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Thema: Leben am Strand - pro und contra

  1. #1
    Avatar von Strandstreicher
    57 Jahre alt
    17 Beiträge seit 10/2018
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    2

    Leben am Strand - pro und contra

    Hallo Forumsmitgliederinnen und -mitglieder!

    Heute mal eine kleine "Umfrage". Ich suche Leute, die "am Strand" leben. Heißt, wirklich in UNMITTELBARER Nähe vom Strand und sich dort auch den ganzen Tag aufhalten. Gibt es solche Gemüter? Habt ihr Lust, mir eure Erfahrungen mitzuteilen (wenn allzu "intim" wird, gerne auch per privater Nachricht?

    2010 wurde bei mir dieser Traum "geboren". Ich war auf Jamaica und habe dort in einem kleinen Hotel DIREKT am Strand gewohnt. Sobald ich das Hotel verlasse habe, befand ich mich am Strand. Keine Straße, nichts dazwischen. Leider dauerte dieser Aufenthalt im "Paradies" für mich nur 14 Tage. Doch es hat gereicht, mir diesen Virus einzuimpfen.

    Jamaica ist weit weg und ein unbegrenzter Aufenthalt dort nicht möglich. Deshalb muss ich auf andere Strände ausweichen. Mittelmeer? Im Winter zu kalt. Also fällt die Wahl auf die islas canarias. Ich wäre auch noch weiter südlich gegangen, aber die Kap Verden (ehemals portugiesisch) sind nun wieder afrikanisch. Also nicht EU und das heißt wiederum keinen unbegrenzten Aufenthalt.

    Zurück aber zu meiner eigentlichen Frage.

    Wer lebt (unmittelbar) am Strand und möchte sich mit mir darüber austauschen?

    Herzlichen Gruß

    Strandzeichner

    P. S. Achtet nicht auf Tippfehler! Ich tu es auch nicht!

  2. Nach oben    #2
    Avatar von pegeko
    aus Nordküste
    50 Beiträge seit 09/2017
    Gracias
    20
    Ich habe 7 Jahre direkt am Strand gewohnt, (Playa Arena) und nach einiger Zeit ist es Routine und ganz normal.
    Meinen Mann haben die starken, donnernden Wellengeräusche im Winter genervt, mich eher die Feuchtigkeit durch die Gischt.
    Viele Sachen zersetzen sich oder schimmeln.

    Unser Haus haben wir dann auch in 200 m Höhe gebaut, da ist es perfekt für uns. Unmittelbar am Meer, wollen wir nicht mehr leben


  3. Nach oben    #3
    Avatar von Hola
    485 Beiträge seit 11/2013
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    45
    Ja ich habe auch schon einige Jahre direkt am Meer gewohnt zu Anfang super aber mit der Zeit wird es zur Gewohnheit und für mich langweilig ....aber da ich sehr nah dran war kam es öfters vor das meine Fenster geputzt wurden von sehr hohen Wellen die Geräuche Tag und Nacht brauche ich heute nicht mehr

  4. Nach oben    #4
    Avatar von Zauberin60
    aus Guargacho
    338 Beiträge seit 06/2017
    Gracias
    36
    Wie betreuen ein Ferienhaus direkt am Meer, da ist nur ein kleiner Weg dazwischen.
    Es ist toll, für ein paar Stunden und wenn das Wetter schön ist.
    Aber wohnen möchte ich dort nicht. Es ist ganz schön laut.

    Das ist La Caleta im Süden.
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  5. Nach oben    #5
    Avatar von Strandstreicher
    57 Jahre alt
    17 Beiträge seit 10/2018
    Gracias
    2
    Guten Morgen pegeko,

    sieben Jahre sind eine lange Zeit. Da haben Sie reichlich Erfahrungen gesammelt. Das mit der "Routine" hat mir gefallen. Routine ist das, was ich auch erreichen möchte. Die Feuchtigkeit gehört dazu, bzw. läßt sich sicherlich nicht vermeiden. Solange mein Körper sich nicht dagegen sträubt, wäre es für mich "akzeptabel". Vor Jahren habe ich auf Cuba zwei Wochen ebenfalls direkt am Strand Urlaub gemacht. Die Klimaanlage musste den ganzen Tag eingeschaltet sein, damit die Wäsche nicht klamm wirkte. Aber dort herrscht generell eine andere Luftfeuchtigkeit als auf den islas canarias.

    Ob das "Konzert" der Wellen bzw. der Brandung mir den Schlaf rauben wird, weiß ich nicht. Bisher habe ich es immer als eher angenehmes Begleitgeräsuch empfunden, allerdings habe ich das Tosen einer aufgewühlten See bisher auch noch nicht erlebt.

    Einen schönen Sonntag wünscht

    Strandmeister

    Guten Morgen Hola,

    ja, so nah dran möchte ich auch wohnen. Vielleicht bin ich ein Abenteurer. Den Naturgewalten ein bischen ausgesetzt zu sein (Wind, Brandung, Gischt, hoher Wellengang) könnte mir gefallen. Selbstverständlich darf das nicht gefährlich oder gar lebensbedrohlich werden. Hab mit Schrecken und Traurigkeit gelesen, was vor einigen Tagen auf Mallorca passiert ist. So abenteuerlustig bin ich dann doch nicht.

    Auch Sie sprechen von "Gewohnheit". Die zu erlangen, wäre mein Ziel.

    Einen schönen Sonntag wünscht

    Strandstreicher

  6. Nach oben    #6
    Avatar von Strandstreicher
    57 Jahre alt
    17 Beiträge seit 10/2018
    Gracias
    2
    Guten Morgen Zauberin,

    ja, solch eine Unterkunft habe ich gesucht, aber nicht gefunden, bzw. sie überstieg meine Preisvorstellung. Ich will ja nicht nur drei Wochen dort leben, sondern zunächst fünf Monate und was da dann verlangt wird, kann ich mir nicht leisten.

    Aber schön schaut es aus. Ich muss es auch einfach ausprobieren. Mehrere Monate lang. Bei Wind und Wetter. Sonne und Regen.

    Ich habe mir zum Ziel gesetzt, bis zu meinem 60. Lebensjahr den Strand zu finden, wo ich leben möchte und es mir leisten kann. Die Zeit läuft und ob ich diesen Strand auf den islas canarias finde, weiß ich nicht. Allerdings kommt Fernost für mich nicht in Betracht. Ich bin ein Fan der spanischen Kultur und Sprache.

    Einen schönen Sonntag wünscht

    Strandvagabund

    Guten Morgen Hola,

    ich hatte schon geantwortet, aber irgendwie hat das System meine Antwort "weggeworfen".

    Auch Sie sprechen von Gewohnheit. Das genau ist mein Ziel. Es zur Gewohnheit werden lassen, am Strand zu leben. Ständig barfuß oder leichtes Schuhwerk, Strandklamotten, zwanglos, immer die Sonne im Rücken. Das stelle ich mir herrlich vor. Ich bin ein recht anspruchsloser Zeitgenosse und brauche nicht viel um mich wohl zu fühlen. Sonne, Strand, den Blick auf den weiten Ozean, das reicht mir schon.

    Einen schönen Sonntag.

    Strandarbeiter

  7. Nach oben    #7
    Avatar von Strandstreicher
    57 Jahre alt
    17 Beiträge seit 10/2018
    Gracias
    2
    Guten Morgen Hola,

    ich habe Ihnen zweimal auf Ihren Beitrag geantwortet, doch jedes Mal, wenn ich auf "Antworten" klickte, hat das System meinen Beitrag verworfen. Jetzt weiß ich nimmer, was ich Ihnen geschrieben habe.

    Sie sprachen von Gewohnheit und genau das ist es, was ich erreichen möchte. Ganz "natürlich" am Strand leben. Ein Strandmensch statt ein Stadtmensch werden. Anders leben. Freier, ungezwungener, einfacher, simpler, wie auch immer man das nennen mag. Sicherlich bin ich kein Aussteigertyp, aber ich tendiere zu einer Vereinfachung meines Lebens. Und die , so stelle ich mir vor, erreiche ich da, wo ich mich wohlfühle am ehesten. Am Strand.

    Einen schönen Sonntag.

    Strand-Amante

  8. Nach oben    #8

    74 Jahre alt
    aus Klagenfurt/Austria
    257 Beiträge seit 05/2013
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    33
    In den zwei Monaten, die ich immer auf Teneriffa bin (Februar/März) wohne ich insofern in Strandnähe, als die Wohnanlage durch eine Straße und einen Fußballplatz vom Meer getrennt ist.
    Bei, im Winter öfter mal wildem Seegang passiert es immer wieder, daß Fenster und Balkontür dick mit Salzkristallen bedeckt sind. Das ist nicht mal eben so abzuputzen, das schmiert ganz schön. Außerdem dauert es manchmal tagelang, bis die Wäsche trocknet.
    Ich sehe es deshalb gelassen, weil ich nur zwei Monate da bin. Auf Dauer so in Strandnähe zu wohnen, wäre nix für mich.

  9. Nach oben    #9
    Avatar von Strandstreicher
    57 Jahre alt
    17 Beiträge seit 10/2018
    Gracias
    2
    Guten Tag Graupinchen,

    so aus der Ferne würde ich das als "kleine Unannehmlichkeit" betrachten und gerne in Kauf nehmen, könnte ich dafür am Strand leben. Was mir ECHTE Sorgen bereiten würde, wäre es, wenn sich die Feuchtigkeit irgendwann einmal negativ auf meine alten Knochen auswirken würde. Denn dann müßte ich Konsequenzen ziehen.

    Letztes Jahr habe ich einige Tage in Südfrankreich verbracht. In der Nähe von Narbonne gibt es einen STrand der zum Ort "Gruissan" gehört. Dort heißt Strand statt playa "plage". Am Plage Gruissan gibt es ein ziemlich große, tja, Ferienhaussiedlung. Ferienhäuser auf Pfählen. Also Pfahlbauten. Unterschiedlichster Größe und Ausstattung. Zweigeschossig, aus Holz. Vor fünfzig Jahren oder so waren es mal Fischerhütten. Jetzt wohnen dort gutbetuchte Urlauber. Was ich sagen wollte ist, diese Anlage liegt auch "unmittelbar" am Strand. Heißt, du gehst schon mal fünfhundert Meter bis zum Wasser. Aber du hast das GEFÜHL direkt am Strand zu sein. Geordnet ist alles wie in den Straßen von New York. Also schachbrettmusterartig. SOLCH eine Hütte hätte ich gern. DAS wäre genau mein Ding. Wie gesagt aus Holz. Davon gibt es dort tausende. Ich hätte gern, die am einfachsten ausgestattete.

    Gut denk ich, fragste mal jemanden was solch eine Hütte kostet. Ich kann kein französisch, also hab ich mich mit englisch durchgemogelt. Naiv wie ich bin, dachte ich, nun ja, wird schon so seine 25.000 € kosten, so eine einfache Bude. Klar, bei 250.000 (!) € geht es erst mal los! Ich hab mich an den Strand gesetzt und innerlich leise geweint...

    Schönen Abend

    Strandspazierer

  10. Nach oben    #10
    Avatar von ThomasHerzog
    55 Jahre alt
    aus EL Sauzal + Hanau
    104 Beiträge seit 12/2015
    Gracias
    26
    Schau Dir mal die Häuser am Strand von Puertito de Güimar. Ich habe dort ein Jahr gelebt. Es sind richtige Häuser und zum Meer sind es ca. 20-30 m. Zum Strand geht man über die Uferpromenade und steht mit den Füßen im Strand.
    Für Deine Vorstellungen wahrscheinlich zu "kompfortabel":
    Es gibt Kühlschrank, Waschmaschine, vernünftige Betten, eine Küche, TV-Anschluss, Telefon und Internet (aber das muss man selber bestellen). Ein Supermarkt ist fußläufig gut zu erreichen (der hat an 363 Tagen im Jahr offen). Restaurants, Kneipen etc. gibt es fußläufig ebenfalls. Die Preise dort sind verhältnismäßig günstig (für Teneriffaverhältnisse - ca. 600 EUR plus 50 EUR Nebenkosten für 75 qm möbliert). Die gesamte Anlage wird über eine große Gesellschaft vermietet und es wird immer mal wieder was frei. Die Häuser sind definitv nur zu mieten nicht zu kaufen. Bei Interesse einfach mal hin fahren. Die haben vor Ort ein Büro bei dem man sich erkundigen kann.

    Ich fand es für einen Urlaub schön, auf die Dauer war es nicht meins: Zu feucht, zu windig, zu staubig, zu schwülwarm, Krabeltiere gibt es da auch hin und wieder.

    Wenn es interessiert, kann ich Dir gerne nähere Infos geben.

  11. Nach oben    #11
    Avatar von Strandstreicher
    57 Jahre alt
    17 Beiträge seit 10/2018
    Gracias
    2
    Moin ThomasHerzog,

    danke für deine Beschreibung. Fand ich sehr interessant. Eines vorweg, "Krabbeltierchen" stören mich nicht sonderlich. Da wird eben täglich gefegt und gut ist's.

    Vom Preis her akzeptabel. Allerdings wären mir die Häuser, also die Einheiten, zu groß. Ich wohne hier in D in einer Bude mit knapp 50 qm und da putz ich mir schon manchmal nen Wolf. Kleiner wäre feiner. Aber gut. Das muss man erst mal finden.

    Ja gut, ich meine, wer am Strand leben WILL, der muss sich darüber im Klaren sein, dass es feucht, laut, sandig, windig und sonnig sein kann. All das muss ich für mich erst noch RICHTIG herausfinden. Und darauf freue ich mich.

    Danke nochmals und eine schöne Woche.

    Strandläufer

  12. Nach oben    #12
    Avatar von maxxx
    30 Beiträge seit 12/2015
    Gracias
    2
    Also ich bin auch so ein Typ Marke:

    "I'm sittin' on the dock of the bay
    Watchin' the tide, roll away
    I'm sittin' on the dock of the bay
    Wastin' time"

    Ich kann stundenlang auf das Meer starren. Die Gedanken fliegen lassen. Dies könnte ich jahrelang so durchhalten.

    Seit Jahren interessiere ich mich ernsthaft Dies auch mit/in einer Behausung haben zu können.
    Aber da unterscheiden wir uns. