahre alt
    aus Baden-Württemberg
    320 Beiträge seit 05/2013
    Gracias
    83
    einfacher geht es aber mit der App Hipot CNV ...

  10. Kanarienvogel´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  11. Nach oben    #8
    Avatar von Platano
    aus Teneriffa
    2.386 Beiträge seit 07/2013
    Gracias
    217
    Zitat Zitat von graupinchen Beitrag anzeigen
    Nicht vergessen: spanisch muß man können oder einen Dolmetscher haben!!
    Die Bellevue Klinik in PdlC stellt eine Dolmetscherin zur Verfügung wenn bekannt ist das man kein spanisch spricht,

  12. Platano´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  13. Nach oben    #9
    Dipl.Verw. Arne Grätsch
    Einwanderungs-Coach
    und Autor des Ratgebers
    Einwandern statt Auswandern
    Avatar von Kanarienvogel
    58 Jahre alt
    aus Baden-Württemberg
    320 Beiträge seit 05/2013
    Gracias
    83
    ja, aber die Sozialversicherung zahlt das nicht. weder die deutsche noch die spanische ...

  14. Nach oben    #10
    Avatar von miro
    47 Jahre alt
    aus Santa Cruz de Tenerife
    49 Beiträge seit 05/2011
    Gracias
    2
    Die Canarios erzählen mir oft Horrorgeschichten aus dem spanischen Gesundheitswesen und loben das deutsche, ohne es selbst zu kennen. Wir Deutsche hingegen (ich spreche jetzt für mich und alle die ich so kenne) gehen hier zum spanischen Arzt und stellen staunend fest, dass die Behandlung keinesfalls schlechter ist.
    Man merkt auch hier wieder, dass Medizin viel mit der Erwartungshaltung zu tun hat.

    Einzig die Sache mit den zu langen Wartezeiten für nicht akut lebensbedrohliche Operationen und überlastete Krankenhäuser scheint auf Teneriffa beklagenswert zu sein. Dem halte ich jedoch die Operations-Gier und Hygienemängel der deutschen Krankenhäuser entgegen.

    Wie ich neulich erfuhr, werden auf den Kanaren viele Operationen wegen der langen Wartezeit letztlich gar nicht mehr angetreten. Und zwar nicht etwa wegen Tod des Patienten, sondern dank Heilung ganz ohne OP. Beneidenswert!

  15. miro´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  16. Nach oben    #11

    aus Schwarzwald
    3 Beiträge seit 03/2015
    eben, D ist das Land in dem die meisten künstlichen Knie und Hüftgelenke verbaut werden. Warum wohl?
    Hier wird keiner über die Ursache seiner Erkrankung aufgeklärt. Ursache bekannt, Gefahr gebannt. Aber dann gibts keine Kohle. Jedes so genannte Krankenhaus ist eine Firma die Umsatz generieren muss, das sollte mal jedem klar werden.

  17. Nach oben    #12
    abgemeldet
    1 Beiträge seit 04/2015
    Gracias
    1

    Selbst erlebte Horrorgeschichte im Uni-Hospital Santa Cruz

    Zitat Zitat von miro Beitrag anzeigen
    Die Canarios erzählen mir oft Horrorgeschichten aus dem spanischen Gesundheitswesen...
    Habe am 27.1.15 auf Gomera bei einem Fahrradunfall meinen rechten Oberschenkel gebrochen (subtrochantäre Femurfraktur). Für das Hospital in San Sebastian war der Bruch zu kompliziert, deshalb am 28.1. per Fähre und Krankenwagen in das Uni-Hospital von Santa Cruz de Tenerife. Nach der Röntgenaufnahme mittags fragte ich, ob man den Bruch operieren würde. Antwort: ja. Frage: Wann. Antwort: in 6 Tagen, vielleicht auch später.

    Mein Betreuer und Übersetzer von AIDA drängte daraufhin immer wieder, den ärztlichen Befund für meine Auslandskrankenversicherung auszustellen. Nach unglaublichen 2 Tagen erhielt er diesen (2 Zeilen) und konnte ihn am 30.1. nachmittags nach Deutschland faxen. Am Abend bekam ich von der Versicherung die Nachricht, dass ich mit dem nächsten verfügbaren Flugzeug nach Deutschland geflogen werde. Das war dann ein regulärer Charterflieger, in dem für mich 14 Plätze benötigt wurden (12 für die Liege, 2 für begleitenden Arzt und Sanitäter). Somit kam ich am 4.2. um Mitternacht im Uni-Klinikum Mannheim an und lag am 5.2. mittags auf dem Operationstisch.

    Der Horror für mich war:
    -Die Ärzte weigerten sich, mich in den 2 1/2 Tagen vor dem verlängerten Wochenende (Montag lokaler Feiertag) zu operieren und mir auch für den 3.2. keine feste Zusage zu geben.
    -Ich lag mit dem Bruch unbehandelt !!!!! 7 Tage in der Uni-Klinik von Santa Cruz. Nur Schmerzmittel und vermutlich Anti-Thrombosemittel. Der schräg gebrochene Knochen schob sich wie eine Speerspitze mehrere cm im Bein nach oben.
    -Die Pflege durch das Personal war unmöglich: Nach der Benutzung der Bettpfanne während der 7 Tage drehten mich 2 kräftige Frauen zur Reinigung jedesmal auf die Seite mit dem gebrochenen Bein. Mein Jammern und Schreien wegen der Schmerzen half nichts, sie waren stärker als ich. Sie hatten wohl ihren Spass daran, mich auf diese Seite zu drehen.
    -Die Verpflegung war eine Zumutung. Anblick und Geruch bewirkten einen Brechreiz. Aber nach 2 Tagen überwog dann doch der Hunger.

    Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass ich froh bin, dass meine "Operations-Geilheit" in einer spanischen Klinik sich in Grenzen hielt und dass ich nicht warten musste, bis sich das Problem von selbst löst - womoglich durch meinen Tod. In dieser Klinik wäre eine Operation vielleicht sogar zu einer "akut lebensbedrohlichen Operation" geworden.

    Meinem ärgsten Feind würde ich nicht wünschen, mit einem schweren Oberschenkelbruch in die Uni-Klinik von Santa Cruz de Tenerife eingeliefert zu werden.

  18. Ex jue145´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  19. Nach oben    #13
    abgemeldet
    aus El Médano - Granadilla de Abona
    113 Beiträge seit 04/2015
    Gracias
    24

    Uniklinik Candelaria - Versicherung - Tagebuch Auge

    Mitte Juli 2012
    =============
    Habe Problem mit meinem rechten Auge. Metall geschliffen ohne Schutzbrille. Zum Glück kann ich noch sehen. Ist jetzt vier Wochen her.
    Den Unfall habe ich zunächst unterschätzt, weil nach dem Auswaschen mit Wasser nichts gepickt hat. Der Schrott war im Auge und ist eine Woche später entfernt worden. Seitdem sehe ich auf dem Auge verschwommen. Über die verletzte Netzhaut mag ich nicht nachdenken. Der Arzt behauptet, dass kommt vom grauen Star (angeboren). Da bin ich noch anderer Meinung, weil das erst nach dem Unfall so ist. Bin bisher auch immer von einer Hornhautverkrümmung ausgegangen, die bisher jede neue Brille zum Abenteuer machte. Am Donnerstag ist der nächste Termin. Vielleicht klärt sich da etwas. Jedenfalls ist alles kompliziert, weil ich nicht Auto fahren kann.
    Wir sind gerade zurück, aus der Klinik. Bin eigentlich ganz happy. Beim ersten Mal war das Sehvermögen 10%, vorige Woche 30%, heute 40% - alles ohne Brille. Die Wolke (spanisch Nube), oder der Nebel braucht noch Zeit. Es ist immer noch Rost im Auge. Der Arzt sieht das aber eher positiv - er hat zusätzlich Tropfen verschrieben, die den Tränenfluss verstärken sollen. Wie im Kino - hier aber zum Müll entfernen. Er glaubt nicht, dass an dem grauen Star, oder der Hornhautverkrümmung, durch O.P. was zu ändern ist. Es ist aber viel zu früh, darüber zu diskutieren. Muss mich jetzt mal ernsthaft mit meiner Schwester unterhalten. Die hat den gleichen angeborenen Fehler und hat sich operieren lassen.
    Habe den nächsten Termin - Urlaubsbedingt - Ende August. Bis dahin träufele ich weiter und hoffe, dass der Nebel verschwindet. Renne hier auch mit der größten und dunkelsten Sonnenbrille rum, die ich finden konnte. Wusste aber nicht, dass die Lichtempfindlichkeit von den Tropfen kommen kann. Schmerzen habe ich zum Glück keine.

    Anfang August 2012
    ================
    Mit dem Auge ist seit letzten Samstag ein Erschwerung eingetreten. Hatte nach dem Unfall in drei Wochen eine Verbesserung des Sehvermögens von 10% auf 40% mit Schleier. Seit Samstag Nachmittag, quasi null. Nur noch Licht. Was davon der angeborene graue Star und zu operieren ist oder der Unfall, weiß ich nicht. Gestern habe ich mit meiner Schwester in Berlin gesprochen. Die hat grauen Star und ist operiert worden, mit sehr gutem Ergebnis. Allerdings war ich kurz in Panik, weil ich gern zum Arzt gegangen wäre, wegen des "plötzlichen" Sehverlustes. Mein Augenarzt ist in Urlaub, da habe ich Ende des Monats Termin. Ein Anderer ist nicht aufzutreiben - und das als Privatversicherter.
    Vielleicht hilft ja auch ein bisschen Geduld. Viele Leute haben jetzt rote Augen, wegen des "Calima" ist viel Sand in der Luft. Habe auch eine leichte Bindehautentzündung, die ich vorher so nicht hatte.
    Bin nicht so optimistisch wie sich das vielleicht anhört. Habe mir aber nun mal Teneriffa ausgesucht. Die Kanaren sind der A... der spanischen Welt und Médano der A... der Welt von Teneriffa, jenseits von Afrika (das wird mir immer bewusster).

    Ende August 2012
    ==============
    Konnten den Arzttermin eine Woche vorverlegen. Es ist schlimmer als wir dachten. Die Wunde ist aufgegangen und seit zwei Wochen ist Flüssigkeit ausgetreten. Der Doktor war kurz davor, mich in die Klinik Candelaria einzuweisen. Konnte dann aber doch die Wunde schließen. Er hat mich vier Stunden, auf einer Liege, zu absoluter Ruhe verdonnert. Dann hat er eine Kontaktlinse aufgesetzt. Jetzt warten wir auf einen Spezialkleber aus Madrid. Bin von ihm weiterhin auf das Sofa verbannt. Ich soll mich vor zu hartem Stuhlgang vorsehen und nur Cholas (Latschen) tragen, wegen dem Bücken zum Schnürsenkel binden. Muss Antibiotika schlucken, dazu kommen diverse Augentropfen. Zum Glück gab es keine Infektion, die hätte das Auge kosten können. Wundere mich, dass die Kontaktlinse seit fast einer Woche Problemlos ist. Das Sehvermögen hat sich minimal verbessert, der Doktor verweigert aber jede Prognose dazu.
    Nach den drei Terminen diese Woche, soll am Montag geklebt werden, falls der Kleber da ist. Der Kleber liegt beim Zoll. Habe nicht gewusst, dass zwischen Madrid und Teneriffa, der Zoll eine Rolle spielt. Mittwoch ist der nächste Termin.

    Anfang September 2012
    ====================
    Der Kleber ist angekommen. Beim Unfall habe ich mir die Linse zerschossen. Die ist später komplett aufgegangen. Das wurde verklebt, mit einem Kleber, der auch für Gehirn-O.P. verwendet wird (Histoacryl - Fa.B.Braun / Tuttlingen). Die O.P. war nicht angenehm, ist aber überstanden. Jetzt warten wir ab.

    Bei einigen ist der Eindruck entstanden, dass es sich hier um das Dschungel-Hospital von Albert Schweitzer in Lambarene handelt. Die Clinica Costa Adeje-San Eugenio ist eine Privat & Poliklinik, mit ruhiger, gepflegter Atmosphäre und erstklassigem Personal. Es gibt keine Wartezeiten und der Arzt weiß was er tut. Glaube ich.

    Nachdem der Arzt am Dienstag eine gute und drei schlechte Nachrichten hatte, bin ich etwas unwirsch und nicht sicher was ich glauben soll.
    Das Auge ist dicht und muss nicht entfernt werden,
    ist die gute Nachricht. Die Schlechten:
    Die Linse ist kaputt und ich werde damit nichts mehr sehen.
    Die Sehfähigkeit des anderen Auges lässt sich nicht verbessern.
    Angeborenen grauen Star kann man nicht operieren.

    Maria hat für mein Auge eine Kerze für St.Lucia angezündet. Ob ich an so etwas glaube, ist dabei nicht wichtig, wenn Maria hofft, dass es hilft.

    Heute gab es wieder etwas Neues. Beim Duschen ist die Kontaktlinse raus gegangen. Zum Glück habe ich es gemerkt und die Linse gefunden. Mir fiel dazu gar nichts ein, so etwas passiert immer am Wochenende. Maria hat mich schnurstracks zu Optiker geschleppt. Dort haben sie die Linse eingeweicht und wieder eingesetzt.

    Am Samstag kam es richtig dick. Maria liegt in der Uniklinik Canderlaria mit einer Thrombose. Und wie ich das sehe mit einem kleinen Schlaganfall. Wie wir seit gestern wissen, mit geringeren Folgen als befürchtet. Sie kann sprechen, hat nur kleine Probleme mit dem Bein. Am Anfang sah das schlimmer aus. Sie liegt seit gestern Abend in einem normalen Zimmer und nicht mehr auf der Wachstation, und meckert mit Devora, weil sie die falschen Latschen mitgebracht hat. Das ist ein gutes Zeichen.

    Oktober 2012
    ===========
    Ich warte seit Wochen darauf, dass der Doktor mal was Positives sagt. Am Dienstag hat er sich geäußert. Wenn der Kleber sich weiter gut umsetzt, können wir demnächst an die OP denken. Neue Linse gegen den grauen Star. Das andere Auge hat er auch untersucht, Augenhintergrund etc. - Vor zwei Wochen hat er noch gesagt: "No soy un vendedor de umo (ich bin kein Verkäufer von Rauch, im Sinne von heißer Luft)". Vorher hat er auch bestritten, dass die OP überhaupt möglich ist. Ist mir auch egal, wenn es vorwärts geht.
    Letzter Termin Oktober. Weiter warten, dass der Kleber sich auflöst. Nächster Termin Anfang Dezember. Aber ich bin geduldig, seit es bessere Aussichten gibt.

    Freunde haben mir ein Hörbuch geschenkt. Am Anfang war das etwas ungewohnt, jetzt geht es ganz gut. Muss mal sehen was sich hier finden lässt. In Alemania wäre ich in drei öffentlichen Bibliotheken eingetragen.

    Maria war inzwischen 40 Min. im Scanner in der Uniklinik Candelaria, bisher ohne Ergebnis. Der Neurologe in Mochon hat aber schon die Reha angeordnet. Sie fährt jetzt dreimal pro Woche mit der Ambulancia dorthin und macht ganz gute Fortschritte.

    November 2012
    =============
    Habe beim Duschen wieder die Kontaktlinse verloren. Der Kleber hat am ersten Tag ziemlich gekratzt. Danach ging es. Mussten trotzdem den Arzttermin vorverlegen, um die Linse zu erneuern. Es ist alles okay - der Kleber ist plangeschliffen. War vielleicht nicht schlecht. Hoffe jeden Morgen, dass ich etwas mehr sehe. Der Arzt hat mir wieder einen Dämpfer verpasst. Er rechnet mit einem halben Jahr. Und die O.P. kann nicht auf Teneriffa gemacht werden, weil sie komplizierter ist, als der normale Linsenwechsel. Den macht in Deutschland der Krankenhaus-Pförtner am Fließband, hat meine Schwester gesagt. Wo operiert werden müsste, weiß der Doktor (noch) nicht. Habe mit Maria besprochen, dass sie mit meiner Versicherung Kontakt aufnimmt, um evtl. eine zweite Arztmeinung einzuholen. Mir kommt das alles komisch vor. Vielleicht hätte ich mit dem Doktor nicht über Angela Merkel diskutieren sollen. Bin aber eigentlich ganz positiv. Das Augentagebuch hilft die Dinge zu sortieren. Ich hätte das Auge verlieren können, oder blind sein. Der Doktor ist einer von der "Glas-halb-leer" Sorte. Bis Mitte Oktober war er komplett negativ. Jetzt hat er sich informiert und erzählt das Gegenteil. Mal sehen was demnächst kommt. Ist ja der Grund, warum ich mal mit einem anderen Augenarzt reden möchte. Solche Verletzungen sind vielleicht nicht so häufig. Und dass es auf Teneriffa keine private Spitzen-Augenklinik geben kann, hätte mir auch schon einfallen können. Mal sehen was die Versicherung sagt. Die sind vielleicht begeistert, wenn ich ihnen erzähle, dass ich in der Uniklinik Essen behandelt werden möchte.

    Dezember 2012 – Januar 2013
    =========================
    Der Termin 19. Dezember ist ausgefallen, weil wir den Transport nicht organisieren konnten. Weihnachten & Neujahr ohne Vorkommnisse. Termin 11. Januar - habe mich nicht auf die Familie verlassen. Detlev hat mich gefahren. Der Doktor hat wieder etwas Neues: "Die Behandlung ist abgeschlossen - es kann operiert werden". Seine Empfehlung: Eine Klinik in Santiago de Compostela - Galicien-Nordspanien. Hätte ich mir denken können, er kommt von da. Ist aber vielleicht normal, dass empfohlen wird, was man kennt.

    Victor, aus dem hiesigen MAPFRE-Büro, hat mir fünf Kliniken in Santa Cruz und einen Augenarzt, hier in der Nähe, für die "zweite Meinung", raus gesucht. Termin 23. Januar, 18.00 Uhr. Handball-Viertelfinale Spanien - Deutschland, gleicher Termin. Werner hat mich trotzdem hingefahren. Golf del Sur - eine neue Poliklinik mit bombastischem Wartesaal mit Glaskuppel und einem Riesenfernseher. Der Fernseher ist aber nur Attrappe - Handball ging nicht. Die Behandlung ohne Wartezeit. Der Arzt hat erst die Papiere durchgesehen. Aber gleich gesagt, dass die Kliniken in St. Cruz nicht in Frage kommen. Dann hat er mir mit dicken Wurstfingern die Augen aufgerissen und das Ganze mit einem 1000 Watt Scheinwerfer beleuchtet. Wusste nicht, dass Licht so weh tut. Jedenfalls ist nach seiner Meinung alles okay. Jetzt weiß ich wirklich San Eugenio zu schätzen. Dr. Perez Dieste hat sich die Hände gewaschen bevor er an die Augen ging und seine Spaltlampe hat auch nie gestört. Die Klinik Golf del Sur, mit englischer Empfangsdame, ist Attrappe für Ausländer.

    Eine Klinik haben wir noch nicht. Marias Freundin in Las Palmas, hat gestern den ganzen Tag damit verbracht, die Kliniken auf Gran Canaria zu checken. Ich beschäftige mich immer mehr mit dem Gedanken an Santiago de Compostela. Ryan Air hat einen Direktflug von Teneriffa Süd - hin & her 110€, da geht der Residentenrabatt noch runter. Santiago ist der Endpunkt vom Jakobsweg. Vielleicht ist die Augengeschichte mein persönlicher "Camino Santiago".

    Februar 2013
    ===========
    Sollte mir wirklich eine richtige Augenklappe zulegen. Die Jungs hier in Médano haben schon den "Pirata del Caribe" auf der Pfanne.

    Leider ist die Klinik in Santiago de Compostela nur für die weitere Konsultation benannt, sodass wir immer noch nicht wissen, wie es weiter geht. Maria bemüht sich um einen Termin in der Clinica Parque in St. Cruz. Da soll eine Augenchirurgin sein.

    Am 13. war ich mit Aaron in der Clinica Parque in St. Cruz. Jetzt habe ich begriffen, dass eine Hornhauttransplantation gemacht werden muss & kann. Eine junge, sehr professionelle Ärztin (Chirurgin) sagt auch, es gibt auf den Kanaren keine private Klinik dafür. Aber in der Uniklinik Candelaria ist die OP machbar. Das hat sie mir schriftlich gegeben, sodass ich es bei der Versicherung, wegen der Kostenübernahme einreichen konnte. Jetzt kommt es darauf an, was die entscheiden. Die Uniklinik gehört zur Sozialversicherung und eigentlich für mich als Privatpatient nicht zuständig. Aber sie ist eine der führenden Kliniken für Transplantationen in Europa (Habe ich gehört???). Es geht aber auch um die Organspende. Habe keine Ahnung, ob das mit der Augenhornhaut schwierig ist. Immerhin hat Spanien die Widerspruchslösung, einen Organ-Zirkus wie in Alemania gibt es hier wohl nicht.

