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Thema: Riesige Bauruine bei Añaza

  1. #1

    3 Beiträge seit 04/2016

    Riesige Bauruine bei Añaza

    Ich war heute in Añaza mal weiter unten und habe dieses riesige Gebäude entdeckt, was offenbar noch nicht fertigstellt ist. Was sollte das werden und warum wird das nicht fertiggebaut?
    Weiss da jemand mehr?

  2. Nach oben    #2
    Descansa en paz Avatar von Zauberin60
    aus Guargacho
    327 Beiträge seit 06/2017
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    48
    Das Monster von Acoran sollte mal ein Hotel werden. Warum es nicht fertig wurde, weiß wohl niemand. Steht schon ewig so da, weil Abriss zu teuer.


  3. Nach oben    #3
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    3.144 Beiträge seit 11/2010
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    1.453
    Das Gebäude wurde ab 1973 von deutschen Investoren errichtet, die wohl keine ausreichenden Finanzmittel und Genehmigungen hatten. Aber es gab wohl eine Konzession für die Teneriffa Ferienanlagen GmbH & Co. Treuhand- und Verwaltungs-KG, die ein 22-stöckiges Hotel mit 741 Apartments vorsah. Irgendwas lief da schief und die über 600 überwiegend deutschen Miteigentümer sind enttäuscht worden. Jedenfalls sind die Bauherren 1975 plötzlich abgehauen und ohne Gehälterbezahlung an die Bauarbeiter untergetaucht.

    Seither versuchte man das hässliche Ding fertigzustellen bzw. dafür Investoren zu finden. Das war Jahrzehnte lang schwer möglich wegen der ungeklärten Eigentumsfrage aber seit es defacto in der Küstenschutzzone liegt und eine zunehmende Gefahr von der Ruine ausgeht, kommt nur noch ein Abriss in Frage.

    https://x.com/ocr_canarias/status/956864974072303617

    Die zuständige Gemeinde hat aber das Geld nicht und versucht die Kosten den Nachkommen der damaligen Investoren aufzuerlegen. Bislang konnte man sie aber noch nicht ausfindig machen. Und so wird die Bauruine wohl noch eine Weile die Landschaft verschandeln.

  4. Nach oben    #4
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    3.144 Beiträge seit 11/2010
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    1.453
    Anfang des Jahres hat die Kanarische Regierung 2,5 Millionen Euro für den Abriss bewilligt...

    https://x.com/laradiocanaria/status/1876675911006716263

    Die Regierungspräsidentin verkündete nun auf X, dass man einen weiteren Schritt geschafft habe, diesen Schandfleck zu entfernen...

    https://x.com/rdavmam/status/1945519696549187752

    Dem Stadtrat von Santa Cruz wurde nun ein weiterer Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro für die Enteignung des Grundstücks bewilligt, auf dem sich das verlassene Gebäude befindet. Ein notwendiger Schritt, um beim Abriss und bei der Wiederherstellung der Landschaft der Küstenumwelt voranzukommen. Der Stadtrat von Santa Cruz plant, die Enteignung voranzutreiben und danach die Abrissarbeiten auszuschreiben...

    https://x.com/CabildoTenerife/status...67890221605285
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Edificio-de-Anaza.jpg  

  5. Nach oben    #5
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    3.144 Beiträge seit 11/2010
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    1.453
    Und wieder ein tragischer Unfall...

    https://x.com/RTVCes/status/1996880476879962332

    Vielleicht wegen dieser vor drei Wochen auf Instagram veröffentlichten Angeberei...

    https://x.com/victorhugopi/status/1978341721361559624

  6. Nach oben    #6
     Unterstützer/in Avatar von Armin P.
    aus Kaufbeuren
    777 Beiträge seit 12/2018
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    213
    Die Angeberei hätte nie stattfinden können wenn die Ruine ORDENTLICH gesichert wäre. Auch das Mädel wäre noch am Leben. Es ist eine unsägliche Schlamperei die dort herrscht.

  7. Nach oben    #7
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    3.144 Beiträge seit 11/2010
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    1.453
    Zitat Zitat von Armin P. Beitrag anzeigen
    Die Angeberei hätte nie stattfinden können wenn die Ruine ORDENTLICH gesichert wäre. Auch das Mädel wäre noch am Leben. Es ist eine unsägliche Schlamperei die dort herrscht.
    Nachdem sich vor zwei Wochen ein Jugendlicher dort das Leben nehmen wollte...

    https://x.com/RTVCes/status/2078113386890477922

    ...wird die Ruine nun nochmals besser gegen Eindringen abgesichert, während die formale Enteignung fortschreitet und der Abriss in Aussicht steht...

    https://x.com/RTVCes/status/2082842632955310566

  8. Nach oben    #8
    Avatar von ThomasHerzog
    62 Jahre alt
    aus El Sauzal + Hanau
    243 Beiträge seit 12/2015
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    Klassisches Beispiel für die Unfähigkeit der Politik und Verwaltung, weil schon Jahrzehnte lang klar ist, dass dieser Bau abgerissen werden muss. Eigentümer ist eine Firma die Pleite ist und keinerlei Haftung für die Ruine übernehmen kann. Die ev. irgendwann mal vorhandene stabile Struktur gibt es schon lange nicht mehr. Die Bauvorschriften haben sich sowieso geändert, so dass eine Fertigstellung unmöglich ist. Ergo, der Staat bzw. die Gemeinde muss das Teil auf eigene Kosten abreißen. Je länger das hinausgezögert wird um so teurer wird das. Die Politik und Verwaltung ist seit Jahrzehnten damit beschäftigt Ausreden zu erfinden, warum das nicht sofort passiert. Es wird versucht die Kosten auf die nächste Legislaturperiode zu verschieben. Im Baurecht mangelt es für die Baubehörden an zwingenden Fristen.

    Dasselbe Spiel hat man in der Ruine in La Matanza. Das zeigt woran es in Politik und Verwaltung mangelt: haftungsrechtliche Verantwortung. Würde die Verwaltung und die Politiker straf- und zivilrechtlich für die Mehrkosten und Folgen ihrer Unfähigkeit zur Verantwortung gezogen werden, würden sie schnell entscheiden. Aber so spielt man Beamtenmikado: Wer sich zuerst bewegt (entscheidet) hat verloren. In diesem Sinne werden beide Ruinen uns wohl noch sehr lange erhalten bleiben.

  9. ThomasHerzog´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  10. Nach oben    #9

    210 Beiträge seit 04/2021
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    Lauf doch nur mal durch die Wohngebiete in den Städten. Überall kleine Häuschen mit teilweise ursprünglich mal ansehnlicher Fassade. Mittlerweile im totalen Zerfall, mit Netzen und Polizei-Zaun abgesichert.
    Eigentümer ermitteln teilweise unmöglich, Erben irgendwo verzogen und wissen ggf. nichtmal von dessen Existenz.

    Hier muss es nach einer gewissen angemessenen Frist eine Enteignung geben und wenn es sein muss mit einer Entschädigung in einem Fond, falls die unbekannten Erben nach Jahren doch noch irgendwo auftauchen.

  11. Nach oben    #10
    Avatar von ThomasHerzog
    62 Jahre alt
    aus El Sauzal + Hanau
    243 Beiträge seit 12/2015
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    143
    Das Problem muss nicht mal sein, dass Erben nicht ermittelt werden. Das Problem besteht schon durch das Erbe an sich. Bis das abgewickelt ist, kann der Erbe an sich wenig machen - weder eine Baugenehmigung beantragen noch verkaufen. Da malen die Mühlen der Justiz extrem langsam.
    Wir haben hier in der Nachbarschaft den Fall, dass die Behörde versucht, penetrant Post an die Erben, die in Deutschland sitzen, an die hiesige Adresse zuzustellen - aber nicht mal die ist richtig, da sich die Strassennahmen und Hausnummern vor 20 Jahren mal geändert haben und sie ihre Unterlagen nicht entsprechend angepasst haben. Wenn die zu blöd sind, die Post an die richtige Adresse zuzuschicken, dann verzögert sich die Erbangelegenheit um Jahre. Also kann ein potentieller Interessent weder Eigentum erwerben noch renovieren (außer er macht es schwarz).
    Wenn dann nach Jahren endlich das Erbe abgewickelt ist, beginnt das nächste Drama mit der Renovierung. Baugenehmigungen dauern Jahre. Bis dahin kostet das Objekt nur Geld und man muss Angst wegen der Ocupanten haben. Von Bauschäden die durch die ungenutzte Zeit entstehen und der Kostensteigerung ganz zu schweigen.
    Der Verfall ist so von staatlicher Seite vorprogrammiert. Das ist eine Katastrophe für jeden Erben. Der Staat hat nur Interesse an Erbeschaftsteuer und Kohle für die Baugenehmigung.
    Da diesbezüglich keine Besserung in Sicht ist, kann mir keiner weiß machen, dass ein Interesse besteht, die Wohnungsmisere zu beseitigen, denn hier wären einfache Hebel bestehende Immobilien dem Wohnungsmarkt zuzuführen.

    Dazu kommt noch ein überbordendes Mietrecht. Nur damit der Staat bloß keine Zuschüsse zu Mieten an sozial schwache zahlen muss. Da werden lieber Mietnomaden und Okupanten auf Kosten der Eigentümer geschützt. Alles hausgemachte Probleme die sich am Ende auf den Wohnungsmarkt auswirken. Da wird dann von politischer Seite über VV und Spekulaten gefabelt und so kann von dem eigenen Versagen abgelenkt werden.

  12. ThomasHerzog´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  13. Nach oben    #11

    63 Jahre alt
    77 Beiträge seit 12/2012
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    Zitat Zitat von ThomasHerzog Beitrag anzeigen
    Der Verfall ist so von staatlicher Seite vorprogrammiert. Das ist eine Katastrophe für jeden Erben. Der Staat hat nur Interesse an Erbeschaftsteuer und Kohle für die Baugenehmigung.
    Das ist nicht logisch. Verfall ist vorprogrammiert? Du sagst Ayuntamiento/Gemeinde/"Staat“ wollen sich an Erbschafts-/Grunderwerbssteuer + Baugenehmigung verdienen? Dass sich das widerspricht erkennst du?

  14. Nach oben    #12
     Unterstützer/in Avatar von MiLe
    61 Jahre alt
    aus Fasnia
    440 Beiträge seit 04/2022
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    175
    Zitat Zitat von mateo Beitrag anzeigen
    Das ist nicht logisch.
    Stimmt! Aber nur, wenn man den "Staat" als einheitlichen Organismus betrachtet, bei dem alle Beteiligten in die gleiche Richtung ziehen. Was aber bei verschiedenen Behörden und Bereichen nicht immer der Fall ist, siehe diverse Vorschriften, bei denen mann, um die eine zu erfüllen, eine andere verletzen muss.
    Grüße, Michael

  15. Nach oben    #13
    Avatar von ThomasHerzog
    62 Jahre alt
    aus El Sauzal + Hanau
    243 Beiträge seit 12/2015
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    143
    Zitat Zitat von mateo Beitrag anzeigen
    Das ist nicht logisch. Verfall ist vorprogrammiert? Du sagst Ayuntamiento/Gemeinde/"Staat“ wollen sich an Erbschafts-/Grunderwerbssteuer + Baugenehmigung verdienen? Dass sich das widerspricht erkennst du?
    Ich erkenne da keinen Widerspruch. Auf der einen Seite wird eine Immobilie zum Zeitpunkt des Erbes, also in dem es ev. noch halbwegs im Schuss war bewertet = Hoher Wert. Dann verfällt die Hütte und je länger eine Hütte verfällt, je größer der Schaden durch Leerstand und Okupanten und je mehr die Preise für Instandhaltung durch den Zeitverzug steigen, um so höher ist die Summe für Renovierung ergo für die Baugenehmigung, denn die ist abhängig von der Höhe der Baukosten. Also eine Loos-Loose-Situation für den Erben. Der Staat also das Bundesland verdient an der Erbschaftssteuer und die Gemeinde an der Baugenehmigung. Der Staat rechnet dann noch, dass sich mit der Zeit die Werte der Immobilien steigern, d.h. wird das Objekt dann nach Erbe und Instandsetzung Jahrre später verkauft, kann er alleine durch seine Trödellei nochmal mehr kassieren. Als "Schmankerl" können die Instandhaltungskosten nicht mal von der Gewinnsteuer abgesetzt werden - sind PP (persönliches Pech). Das erklärt wohl zur Gänze warum keine der Institutionen Interesse daran hat, die Verfahren zu beschleunigen - im Gegenteil.

