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Thema: Wilde Hunde in Teneriffas Wäldern

  1. #1
    Avatar von Caminante
    94 Beiträge seit 08/2012
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    9

    Wilde Hunde in Teneriffas Wäldern

    Mal eine Frage unter euch Inselkennern und Hunde-Experten. Wie ihr ja sicherlich wisst, leben in den Wäldern Teneriffas jede Menge wilde Hunde. Früher habe ich sie selten bis gar nicht wahrgenommen. Neuerdings kommen die Hunde immer häufiger nah und laufen einem sogar hinterher. Letzte Woche sind drei im Rudel um mich herum geschlichen, kurz bevor ich mein Fahrzeug erreicht habe. Ich hatte schon etwas Angst, weil sie so gar keine Scheu zu haben schienen. Keine Ahnung, ob wirklich Grund zur Sorge bestand.

    Was sagen die Experten? Geht von den Hunden in Teneriffas Bergen eine Gefahr für Wanderer aus? Wie sollte man sich verhalten, wenn man beim Wandern einem Rudel begegnet?

  2. Nach oben    #2

    107 Beiträge seit 06/2015
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    49
    Zitat Zitat von Caminante Beitrag anzeigen

    Geht von den Hunden in Teneriffas Bergen eine Gefahr für Wanderer aus?
    Ja unbedingt! Vor allem in den kargen Wintermonaten, wenn ihre bevorzugte Jagdbeute, kleine freilaufende Kinder, seltener werden rotten sie sich zu grösseren Rudeln zusammen und greifen vermehrt Einheimische aber auch immer wieder Touristen an. Etliche einsame Wanderer sind in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden schon auf Nimmerwiedersehen in den dann aufziehenden Nebeln der oberen Bergregionen (so ab 600m aufwärts) verschwunden. Meist findet man von ihnen nur noch ein paar ausgeblichene Knochen wieder die eindeutige Bissspuren der sehr langen Eckzähne aufweisen. Die Langknochen versuchen die ausgehungerten Bestien meist zu knacken um an das nahrhafte Mark zu kommen. Hast Du schon einmal aus der Ferne einen Krähenschwarm gesehen der beständig über einer Stelle kreist? Meist hat es da irgendwas erwischt...
    Die Eingebohrenen der höher gelegenen Berdörfer nenen sie "El hacedor de viudas". Man raunt sich hinter vorgehaltener Hand sogar zu das sie in klaren Vollmondnächten durch ihren Biss Wiedergänger erschaffen. Das sind aber alles nur alte Volksmärchen und Volklore.
    Ich sage mal wenn Du auf deinen Wanderungen den, von der Touristenbehörde empfohlenen, Bärentöter mit Hohlspitzmunition und eine Machete bei dir trägst solltest Du auf der sicheren Seite sein. Wenn Du wirklich an die Märchen der Einheimischen glaubst leg dir noch ne' 45er mit Silbermunition zu. Aber wie bereits erwähnt - das sind alles Märchen die sich die alten Mütterchen am Ofen erzählen.

    Sorry - ich konnte nicht anders. Da ist was mit mir durchgegangen...


  3. luigi´s Beitrag erhielt 4 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  4. Nach oben    #3
    Avatar von Zauberin60
    aus Guargacho
    319 Beiträge seit 06/2017
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    36
    Wir haben immer einen halben leeren und einen vollen Wasserkaniser und einen Beutel Trockenfutter im Auto, um die armen Tiere zu versorgen.
    Als Wanderer würde ich mir etwas Futter einstecken, so schwer ist das nicht.
    Wir sind jetzt noch keine 6 Jahre hier und ich habe glaub 7oder8 Hunde gefunden.

  5. Nach oben    #4

    aus La Orotava
    58 Beiträge seit 04/2014
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    11
    Die schleichen nur deswegen mal um Menschen rum, weil sie da gelegentlich gefüttert werden. Wenn du einem Hund keine Aufmerksamkeit schenkst, sondern einfach links liegen läßt, ist sein Interesse auch gleich erloschen. Beginnst du wegzulaufen, wird es für einen Hund interessant. Es ist nur Vorsicht vor Hunden geboten, die Gehöfte bewachen, dort frei laufen oder noch schlimmer wenn sie an der Leine hängen. Dann empfliehlt es sich einen größeren Bogen zu machen. Freilaufende Hunde in der Natur sind eher scheu und ungefährlich.

  6. weltenbummler´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  7. Nach oben    #5
    Avatar von Caminante
    94 Beiträge seit 08/2012
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    9
    Luigi, dein Sarkasmus ist ja ganz witzig aber konkret geholfen hat er mir nicht. Mein Thema ist ernst gemeint und daher gilt mein Dank vor allem dem letzten Kommentator. Der vielfach angebrachte Hinweis, Hunde zu ignorieren und keine Flucht zu ergreifen ist allerdings leichter gesagt als getan, wenn man Angst vor wilden Hunden hat. Ich gehe stark davon aus, die Tiere spüren das. Und wenn sie erstmal auf einem zulaufen, wechselt die Angst auch noch in Panik. Manche mögen das lustig finden. Ich allerdings nicht.

