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Thema: Unsere 1. Wahl ;)

  1. #1

    Unsere 1. Wahl ;)

    hallo liebe freunde der kanaren! wir sind eine junge familie und wollen unseren lebensschwerpunkt nach teneriffa verlegen. unser sohn ist nun 14 wochen alt und für wollen es/alles gut im voraus planen.
    ich möchte weiterhin als sprech-, stimm-, und sprechverhaltenstherapeut arbeiten (ich bin atem-, sprech- und stimmlehrer) hier in deutschland arbeite ich seit 2008 in eigener logopädischen praxis. meine schwerpunkte sind alle sprechauffälligkeiten wie das polternde und stotternde sprechen. aber auch neurologische störungsbilder sind mir vertraut.
    ich bin in deutschland geboren, spreche gutes spanisch und englisch.
    meine frau ist cubanerin und arbeitete dort als ökonomin ,möchte aber gern in die kindererziehung (kita) wechseln.
    mein therapeutisches konzept möchte ich gern im ganz großen auch für alle spanierInnen anbieten, welche sich durch ihre unflüssige sprechweise (stottern) in ihrer kommunikation beeinträchtigt fühlen. hierfür werde ich direkt an den unis spaniens werben. ich gehe davon aus, dass diese "sprech-veraltenstherapie" sehr wahrscheinlich aus eigener tasche bezahlt werden muss (so war es auch viele jahre hier in deutschland) ... Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass es einige deutsche (urlauber, auswanderer oder zwischen-umsiedler, mit verschiedenen logopädischen "problemen") geben wird, welche vorort logopädische therapie in deutscher sprache suchen. so kann ich meine intensiven sprechtherapiewochen und auch ambulante therapie verteilt anbieten - ist das eine fragwürdige illusion?
    gern würde ich mich auch mit kompetenten partnern zusammentun... im hintergrund sind wir mit einigen universitäten in verbindung um unsere arbeit evaluieren zu lassen.
    bisher habe ich keine wirklichen ansprechpartner gefunden - außer eine große assoziation stotternd sprechender menschen.
    Wer kann mir hier (über dieses forum) gute hinweise, ratschläge oder tips anbieten.
    wir freuen uns über alle nachrichten
    hasta pronto rené

  2. Nach oben    #2
    Avatar von Zauberin60
    aus Guargacho
    337 Beiträge seit 06/2017
    Gracias
    36
    Ich weiß nicht, ob euch das hilft.
    In Medano gibt es seit knapp einem Jahr ein jüngeres Ärztepaar mit glaub 5 Kindern allen Alters.
    Ich glaube, die beiden können euch viel von den Anfangsschwierigkeiten hier erzählen, besonders mit Krankenkassen.
    In einem Forum habe ich sie nicht gesehen, aber glaub auf FB.

    Gemeinschaftspraxis El Medano
    Praxis.elmedano@gmail.com
    Telefon 0034 922 177 527
    Mobil 0034 697 616 736

    Stefanie Liffler-Bennewitz FA Allgemeinmedizin Dennis Bennewitz FA Neurologie / Psychiatrie



    Gefunden hab ich noch dies:
    https://www.facebook.com/logopediatenerife

    http://www.logopediatenerife.com/

    Und am Besten mal hier durchsehen.
    https://www.paginasamarillas.es/a/logopedas/tenerife/

    Ich weiß natürlich nicht, ob das genügend Praxen sind und ob privat abgerechnet wird.
    Da ihr euch ja verständigen könnt, würde ich mich an eurer Stelle mal wegen Wartezeiten und Abrechnung direkt telefonisch an die Praxen wenden.
    Und mal die Standorte einzeichnen.
    Santa Cruz/La Laguna scheint gut belegt zu sein.


  3. Nach oben    #3
    Avatar von pegeko
    aus Nordküste
    50 Beiträge seit 09/2017
    Gracias
    20
    Hallo an die junge Familie,

    das wird extrem schwierig werden.

    Logopädie ist in Spanien ein Studienfach an der Universität, das gut belegt wird.
    Es herrscht ein Überangebot an sehr gut ausgebildeten Spaniern in diesem Bereich.

    Dazu kommt, das die Seguridad Social eigene Logopäden beschäftigt. Da bekommt man aber erst nach Bestehen der Oposiciones und endlosen Wartelisten eine Anstellung.

    Im Grunde sehe ich nur eine Selbständigkeit als realistisch an. An Praxen herrscht aber kein Mangel auf unserer Insel.

    Und wer von den Canarios geht zu einem deutschen Logopäden - das ist einfach utopisch
    Wenn in einer kanarischen Familie ein Logopäde ist, dann gehen ALLE aus dem Familien-Clan selbstverständlich zu dem, dazu alle Bekannten und Freunde.............und wenn nicht, gibts Ärger.
    Wenn deine Frau aus Cuba ist, wid sie dir das bestätigen, die Mentalität ist der Kanarischen ähnlich

  4. Nach oben    #4
    toll! herzlichen dank

  5. Nach oben    #5
    >>>Im Grunde sehe ich nur eine Selbständigkeit als realistisch an. An Praxen herrscht aber kein Mangel auf unserer Insel.<<<
    Danke euch! Das hier heißt: Logo-Praxen gibt es genug ?!?
    Meine Idee ist, dass ich direkt wegen aller Redeflussauffälligkeiten an den UNIs werbe. Von der erwähnten Assoziation habe ich erfahren, dass einige Regionen (eben auch die Kanaren) definitiv mit Spezielisten (es ist wie in Deutschland, wenn man alle Störungsbilder annimmt, kann man nicht erstklassig in allen Arbeiten ...) "unterbelichtet" seien ...

  6. Nach oben    #6

    Logopädie in deutscher und spanischer Sprache

    Hier möchte ich kurz noch einmal, und ich hoffe besser, beschreiben, wie ich mir die gesamte Arbeit vorstelle:
    Ich möchte "intensive Sprech- und Stimmtherapie" für Gruppen (Teilnehmer bis 10 Klienten) anbieten. Alle diese Teilnehmer haben (oder empfinden) eine eindeutige Einschränkung in ihrer Kommunikation aufgrund ihres stotternden oder polternden Sprechens ... Dieses Sprechverhaltenstherapeutische Konzept wird für Patienten/Klienten ab 13/14 Jahren angeboten. (In Spanien werde ich jedoch dierekt an den UNIs für die Gruppentherapie werben und Patienten/Klienten akquirieren.)

    Und auf der Insel dachte ich, gäbe es ggf. noch einige deutsche "Urlauber o.ä." welche dort und vorort logopädisch behandelt werden wollen ....
    Unrealistisch?

    Gruss René

  7. Nach oben    #7
    Avatar von pegeko
    aus Nordküste
    50 Beiträge seit 09/2017
    Gracias
    20
    da Du wahrscheinlich das Ziel hast, mit deiner Tätigkeit Geld zu verdienen und nicht aus reiner Menschenliebe arbeitest, kannst du Dir doch deinen "Markt" leicht ausrechnen...wer bleibt denn als zahlender Kunde übrig?

    Seguridad Social hat eigene Logopäden angestellt - die Behandlung ist somit für alle gratis - somit kommen nur Patienten in Frage, die zusätzlich eine private Versicherung haben ( die Du dann akzeptieren musst) oder die bar bezahlen...wieviel davon haben ein "Sprachproblem"...??? Wer vertraut einem Ausländer der, nehme ich jetzt mal an, ein Godo Spanisch mit Akzent spricht, sein Sprachproblem an ???

    Bei einem durchschnittlichem Einkommen von um die 1000 Euro, was glaubst Du, wer kann sich eine Behandlung überhaupt leisten?
    Du musst Kredite und Ratenzahlung anbieten.

    Die Universität ULL sowie die von Las Palmas kenne ich sehr sehr gut - niemand sagt es Dir (am Anfang) direkt ins Gesicht (mit der Zeit aber schon!) es herrscht in weiten Kreisen die Einstellung: " was treibt der Typ hier und nimmt unseren Leuten die Arbeit/den Studienplatz weg? Kann der nicht in seinem reichen Land bleiben, wo Arbeitskräftemangel herrscht? Unsere Kinder müssen ihr Land verlassen und auswandern um zu überleben. Da engagiert sich, wenns ernst wird, niemand für dich.

    Mir wurde als Mutter einer Abiturientin vom Direktor des Institutos in einer Sprechstunde gesagt, dass meine ( auf TF geborene und Deutsch mit Akzent sprechende, kein Deutsch schreibende) Tochter doch bitte in Dland Medizin studieren solle, da es hier nur 100 Studienplätze gäbe und die für die EInheimischen reserviert sein sollten - Ihre Noten wurden regelmässig, mit aller Macht nach unten korrigiert, sodass sie sogar die Schulinspektion ihre Arbeiten hat nachkorrigieren lassen müssen. Das war natürlich sehr unangenehm für ein 16/17 jähriges Mädchen

    Theorie alles schön und gut, die Praxis ist was anderes...