  16. Nach oben    #14
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    3.144 Beiträge seit 11/2010
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    1.453
    Zitat Zitat von ThomasHerzog Beitrag anzeigen
    Das erklärt wohl zur Gänze warum keine der Institutionen Interesse daran hat, die Verfahren zu beschleunigen - im Gegenteil.
    Regierungskritik schön und gut aber ich glaube, da überschätzt du die beteiligten Institutionen. Was logisch klingt, muss nicht zwangsläufig zutreffend sein, weil Korrelation nicht gleich Kausalität ist. Wenn man alles damit erklären könnte, wem etwas nutzt, wäre die Welt zu einfach.

  17. Nach oben    #15
    Avatar von ThomasHerzog
    62 Jahre alt
    aus El Sauzal + Hanau
    243 Beiträge seit 12/2015
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    143
    Die Kritik bezieht sich nicht nur auf die spanische Regierung. Abgesehen von einigen Eigenheiten gibt es das Problem der Wohnungsnot und zu teuren Mieten für Menschen mit geringem Einkommen in vielen Staaten. Die Kritik bezieht sich dabei nicht nur auf die Regierung sondern die willfährige Presse die das Spiel mitmacht und den Menschen einredet, dass die Bösen Immobilieneigentümer Schuld an der Misere sind. Die Aufgabe als vierte Gewalt wird die Presse damit nicht gerecht. Sie macht sich vielmehr zum Sprachrohr der Politik. Das erinnert doch stark an die viel zierten Sozialmedia Blasen in denen Leute nur noch ihre Meinung wiedergespiegelt bekommen.

    Wenn man dann die Diskussionen um entsprechende Gesetze verfolgt, wird zumindest klar, dass sich die Beteiligten der zusätzlichen Einnahmen durchaus bewußt sind und diese in ihre Erwägungen einbeziehen. Gleiches Spiel gilt bei der Okupantenregelung. Fällt diese, müsste der spanische Staat für die Odachlosen Hilfe zum Wohnen zahlen. Angesichts leerer Staatskassen wird lieber der "reiche" Immobilieneigentümer belastet. Damit die Bevölkerungsgruppe der Okupanten nicht kriminalisiert werden, werden Gesetze wie Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Unterschlagung einfach außer Kraft gesetzt. Aktuell findet gerade wieder diese Diskussion statt. Da kann man es wunderbar mitverfolgen.
    Aber sicher hast Du recht, dass in der Gänze der Probleme und über alle Beteiligten kein kollosives Zusammenarbeiten stattfindet. Es ist nur so schön bequem und hat noch den finanziellen Bonus dabei. Genau diese Kurzsichtigkeit ist es, die solche Projekte wie die Bauruine in Ananaza seit Jahrzehnten als Mahnmal staatlicher Inkompetenz weithin sichtbar stehen lässt.

  18. Nach oben    #16
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    3.144 Beiträge seit 11/2010
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    1.453
    Es ist einiges zutreffend aber du machst hier ein ganz schön großes Fass auf, in du eine Menge diffuser Regierungskritik mit offensichtlichen Missständen zu einer Verschwörungstheorie verschwurbelst.

    Schon mal daran gedacht, dass nicht institutionelle Absicht dahinter steckt, sondern im konkreten Fall der Staat selbst auch Opfer seiner eigenen Regeln sein könnte? Ein Rechtsstaat mit starken Eigentumsrechten und finanziellen Rechenschaftspflichten kann nicht einfach eine störende Bauruine abreißen.

  19. Nach oben    #17
    Avatar von ThomasHerzog
    62 Jahre alt
    aus El Sauzal + Hanau
    243 Beiträge seit 12/2015
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    143
    Einfach abreißen war nie das Thema. Die Firma die die Kiste hingestellt hat war schon lange Konkurs. Ergo gab es weder am Grundstück noch dem Gebäude irgendwelche Eigentumsrechte und nachdem die erste Grundsteuer nach Konkurs fällig wurde, hätte der Staat tätig werden müssen = Pfänden zwangsvollstrecken, versteigern oder direkt abreißen.
    Aber aus irgendwelchen Gründen wurden Verantwortliche, Rechtsnachfolger etc. gesucht. Nachdem der Administrator der SL (=Haftungseschränkt!) gestorben war, suchte man "Erben". Alles sinnbefreit, denn, da eine haftungsbeschränkte Gesellschaft vorlag und weder strafrechtlich noch sonst wie ein deliktischer Durchgriff möglich war, hätte man rechtstaatlich schon vor langer Zeit den Abriß in Angriff nehmen können. Das hätte aber ein gewaltiges Loch in das Budget der Gemeinde gerissen und so wurde das Projekt mangels Dringlichkeit nach hinten geschoben. Das hat nichts mit Hindernissen aufgrund von Rechtsstaatlichkeit, Eigentumsrechten oder finanziellen Rechenschaftspflichten zu tun sondern mit der nächsten Wahlperiode. Ein konkretes Eingreifen aus wirtschaftlicher Sicht wäre früher sinnvoll gewesen, aber zwingend notwendig wird der Abriss erst, wenn eine konkrete Gefahr für die Allgemeinheit besteht (oder neue Umweltvorschriften dies gebieten). So wird der Abriss noch eine lange Zeit auf sich warten lassen oder die Gemeinde findet den Goldtopf am Ende des Regenbogens (ev. EU-Mittel?).

  20. Nach oben    #18
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    3.144 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    1.453
    Zitat Zitat von ThomasHerzog Beitrag anzeigen
    Die Firma die die Kiste hingestellt hat war schon lange Konkurs. Ergo gab es weder am Grundstück noch dem Gebäude irgendwelche Eigentumsrechte und nachdem die erste Grundsteuer nach Konkurs fällig wurde, hätte der Staat tätig werden müssen = Pfänden zwangsvollstrecken, versteigern oder direkt abreißen.
    Wie einfach du dir das vorstellst. Es gab von Beginn an mehrere hundert Anteilseigner und Gesellschafter, so dass ein schneller Prozess, erst Recht mitten in der Transition Spaniens, völlig undenkbar war. Dass man diesen Weg heute überhaupt erwägt, hat vor allem mit der langen Zeit zu tun, die zwischenzeitlich vergangen ist und in der sich keine Verantwortlichen bekannt haben. Das relativiert gewissermaßen die juristischen Hürden, die sich damals wie heute nicht aus der Welt schaffen lassen.

    Zitat Zitat von ThomasHerzog Beitrag anzeigen
    So wird der Abriss noch eine lange Zeit auf sich warten lassen oder die Gemeinde findet den Goldtopf am Ende des Regenbogens...
    Ich hatte hier bereits vor über einem Jahr berichtet, dass die Finanzierung steht bzw. die Kanarische Regierung zusammen mit der Gemeinde für die Kosten des geplanten Abrisses aufkommt. Die formale Enteignung läuft bereits und im Anschluss soll die Ausschreibung der Abrissarbeiten erfolgen.

  21. Nach oben    #19
     Unterstützer/in Avatar von Armin P.
    aus Kaufbeuren
    777 Beiträge seit 12/2018
    Gracias
    213
    Man darf gespannt bleiben, wohin die Planungskosten für die Maßnahme fliessen und was da noch so kommen mag, nachdem scheinbar die Kosten gedeckelt sind.

    Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null und nennen ihn ihren Standpunkt.
    "David Hilbert"

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