    März – April 2013
    ===============
    Seit Wochen probiere ich, dass die MAPFRE mir eine Klinik nennt, die eine Hornhauttransplantation macht. Vier Ärzte haben mir – unabhängig voneinander - gesagt, dass es keine private Klinik auf den Kanaren für diese OP gibt. Dann großes Erstaunen – es gibt eine Klinik auf Gran Canaria. Terminvereinbarung: Deutsch sprechende Mitarbeiterin (Roxana aus Venezuela) ruft zurück – Termin 11. April –

    Die Fähre buchen war das erste Abenteuer. Rentner & Residentenrabatt machen die Überfahrt günstig, dachte ich. Montag habe ich mich nach dem Preis erkundigt. Mittwoch wollte ich buchen, nachdem der Termin klar war, da war das Ticket fast doppelt so teuer. Also ohne Buchung.
    Am 11. Vormittags mit dem Bus nach ST. Cruz – mit umsteigen am Busbahnhof. Wünsche mir manchmal eine gelbe Binde mit schwarzen Punkten, wenn ich jemand fragen muss was auf einem Schild steht. Würde in Spanien aber nichts nutzen. Die Sehbehinderten erkennt man hier am Teleskopstock oder an den Losen für die Blindenlotterie an der Jacke. Auf dem linken Auge habe ich schon immer nur 25-30% Sehfähigkeit. Rechts bin ich blind. Zum Glück muss ich in ST. Cruz keine Straße überqueren. Habe immer Angst, dass mich jemand überfährt.
    Komme problemlos zu Fähre. Hier habe sie wieder andere Preise und den Rat, die Rückfahrt in Las Palmas zu buchen, weil es günstiger ist. Mal sehen.
    Eine Stunde Wartezeit auf die Doppelrumpf-Schnellfähre von Fred Olsen. Darauf freue ich mich – 40 Minuten Fahrzeit sind angesagt. Dann die Enttäuschung – der Kapitän nennt 1 Stunde 25 Minuten. Am Ende dauert es 2 Stunden. Der Kahn tuckert wie eine Ente über den Teich, um Sprit zu sparen. Meinen Termin um 15.30 kann ich nie einhalten.
    Gegen 15.00 bin ich in AGAETE – dann mit dem Bus nach Las Palmas, zum Olsen-Büro am Parque St. Catalina. Dann mit dem Taxi zur Klinik. Inzwischen habe ich eine Verspätung von 40 Minuten. Dann die nächste Überraschung – habe einen Zettel vom MAPFRE-Büro El Médano, mit der Anschrift der Klinik. Dort gibt es zwar eine Augenklinik, aber nicht meine.
    Aber die Angestellten sind hilfsbereit, suchen meine Klinik raus, lassen sich meinen Termin bestätigen und rufen mir ein Taxi. Solche Hilfsbereitschaft möchte ich mal in Alemania erleben.
    Dann bin ich endlich richtig, mit mehr als einer Stunde Verspätung. Aber das ist wieder spanisch. Alle freuen sich, dass ich überhaupt angekommen bin. Verspätung spielt keine Rolle – Termine sind Absichtserklärungen.
    Die Klinik ist ein gepflegtes älteres Gebäude. Im Wartezimmer läuft großen Bildschirmen Werbung für Laser-OP. Der Arzt ist okay – die Ausstattung hat nicht den Standard der Clinica Parque in St. Cruz. Das böse Erwachen kommt erst am Schreibtisch der Klinikchefin. Neben einem Wust von Risikoformularen, eine Rechnung über 2.500,-€ für die Ersatzhornhaut. Da wird mir klar, dass die die OP ambulant gemacht werden soll. Ich bin so perplex, dass ich nur noch frage, ob ich nach der OP nach Teneriffa fliegen könnte. Davon raten sie ab.

    Die Rückfahrt ist langweilig. Meine Fähre um 18.00 habe ich verpasst. Mit dem Taxi zum Parque St. Catalina – sitze da über eine Stunde rum. Dann mit dem Bus zum Schiff – aber diesmal Hafen Las Palmas. Zwei Stunden nach Teneriffa. Dann Taxi zum Busbahnhof – Bus nach San Isidro – Taxi nach El Médano. Um 23.30 bin ich zuhause. Mehr als 13 Stunden unterwegs.

    Mai – Oktober 2013
    ================
    Bei den Unterlagen der Klinik in Las Palmas war eine Checkliste. Brauche eine Bescheinigung vom Zahnarzt, dass keine Infektion besteht. Habe doch einen kaputten Zahn. Das zieht sich vier Wochen hin. Außerdem gibt es eine Reihe von Voruntersuchungen die ich machen muss. Dafür habe ich die Kostenübernahmen von der MAPFRE.
    Mir geht diese ambulante Klinik in Las Palmas nicht aus dem Kopf. Frage alle, was ich davon halten soll. Die Meinungen gehen von „weiß nicht“ bis „habe ich noch nie gehört, dass man so was ambulant macht“. Nur der Augenarzt von Doris in Berlin äußert sich. Eine Hornhauttransplantation ist keine ambulante OP.
    Stück für Stück wird mir klar worum es bei der MAPFRE geht. Die Tante aus Uruguay im Büro Médano und eine Sachbearbeiterin in St.Cruz suchen eine Klinik im Internet, die sich die OP zutraut und schicken mich dort hin. Inzwischen fange ich mit Victor, dem Bürochef in Médano, eine Diskussion an. Dabei klaue ich ihm eine eMail, wo sich die Tante in St.Cruz darüber auslässt, ob mein angeborener grauer Star eine Vorerkrankung ist, die im Versicherungsantrag verschwiegen wurde, damit die Kostenübernahme verweigert werden kann. Ich fordere ihn auf, den ganzen Kram endlich einem Arzt vorzulegen. Mir wird klar, das es bei der Frage ambulante OP darum geht wer die Hornhaut bezahlt. Mein Tarif beinhaltet Medikamente und Hilfsmittel nur bei stationärer Behandlung.


    November – Dezember 2013
    =======================
    Am 7. November bin ich auf den Campingplatz umgezogen. Beim Umzug habe ich die Augentropfen verbummelt. Bin gegen den Wind nach Médano gelaufen. Treffe dort Bekannte und vergesse, dass die Apotheke Samstag Nachmittag zu ist. Am 12. hatte ich eine Infektion am verletzten Auge. Mit Aaron zur Clinica Adeje - Dr. Perez Dieste hat mir drei Pillen Antibiotika verschrieben. Neuer Termin 14. Vormittags.
    Absolute Katastrophe: Das Auge ist verloren, der Doktor wollte gleich amputieren. Ich war komplett perplex. Aaron erklärt ganz locker, dass wir eine zweite Meinung einholen wollen.
    Nachmittags zur Clinica Parque. Dra. Blanca Montesinos Ventura hat sich nicht weiter geäußert, mich aber in die Uniklinik Candelaria überwiesen. Um halb sechs kommen wir in der „Urgencia“ an. Von dem Chaos dort hatte ich schon gehört. Viele Betten auf dem Gang und volle Wartezimmer. Maria hat mit ihrem Schlaganfall drei Tage dort gelegen, Ich weiß nicht woran es lag. An den Schrieb der Privatklinik, oder dass Aaron die Schwestern becirct hat. Eine halbe Stunde später sitze ich in einer Ecke und hänge am Tropf mit Antibiotika. Dann eine Stunde Untersuchung durch zwei Augenärztinnen. Sie machen Abstriche und legen Kulturen an. Dann sagen sie mir, dass ich im Krankenhaus bleibe. Danach - wie nebenbei – Blutentnahme, eine Vollröntgenaufnahme und EKG. Dann geht der Sicherheitschef rum und schmeißt alle Besucher raus, die nicht gebraucht werden – Aaron auch. Dann kommt irgendwann eine Schwester, drückt mir einen Schlafanzug und eine Tüte für meine Klamotten in die Hand, zeigt mir das Bad wo ich mich umziehen kann und setzt mich in einen Rollstuhl. Dann werde ich von einer Schwester durch Gänge und Fahrstühle gekarrt. Meine Bemerkung, dass ich es an den Augen und nicht an den Füssen habe, macht keinen Eindruck – Vorschrift ist Vorschrift. Um 23.30 liege ich im Bett – allein in einem Zweibettzimmer. Die Schwestern sorgen dafür, dass ich noch etwas zu essen bekomme. Daran hätte ich keinen Moment gedacht. Dann neue Tropfbeutel. Versuche mir das spanische Wort dafür zu merken: „ El Suero (das Serum)“. Dann stündlich - Tag und Nacht fünf verschiedene Augentropfen. Die Schwestern sind sehr Gewissenhaft. Kriege aber nicht viel mit, es sind wohl Schmerz-oder Beruhigungsmittel in den Medikamenten. Am nächsten Mittag kommt Aaron mit Sanitärkram etc.- Die Oberschwester erklärt mir, dass Privatklamotten nicht erwünscht sind, als sie mich in meinem Jogginganzug sieht. Jeden Morgen liegt ein frischer Schlafanzug bereit. Immer in der richtigen Größe – Die Schwestern haben sich nie geirrt.

    Nach einer Woche ist die Infektion fast weg. Die Augentropfen werden reduziert. Von Mitternacht bis sechs Uhr habe ich Ruhe. Die Tropfbeutel bleiben. Alle sechs Sunden zwei. Eine Schwester hat mir einen fahrbaren Ständer organisiert, damit ich zum pinkeln nicht klingeln muss. Dann werde ich auf eine andere Station verlegt. Da soll die OP vorbereitet werden.
    Mache immer neue Erfahrungen. Eine Schwester fragt, welchen Leistungssport ich betreibe. Habe laut Röntgenaufnahme ein größeres Herz, dazu einen sensationellen Blutdruck und einen Ruhepuls von 56 Schlägen. Kein Wunder, wenn ich den ganzen Tag im Bett liege. Dass ich nur am Strand von Médano spazieren gehe, glaubt sie mir nicht.

    Meine Zimmergenossen wechseln. Einer kam nachmittags, für eine OP am nächten Tag an. Reichlich angeknallt, weil er mit Kumpels den Abschied gefeiert hatte. Aber 82 Jahre und ein Original. 50 Jahre Taxifahrer in St. Cruz. Nachts musste er alle 20 Minuten aufs Klo und wurde aggressiv wenn er seinen Stock nicht fand und die Schwester nicht gleich kam. Seine Tochter hat dann bestätigt, dass es sich um Symptome von Alzheimer im Anfangsstadium handelt. Nachts hörte er mit einem Transistorradio mit gespreizter Skala den Taxifunk von St. Cruz. Kopfhörer mochte er nicht.

    Juan ist Kapitän und Eigner mehrerer Wale-Watching Boote in Los Gigantes. Nicht nur, dass Frau und Familie fast ständig da sind, kommen auch die Mannschaften der Boote zum gemeinsamen Fernsehen. Ständig 8-10 Leute im Zimmer und blödeste Rätselsendungen im spanischen TV.
    Juans Darmspiegelung hatte zunächst ein positives Ergebnis. Dann, mehrere Tage, Blut im Urin. Die Schwestern haben Wasserbeutel in einem Einkaufswagen herangeschafft und fast ständig den Beutel vom Katheder gewechselt. Wie sie ihm das Wasser zugeführt haben konnte ich nicht sehen

    Morgen wird die Hornhaut transplantiert. Riesenglück, das die einen Spender haben. Was dabei raus kommt kann mir keiner sagen. Hoffe darauf, dass ich sehen kann.

    27. November 2013
    ================
    Seit zwei Tagen muss ich mit einem Desinfektionsgel duschen. Am Morgen der OP kommt eine Spezialschwester, die mir weiße Stützstrümpfe anzieht und mir einen OP-Kittel verpasst. Auch perfekte Größe in weiß – sehe aus wie ein Weihnachtsengel. Finde leider keine Schwester, die ein Foto macht.

    Irgendwann kommen die Pfleger und schieben mich mit Bett durch die Gänge in de OP. Bereich. Hier warten ca. 15 Patienten, es kommen und gehen ständig Betten. Gegen 11 Uhr geht es los. Umbetten auf eine Bahre mit Warmluft - dann auf den OP.Tisch. Sehe noch den Chef, der ein paar Weisungen erteilt, die ich nicht wirklich verstehe. Dann bin ich auch schon weg. Gegen drei werde ich wieder wach, wieder im Wartesaal. Das Auge ist zugeklebt. Die Schwester erkundigt sich, wie es mir geht. Erklärt mit, dass alles perfekt gelaufen ist. Später bin ich wieder in meinem Zimmer. Da wieder die absolute Hektik mit Juans Sippe. Auch am nächsten Tag, obwohl Ruhe angeordnet ist. Darf nicht aufstehen und das OP.Hemd und die Stützstrümpfe erst am nächsten Tag ausziehen. Wegen der vielen Personen im Zimmer ist es furchtbar heiß. Muß im Beisein von acht Leuten in die Ente pinkeln.

    Am nächsten Morgen um sieben, kommt eine junge Schwester und nimmt mir das Pflaster ab. Sie freut sich mit mir, dass ich mit dem operierten Auge sehen kann.

    Dezember 2013
    =============
    Seit Montag bin ich raus - bisher kein Änderungen - kann auf dem Auge sehen, 10% - glaube aber, dass der Spender geschielt haben muss. Alles ein bißchen komisch. Wenn ich das linke Auge abdecke, guckt mich im Spiegel einer von rechts unten an. Mal sehen wie das so weitergeht.

    Hatte den 2.Termin nach der Entlassung aus der Klinik. Das hat sich wenigstens gut angehört; "Ganamos la primera batalla, paso a paso - die erste Schlacht haben wir gewonnen, Schritt für Schritt...". Das war der Arzt, der schon am ersten Abend in der Klinik gesagt hat, dass operiert wird. In der Woche davor, war Einer von der Sorte: "Das Glas ist halb leer", der konnte nichts Gutes finden. Ich glaube aber, dass die Doppelbilder zusammenrücken & dass ich etwas mehr sehe. Kann aber auch Einbildung sein. Egal, Zeit und Geduld habe ich.

    Juni 2014
    ========
    War Anfang Juni zur regulären Untersuchung, alles ist Perfekt. Das doppelt Sehen und die Fehlfarben sind fast weg. Die Sicht ist okay. Links hatte ich immer schon 30% - mit Brille vielleicht 40% - Sehfähigkeit. Rechts sehe ich auf sehr kurze und etwas längere Distanz und mit fokussieren um Einiges besser. Auf vier bis fünf Meter - die Prüfdistanz in der Klinik - aber deutlich schlechter. Die Ärztin hat mir aber abgeraten, jetzt schon an die Brille zu denken, weil die Nähte noch nicht verheilt sein können. Von der O.P. des linken Auges rät sie z.Zt. auch ab. Angeborener grauer Star & Hornhautverkrümmung könnte schwierig werden.

    Allerdings fahre ich wieder Auto, nachdem die familiäre Unterstützung - auch die der Wahlfamilie - komplett versagt hat. Habe mehr als 50 Jahre Routine und falls doch was passiert, die Chance mit 70 Jahren nicht mehr in den Knast zu müssen (Witz).

  20. Nach oben    #14

    74 Jahre alt
    aus Klagenfurt/Austria
    262 Beiträge seit 05/2013
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    Rayfaro, da bleibt mir nur, Dir alles Gute zu wünschen!

  21. Nach oben    #15
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    Avatar von Andreas Müller
    55 Jahre alt
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    21

    Die medizinische Versorgung ist gewährleistet

    Die Medizinische Versorgung auf Teneriffa ist selbstverständlich bestens gewährleistet! Horrorgeschichten, wie sie nach solch einer Frage des öfteren gepostet werden, kann man aus jedem Hospital oder Privatkliniken in Europa bekommen. Es gibt Menschen, die kommen nicht nur mal eben ein paar Wochen oder sechs Monate auf die Insel. Es gibt Menschen, die haben in Teneriffa Ihren Lebensmittelpunkt gefunden und alles was man auch woanders erleben würde hier erlebt. Im negativen wie auch im positiven Sinne. Hier werden Kinder geboren, Not-OPs geleistet und auch andere schwerwiegende Krankheiten behandelt. Die Sterblichkeitsrate ist nicht höher wie in Deutschland, beispielsweise.
    Selbstverständlich ist, man spricht hier SPANISCH! Einer Tatsache der man entweder mit Übersetzern oder mit entsprechender Eigeninitiative entgegen gehen muss.

    Am besten aber ist, egal wo auf der Welt, man bleibt einfach gesund, und das liebe Leute, ist hier sicherlich einfacher als in nordeuropäischen Gefilden.

  22. Andreas Müller´s Beitrag erhielt 4 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  23. Nach oben    #16
    abgemeldet
    aus El Médano - Granadilla de Abona
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    Zitat Zitat von graupinchen Beitrag anzeigen
    Rayfaro, da bleibt mir nur, Dir alles Gute zu wünschen!
    Danke, mir geht es gut.

    Wollte nur der Horror-Story von Behandlung, Verpflegung & Personal etwas entgegen setzen.

  24. Nach oben    #17
    Avatar von bahala na
    aus Chayofa / Oberfranken
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    Ich bin etwa 3 Jahre in der geetzlichen spanischen Krankenversicherung als deutscher Rentner versichert und ich kann nichts negatives über das spanische System sagen. Im Gegenteil hervorragende Versorgung nach Herzinfarkt erst im Mochon und danach in der Uni Klinik in La Laguna.

    Saludos

  25. Nach oben    #18

    70 Jahre alt
    aus Candelaria
    166 Beiträge seit 04/2012
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    7

    Reeeeehaaa !

    Wer heute noch ein Grinsen im Gesicht braucht, bitte lesen!

    Ich bin mit 66 noch ziemlich fit, sportlich, nicht übergewichtig, - also: gefühlt.....
    In Wahrheit gehe ich seit ca.2 Jahren links lahm, mal besser, mal schlechter, kann nicht mehr joggen, habe 6 Kilo zugenommen (Sh*****!) und nach vielen Scans, verschiedenen Diagnosen und Therapieversuchen ist jetzt endlich das Ergebnis da: Hüftschaden durch Arthrose, linker Trochanter. Wäre ich ein Auto, würde man sagen: „Da geht Eisen auf Eisen“. Das war mir eigentlich schon vor einiger Zeit klar, denn die Symptome waren eindeutig. (Bin Intensiv-Krankenschwester, arbeitete vorher u.a. auf Orthopädie).

    Meine Krankenkasse (DKV), die mich monatlich 250.-€ kostet, erlaubte mir nun, als Überbrückung bis zur unvermeidlichen OP im Sommer, eine schmerzorientierte Physiotherapie. Nach etlichen Versuchen in einigen Praxen in Candelaria, die schon in der ersten Stunde durch eine gewisse Hilflosigkeit der Behandler mehr Fragezeichen bei mir hinterließen als Erleichterung, landete ich letzte Woche im Centro de Rehabilitation in Chamberi, St.Cruz. Und das war das Highlight.

    Ich parkte erstmal irgendwo an den Ramblas, weil mir jemand gesagt hatte, dort wäre dieses Zentrum, ganz sicher. Das war es dann nicht und ich musste auf ein Taxi zurückgreifen, denn die Zeit wurde knapp. Schließlich stand ich vor einem großen, industriehallenartigen Gebäude, Tore weit offen, innen alles weiß gestrichen, Deckenhöhe ungefähr bei 4 Metern, ein großer, verlassener Empfangsthresen und drei Gestalten auf einer Reihe von Stühlen. Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis ein weißgekleideter Mann Ende Zwanzig erschien und meine Überweisung begutachtete. Er wirkte müde, war aber sehr freundlich und hatte gute braune Augen. „Hüfte, was?“ Ich nickte. „Setz dich noch ein bisschen“, sagte er, „ich ruf dich dann auf.“ Er nahm einen düster um sich blickenden,auch hinkenden Mann aus den Stühlen mit sich und beide gingen in den anschließenden großen Raum. Man konnte auch da hineinsehen. Dort saßen ebenfalls Leute auf Stühlen.

    Nach einer weiteren halben Stunde wurde ich dorthin gerufen und saß nun neben zwei Frauen, die auf dem Smartphone-Trip waren. Ich sah mich um und kam zu dem Schluss, dass es tatsächlich ein Industrieschuppen sein musste. Riesig hoch, riesig groß, viele kleine Kabinen, die mit Vorhängen abgeteilt waren. In einigen sah man Liegen, auf denen die Papierauflagen benutzt, zusammengeknüllt und nicht erneuert waren. Der junge Mann in Weiß war alleine. Er versorgte gerade den düster blickenden Patienten mit einer Rotlichtlampe. Alles ging ohne jedes Wort vonstatten. Gegenüber ging eine Frau um Ende Siebzig an einer Stange entlang, hin und her, immer hin und her, Knieprothese. Sie sah niemanden an, Blick starr geradeaus. Ob sie „echt“ war?

    Meine Sitznachbarin hatte ebenfalls eine Lampe im Genick. Nach etwa einer weiteren Viertelstunde
    kam ich an die Reihe. Ich sollte bitte aufstehen und mir die Jeans runterziehen. Also, äh - bis unter die Hüfte. Bitte. Gut, mit sowas habe ich kein Problem, auch wenn es netter wäre, wenn man vielleicht alleine wäre. „Was wird das denn?“ fragte ich „Reizstrom?“ „Genau. Es wird den Schmerz lindern.“ (Ich habe keinen Schmerz, wenn ich sitze, nur wenn ich gehe. Hier saß ich aber) Der Mann klebte mir Elektroden auf Stellen, die NIEMALS wehtun. Nach meiner Korrektur klebten die Pads wieder nicht korrekt, aber egal. Es pritzelte so 30 Minuten lang sinnlos vor sich hin, dann stellte sich die Zeituhr ab. Die Frau neben mir hatte sich ihre Pads schon selbst abgenommen und die Kabel sorgfältig aufgewickelt. Sie sah mich streng an. Ich folgte ihrem Beispiel.

    Der finster blickende Patient saß in unserer Nähe, ebenfalls vor einem Rotlicht. Er blies durch die Nase und verdrehte die Augen zornig nach oben. Das konnte ich allmählich nachvollziehen und beschloss nun einmal nachzufragen, was denn eigentlich an therapeutischen Massnahmen geplant war.
    Ich ging zu dem Pfleger und sagte: „Ich bin jetzt seit ungefähr 2 Stunden hier und alles, was passiert ist, war ein bisschen Prickeln an der falschen Stelle am Bein. Ich weiß, dass man mit nur zwei Händen nicht 8 Patienten gleichzeitig behandeln kann, aber bitte sag mir, was ist der Plan bei mir? Was soll geschehen? Was, wie oft, wann und warum?“ Er lächelte wie ein gequälter Welpe, das tat mir ungeheuer leid, aber schließlich muss ich ja für alles bezahlen und an diesem Tag hatte ich noch 10 € für 2x Taxi, den Sprit für mein Auto und den Parkplatz gelöhnt und 4 Stunden Arbeit versäumt.
    Ich erfuhr dass ich neben dem „Reizstrom“ auch noch „Rotlicht“ bekäme und ab und zu wäre evtl. eine Bein-Massage geplant. Es würde eben von der Versicherung nicht mehr bezahlt, ich sollte doch mit der Agentur sprechen.
    Das werde ich ganz sicher auch tun, denn dieser arme Mann kann nicht mehr als arbeiten, was man ihm anschafft, aber diese „Therapie“ ist komplett für den A*****, Verzeihung. Reizstrom im Fall einer „Knochen auf Knochen“- Situation ist lächerlich, genauso wie Medikamente (von denen ich kiloweise verschrieben bekommen hätte !) und Rotlicht kann man sich selbst kaufen. Dazu muss man nicht stundenlang unterwegs sein und viel Geld ausgeben.
    Es gibt Massagen,die verbessern, oh ja, ich habe das wohl erlebt, doch die Leute, die so etwas KÖNNEN, sind nicht an die Kassen angeschlossen und haben ihre Praxen weit weg, zumindest von Candelaria.

    Muss wahrscheinlich nicht mehr erwähnen, dass ich keine Lust mehr auf weitere physiotherapeutische Experimente habe. Und wenn ich so die Gesichter dieser Leidensgenossen in dem Therapieschuppen erinnere, ging es ihnen genauso. Es sagte nur keiner was. Und das ist der Fehler. Wir finanzieren schließlich mit unseren Beiträgen die Kassen und werden behandelt wie dämliche Schafe, die froh sein müssen, wenn man sie schert ! Verdammt !

  26. Nach oben    #19
    Avatar von Rainer
    52 Jahre alt
    619 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    157

    Teneriffa / Deutschland

    Auch wenn es nicht zum Thema gehört, sollten diejenigen, die schon Jahrzehnte auf Teneriffa leben bei aller Kritik am hiesigen Gesundheitswesen auch die schlechter werdende Situation in Deutschland nicht außer Acht lassen. Für Kassenpatienten ist es nämlich auch da häufig unmöglich Facharzttermine binnen Monaten zu bekommen und das aktuelle Abrechnungssystem für die Kliniken (Stichwort: Fallpauschale) führt auch zu immer mehr Missständen in der Versorgung bzw. medizinischen Qualität.

  27. Nach oben    #20
    Avatar von kawialbatros
    aus Das schöne Westfalen
    84 Beiträge seit 01/2013
    Gracias
    1

    ärztliche versorgung, wie sind denn im einzelnen die erfahrungen damit hier .

    Welche guten oder schlechten Erfahrungen wurden denn schon mal hier auf der Insel Teneriffa Süd und Nord gemacht mit der Medizinischen Versorgung, speziell und allgemein ?
    Gute, schlechte, über den Tisch gezogen, Soforthilfe ,annehmbare ,oder ist es ein zu heißes Eisen ?


    kawialbatros

  28. Nach oben    #21
    Avatar von Platano
    aus Teneriffa
    2.386 Beiträge seit 07/2013
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    217
    Im vergangenen Jahr erlitt ich auf der Insel einen Herzinfarkt. Der hinzugezogene Notarzt überwies mich in das Universität Spital in La Laguna in die Herzchirurgie.
    Was ich dort in der Behandlung erleben musste war eine Katastrophe so eine schlechte Behandlung hatte ich in meinem Leben noch nie in einem Spital erfahren. Auf Details möchte ich hier nicht eingehen.
    Ich hoffe das ich nie mehr dort hin muss.
    Beim Austritt erhielt ich Medikamente verordnet die schon gemäss Beipackzettel eher den Gesundheitszustand verschlechtern (üble Nebenwirkungen) statt verbessern.

  29. Nach oben    #22
    Avatar von bahala na
    aus Chayofa / Oberfranken
    192 Beiträge seit 06/2012
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    18
    Das was Platano schreibt kann ich nicht bestätigen .
    Nach Infarkt vom Mochon dierekt in die Uniklinik mit bester Versorgung 4 Tage Intensiv 4 Tage normal .
    Nach 3Monaten Untersuchung in D. Kommentar des Cardiologen : es hätte nicht besser gemacht werden können .
    Die gleichen Medikamente wurden mir auch in D. verschrieben .

  30. bahala na´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  31. Nach oben    #23
    Avatar von Platano
    aus Teneriffa
    2.386 Beiträge seit 07/2013
    Gracias
    217
    @bahala na
    Dies freut mich für Dich, vielleicht hast Du Glück gehabt mit den Ärzten und dem Personal, sind ja schließlich auch nur Menschen.

  32. Nach oben    #24
    Avatar von Tomy0864
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    2 Beiträge seit 01/2017
    Gracias
    1

    PdlA

    Hallo,
    bin neu und lese mich gerade schlau.
    Hätte ich gewusst, dass ich am 30.12. einen Herzinfarkt bekomme, hätte ich bestimmt schon vorher mitgelesen. :-)

    Ich komme aus dem Rettungsdienst in Deutschland und war am Morgen des 30.12. über das ganze medizinische System auf TF sehr erstaunt.
    Nachdem ich mein Hotel dazu bewegen konnte, per Notruf einen Notarzt! zu bestellen, kam ein Krankenwagen mit 2 Hiwis, messten mein Blutdruck, nahmen die übersetzten Angaben von mir nicht wirklich wahr und brachten mich ins Hospiten SUR.
    Das war wie Krankentransport in den 60er Jahren.
    Im Krankenhaus wurde nix gemacht, da mein Versicherungsstatus nicht klar war. Ich lag also gut 30 min. dumm herum. Mir wurde angeboten, eine Erstbehandlung durchzuführen und mich dann nach Santa Cruz in ein staatliches Hospital verlegen zu lassen.
    Trotz meiner Ansage, dass ich in der Medizin arbeite und akut einen Re-Infarkt hätte, wurde erst mit der Behandlung begonnen, als meine Frau eine Deckungszusage meiner Auslandskrankenversicherung vorlegte.
    Der dann gesetzte Stent wurde von Chef der Kardiologie mit Unterstützung eines sporadisch anwesenden "Mitarbeiters" gelegt. Das ganze auch nach einem Standard, der in D bis 2012 üblich war.
    Auf der "Intensiv"Station ging es zu, wie auf einem Bahnhof und es war genauso kalt. Nicht nur, dass ich mir eine heftige Erkältung zuzog, durch die ständig an meinem Bett vorbeigehenden Personen, die laut sprechende Unterhaltungen führten, kam ich kaum zum Schlafen.

    Ich liebe die Insel und bin mit Familie seit 2005 jedes Jahr über Weihnachten/Silvester unten. Das werden wir nun nicht mehr machen.

    Das Bild zeigt meinen Blick aus dem Bett. Die Kartons gegenüber waren hier gerade recht wenig.

    Viele Grüße
    Thomas
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken IMG_2842.jpg  

  33. Tomy0864´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  34. Nach oben    #25
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    Avatar von Kanarienvogel
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    320 Beiträge seit 05/2013
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    83
    Hospiten ist aber auch echt nicht die beste Adresse für Herzpatienten...

  35. Nach oben    #26
    Avatar von Tomy0864
    aus Südniedersachsen
    2 Beiträge seit 01/2017
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    1
    Zitat Zitat von Kanarienvogel Beitrag anzeigen
    Hospiten ist aber auch echt nicht die beste Adresse für Herzpatienten...
    Jo, aber was macht man, wenn man sich nicht auskennt und der Krankenwagen dahin fährt🤕

  36. Nach oben    #27
    Avatar von Platano
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    217
    Kanarienvogel lässt sich mit dem Krankenwagen in ein Krankenhaus in BW fahren. Anders ist es wenn er wieder hier auf TF lebt.

  37. Nach oben    #28
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    Avatar von Kanarienvogel
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    83
    Dann lass ich mich in das HUC nach La Laguna fahren.

    Lass das trollen.

  38. Nach oben    #29
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    Avatar von Kanarienvogel
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    320 Beiträge seit 05/2013
    Gracias
    83
    Wer sich nicht auskennt oder die Sprache nicht ausreichend spricht, ist hier klar im Nachteil. Es gibt zwar spezielle Notarztwagen für Herzpatienten, aber wenn der Mann beim Notruf das nicht schnallt, dann kommt nur ein Krankenwagen. Die Leute sind da nur Fahrer und dürfen weniger als ein deutscher Ersthelfer.

    Tipp 1: Immer selbst die 110 rufen; die sprechen auch Deutsch.
    Tipp 2: Hipot CNV heißt eine App, mit der man sich beim Arzt verständlich machen kann.

  39. Nach oben    #30
    Avatar von Platano
    aus Teneriffa
    2.386 Beiträge seit 07/2013
    Gracias
    217
    Meine Frau spricht perfekt spanisch und kommt aus dem medizinbereich, somit war sie in der Lage den Notruf richtig zu informieren.

  40. Nach oben    #31
    Avatar von kawialbatros
    aus Das schöne Westfalen
    84 Beiträge seit 01/2013
    Gracias
    1

    infarkte

    Leider lassen sich viele Dinge einfach nicht voraussagen und dann ,so denke ich, ist das Sprachproblem für die Patienten eine große Hürde, leider ist es so.
    Alt werden darfst du hier aber bitte nicht krank.
    Unsere Erfahrungen sind ,verglichen mit anderen Staaten in der Welt ,ganz akzeptabel; wenn auch nicht 1. Klasse, obwohl stets die Kosten dann weit darüber liegen hier und auch in keinem Verhältnis zu Sorge dann stehen. Wenn es ganz ernst wird in den Flieger und ab nach Deutschland nach der Erstversorgung.


    kwailbatros

  41. Nach oben    #32
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    Avatar von Andreas Müller
    55 Jahre alt
    aus Adeje
    67 Beiträge seit 05/2012
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    21
    Mich verwundern die hier getätigten Aussagen nicht besonders. Im grossen und ganzen mag das wohl an der Mentalität liegen, die einem ein ganzes Leben lang anerzogen wurde.

    Ich habe, wie einige wissen, ja auch meinen Herzinfarkt im Juni 2015 gehabt. Morgends um 3:00 in Adeje, alleine zuhause. Der über 110 herbeigerufene Rettungswagen hat mich Erstversorgt und schnell in die Klinik Hospiten ( grüne Klinik ) gebracht, wo mir gleich am folgenden Morgen 3 Stents gesetzt worden sind. Und dies von wahren Spezialisten die über die Landesgrenzen bekannt sind, auf diesem Gebiet!

    Was die meisten von euch beunruhigt , wenn man ehrlich ist, ist doch nur die Tatsache, das Ihr weder Mentalität noch Sprache verinnerlicht habt.

    Deutschland ist schon lange nicht mehr das was es mal war, wie wir selbst in Spanien deutlich über die Medien mitbekommen. Ich lebe nun 28 Jahre hier, meine Kinder sind hier zur Welt bekommen und ich bin alleine dadurch, Kontakt der sich zwangsweise mit anderen Eltern ergeben hat etc. komplett intigriert. Wir leben hier nicht etwa hinter dem Berg! Menschen hier werden genauso Krank wie in Deutschland und die Sterblichkeitsrate ist nicht etwa höher.

    Wir leben hier in einer Region die einen sehr hohen Anteil an Menschen mit hohem Einkommen oder Besitz hat. Das bedeutet zwangsläufig das sich hier auch entsprechend qualifiziertes Medizinisches Personal und Versorgung befindet.

    Allen die das gleiche Schicksal wie mir wiederfahren ist, wünsche ich eine gute Besserung. Seit froh das Ihr nochmal weiter leben dürft und fangt vielleicht mal an das ganze Leben ein bisschen lockerer und entspannter zu sehen.

  42. Andreas Müller´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  43. Nach oben    #33
    abgemeldet
    48 Beiträge seit 01/2017
    Gracias
    21

    Medizinische Versorgung auf Teneriffa

    Habe keine Erfahrung mit Medizinische Versorgung auf Teneriffa kann es auch nicht bewerten aber wenn man die Erfahrungen die ich gelesen habe, macht mich sehr große Angst!
    "Männer können auch Angst haben"!

    Bin kein Arzt spreche aus meine Seite als ehemaliger Patient der paar mal im Notfall gewesen bin:
    1.Beim einem medizinischer Notfall kann man als Patient nicht "auswählen" wo man hingefahren wird.Es zählen jede Sekunde.Darum heißt es Notfall!
    2.Das es in einem Notfall ob es in einem Privat Klinik ( Hospiten etc.) oder in einem staatlicher Klink/Krankenhaus erst die Status des Patienten ( ob er und wie er/sie versichert ist ) und dann Ihm Behandelt wird - darf sich keine Klink nennen sondern :
    Geschäft mit Leben vom Menschen die durch das nicht schnelles handel/behandeln das Leben vom einem Mensch und deren Familie zerstören kannst und so "Ein Geschäft " sollte geschlossen/verboten werden !
    Ein Arzt muss in im Notfall das Leben des Patienten in erste stelle,stellen und dann die Versicherung/Euro !
    Klar ist das eine Klink muss wie ein Firma ( mit Gewinn ) funktionieren aber immer ist das Leben am erste stelle des Menschen.
    Wie können sich solche Ärzten die so handeln Ärzten nennen und nachts keine Albträume haben ?
    Überall in der EUROPA gibt es gute und schlechte Sachen aber so eine Art der Behandlung habe niemals gehört!

    Gut das Sie nicht alleine sind,kenne auch anders .Das Ihre Familie bei Ihnen ist.das ist auch sehr wichtig für Ihre Genesung
    Ich möchte Ihnen ganz viel kraft schenken und wünsche das Sie gesund werden.
    Bleiben Sie stark!

    Gruß,
    BlumeN


  44. BlumeN´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


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