  8. Nach oben    #8
    liebe pegeko, vielen dank für deine sehr ehrlichen auch konstruktiven gedanken ...
    mir wurde gesagt (assoziacion tartamudo) dass es einfach nur sehr wenige spezialisten gäbe ... und in einer UNI wie sevilla, gäbe es potentiell 700 betroffenen Studenten! Es sprechen weltweit immer über ein Prozent stotternd oder/und polternd und diese Menschen fühlen sich sehr sehr häufg furchtbar gehandicapt: meist haben all diese Menschen schon unzählige Logopädiestunden in ihrem Leben absolviert - aber leider ohne spürbaren oder hörbaren Erfolg. Ich habe hier in den letzten 25 Jahren genau diese Schilderungen erhalten... Über 2500 KlientenInnen habe ich betreut und behandelt. (Warum will ich überhaupt nach ES? könnte mann fragen. Ich habe unzählige Fuss OP hinter mir. Ich muss in spürbar wärmere Klimazonen. Und ES ist halt noch EU und ich kann ggf. hier und dort meiner Arbeit nachgehen (aber lieber dort )

    ... aber vielleicht klammere ich mich einfach nur an einen Strohhalm ... sonstige Erklärungen von dir sind klar nachvollziebar ;( ...

  9. Nach oben    #9
    Avatar von pegeko
    aus Nordküste
    50 Beiträge seit 09/2017
    Gracias
    20
    mein Geschreibsel kommt vielleicht ziemlich desmotivierend rüber aber es ist leider die harte Realität.

    Ich habe hier schon so viele nette Familien kommen und zerbrochen wieder nach Deutschland/Österreich zurückgehen sehen. Da waren auch Ärzte dabei, die dachten, sie könnten hier erfolgreich eine Praxis eröffnen,

    Ich identifiziere mich auch ein wenig mit Euch, da unser kleiner Sohn 3 Monate alt war als wir hier nach TF ausgewandert sind

    Wirklich das einzige, was ich mir finanziell lohnend vorstellen könnte, wäre, dass Du eine Art "Therapiereisen" anbieten würdest - also Kundenaquise in D,AU und CH und die Therapie mit einem Urlaub auf der Insel verbinden würdest.

    Daneben könntest Du langsam eine Privatpraxis aufbauen.
    Ich mag nix negatives mehr schreiben - Hauptsache, Ihr seid Euch bewusst, worauf Ihr Euch einlasst.

    Ganz viel Glück

  10. Nach oben    #10
    ah ... vielen Dank erneut hast du auf unsere Seite www.sprechreisen.de geschaut? Dort haben wir ähnliches für D. angeboten. Leider wurde uns unser oldtimer Reisebus gestohlen ...

  11. Nach oben    #11

    aus Bad Säckingen
    6 Beiträge seit 01/2017
    Gracias
    1
    Hallo Bollemann

    Das tut mir sehr leid, dass der Bus weg ist. Ich hoffe Ihr findet eine Lösung. Schönes und herzliches Foto von euch. Ich wollte zu Eurer Auswanderung nur sagen, dass Ihr nicht alle Zelte in Deutschland abbrechen solltet. Ich will damit sagen eine Auswanderung auf "Probe" also erst einmal auf eine bestimmte Zeit würde ich doch als 1. empfehlen. So habt Ihr dann keinen Druck und könnt die 2 Möglichkeiten (leben in DE oder Kanaren) ganz realistisch in einer Liste Plus und Minus gegenüber stellen. Ihr habt ja auch ein KIND, daher bitte vorab sich über das Spanische Gesundheitssystem gut zu informieren, es ist nicht so wie in Deutschland. Meine Gestoria (Unterstützung für die Einwanderung) zum Bsp. fliegt immer nach Deutschland und lässt Ihre Kinder dort operieren. (sie ist über 10 Jahren hier und spricht 4 Sprachen perfekt Spanisch).

    Versteht mich Richtig, ich möchte Euch das Auswandern nicht ausreden, dass ist eine gute Idee, aber als Familie ist finanzielle und gesundheitliche Sicherheit und die möglichen Schul- Berufsausbildungen der Kinder das wichtigste. Informiert Euch bitte daher sehr gut, auch beim Arbeitsamt (Krankenkasse Steuerberater Rente) da Du ja dann als Arbeitsloser (nach meiner Meinung) auf die Kanaren kommst.

    Ich drücke Euch und wünsche viel Kraft
    Liebe Grüße aus Teneriffa
    Colt (Freddy)

  12. Nach oben    #12
    hey colt, vielen dank für deine infos und hinweise - wir saugen alles auf ... wir wollen es auch so ähnlich angehen: sehr wahrscheinlich wohnung und praxis hier noch erhalten und dort langsam beginnen und aufbauen ... wir hatten auch gedacht (wenn es zum beispiel gar keine potenziellen deutsche patienten gibt), dass wir uns die region alicante einmal anschauen müssen .... vom festland ginge es jedenfalls schneller nach D. ... in jedem fall suche ich mein standbein in der o. beschriebenen sprechtherapie ...
    herzlichen danke für deine wünsche und grüße
    es ist sehr angenehm hier sich mit euch austauschen zu können


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