  8. Caminante´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  9. Nach oben    #6
    Avatar von Pywi
    aus Schweiz
    16 Beiträge seit 09/2016
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    6
    Ich bin mit meinen Hunden die Tage wieder einer Frau begegnet, die extrem Angst vor Hunden hat. Dabei ist mir aufgefallen, dass sie die Hunde mit den Augen geradezu fixiert hat. Und gerade das weckte deren Aufmerksamkeit.
    Der Rat, die Hunde zu ignorieren ist echt gut. Einfach so tun als wären sie nicht da. Einen Baum oder etwas anderes fixieren und einfach daran vorbeilaufen wäre von Vorteil. Und ja, die Hunde "riechen" Angst.
    Ich weiss, wenn man Angst hat, ist das sehr schwer. Wenn ich deine Posts lese, so sehe ich, dass es ein grosses Problem von dir ist. Vielleicht solltest du versuchen das Thema anzugehen. Angst kann man nur durch Konfrontation verlieren. Kennst du jemanden mit Hund, wo du dich langsam annähern könntest? Das wäre sicher ein Anfang. In etwa einem halben Jahr leben wir auf Teneriffa. Dann kannst du gerne bei uns vorbeikommen.

  10. Pywi´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  11. Nach oben    #7
    Avatar von Caminante
    94 Beiträge seit 08/2012
    Gracias
    9
    Danke für deinen ernsten Kommentar. Obwohl ich denke, dass in erster Linie die Hundehalter dafür Sorge tragen müssen, dass mich ihre Hunde zu keiner Zeit belästigen, so nützt mir das bei halterlosen Hunden in der Wildnis freilich wenig. Du hast also völlig recht damit, dass mein Problem angegangen werden sollte und das versuche ich auch bereits seit meines Lebens, nur bislang mit wenig Erfolg.

    Denn natürlich kenne ich auch Leute im Bekanntenkreis mit Hunden aber deren Verständnis ist selten so erwachsen wie deines. Wenn ich ein Haus mit Hund betrete ist das erste was passiert, dass mich der Hund anspringt und nicht mehr von allein ablässt, obwohl ich mich ruhig verhalte (denn natürlich weiß ich, dass jede Art von Flucht die Situation nicht auflöst). Die Besitzer reagieren stets zögernd oder erst auf meine ausdrückliche Bitte hin, den Hund zu kontrollieren. In neun von zehn Fällen erlangen die Halter keine Kontrolle über ihren Hund. Anstatt irgendwie professionell zwischen mir und dem Hund zu vermitteln, hauen/treten sie den Hund und sperren ihn letztlich in einem Raum ein, damit ich nicht mehr angefallen werden kann. Das tut mir dann immer sehr leid für die Hunde, die grundsätzlich nichts für ihr Dasein und ihre Besitzer können.

    Möchte hiermit keine parallel laufende Diskussion zum Thema Hundehaltung anstiften, sondern gern zu meiner Ursprungsfrage zurückkehren. Für weitere nützliche Tipps zur Begegnung mit halterlosen Hunden wäre ich weiterhin sehr dankbar.

  12. Caminante´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  13. Nach oben    #8

    36 Beiträge seit 10/2014
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    11
    Meine persönliche Geschichte: nachdem mich als Kind mit 4 Jahren ein Schäferhund angegriffen hatte, hatte ich mein Leben lang panische Angst vor Hunden.

    War aber immer eine Katzenmama und hatte über die Jahre immer eine Katze.
    Als die letzte überfahren wurde, war mir klar: nochmals will ich das nicht, also keine Katze mehr.
    Der Verkehr war zu stark geworden.
    Dann ging ich ins Tierheim, denn ganz ohne Tier konnte ich auch nicht leben.

    Da schaute ich in ein Paar Hundeaugen, die mich bis tief ins Herz berührten.
    Nach 1 Woche holte ich meine Kleine (damals 12 Wochen) dann ab und war ab diesem Tag Hundemama.
    Dieser Welpe hat meine ganze Sicht auf Hunde verändert.
    Nie wieder hatte ich seitdem Angst vor ihnen, ganz im Gegenteil, immer mehr erkannte ich, welch wunderbare Wesen das sind.
    Dieser Welpe hat mir alles über Hunde beigebracht und seither verstehe ich sie - kann ihre Körpersprache und ihren Gesichtsausdruck lesen und verstehen.
    Ist alles nur schon viele Jahre her aber seitdem begleitet mich immer mein Hund.
    Mein Sohn und meine Mutter waren auch die größten Schi..er, wenn es um Hunde ging. Beide hatten echt viel Angst vor ihnen.
    Seitdem ein Welpe im Haus war, sind ebenfalls beide zu Hundeliebhabern geworden und die Angst hat sich komplett gelegt.
    Für mich persönlich ist es wichtig, dass der Hund aus dem Tierschutz kommt.
    Alle meine Tiere - Hunde wie Katzen - sind aus Tierheimen.
    Habe damit nur beste Erfahrungen gemacht und kann es empfehlen.

  14. puntillo del sol´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  15. Nach oben    #9
    Avatar von MeinerEiner
    53 Jahre alt
    aus San Eugenio Alto
    283 Beiträge seit 04/2015
    Gracias
    57
    Natürlich sind frei laufende Hunde für jemanden mit Angst nicht so prickelnd. Aber ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass man sich von seinen Ängsten nicht beherrschen lassen darf. Ich habe, nachdem ich fast mal ertrunken wäre, panische Angst vor tiefem Wasser. Dennoch gehe ich regelmäßig hinein und es ist schon besser geworden. Allerdings verlassen mich relativ schnell meine Schwimmkünste, wenn ich weiß das ich nicht stehen kann. Zum Glück ist eine Mitbewohnerin Rettungsschwimmer, was sehr hilfreich beim bekämpfe der Angst ist.

    Womit ich dann wieder beim Thema bin. Wenn ich panische Angst vor Hunden hätte und weiß, dass dort wo ich hingehe, es freilaufende Hunde gibt, dann würde ich einfach versuchen jemanden mitzunehmen, der keine Angst hat. Und zu zweit machen die meisten Dinge eh mehr Spaß. Und die Situation mit den Hunde kann man nicht ändern, man kann nur sich selbst ändern.

  16. MeinerEiner´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  17. Nach oben    #10
    Avatar von Caminante
    94 Beiträge seit 08/2012
    Gracias
    9
    Das ein oder andere kann mir daraus entnehmen und bedanke mich bei euch beiden für eure Gedanken und Ausführungen.

  18. Nach oben    #11
    Avatar von XLUZ
    aus pit d'ànec
    65 Beiträge seit 12/2018
    Gracias
    2
    Hunde sind gefährlicher wenn es mehr als zwei sind, weil dann ein Rudelverhalten einsetzt. Wenn jemand Angst hat vor Hunden spürt und riecht das ein Hund und du wirst ehr als Jagtbeute angesehen, das gilt auch wenn man vor Hunden wegläuft oder mit dem Fahrrad an ihnen vorbeifährt. Wenn sich Hunde nähern und man hat ein ungutes Gefühl, hilft oft schon allein sich bücken und Steine aufheben, selbst wenn da zur Zeit keine sind. Freilaufende Hunde kennen diese Bewegung weil sie oft genug schon die Erfahrung gemacht haben das jemand Steine nach ihnen wirft. Eine Wurfbewegung reicht dann meistens schon aus um sie zu verscheuchen. Ein bischen altes Brot wird jedoch von den meisten freilaufenden Hunden vorgezogen.

    Solang ein Hund auf dich zukommt und mit dem Schwanz wedelt und die Ohren nicht angelegt hat ist alles okay. Vor dem Beissen kommen immer Drohgebährden, wie Ohren anlegen, Knurren, Bellen und ein Aufstellen der Rückenhaare nahe dem Schwanz. Langsame ruhige Bewegungen und etwas Essbares hinwerfen wirkt fast immer um diese Situation zu entschärfen und dann sich ohne Hast zu entfernen.

    Sollte ein Hund dich angreifen, versuche einen kräftigen Schlag oder Tritt auf die Nasenspitze, das reicht in nahezu allen Fällen.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken dog eats people.jpg  

  19. XLUZ´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  20. Nach oben    #12
    Avatar von Platano
    aus Teneriffa
    2.386 Beiträge seit 07/2013
    Gracias
    217
    Zitat Zitat von XLUZ Beitrag anzeigen
    Sollte ein Hund dich angreifen, versuche einen kräftigen Schlag oder Tritt auf die Nasenspitze, das reicht in nahezu allen Fällen.
    Nach einem Hund zu treten ist so ziemlich das dümmste wo man machen kann. Wenn Du stürzt dann gute Nacht. Sie laut und kräftig mit sicherer Stimmem anschreien bringt mehr.

  21. Nach oben    #13
    Avatar von Thusnelda
    aus Westfalen / Icod de los Vinos
    63 Beiträge seit 02/2018
    Gracias
    11
    Und man sollte nicht die unerzogenen Lieblinge der Deutschen mit den scheuen Gerippen in Teneriffas Wäldern vergleichen. Die hören doch schon von weitem die Nachtigall trapsen und verschwinden lieber.

    Gesendet mit der Teneriffaforum-App.


  22. Thusnelda´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


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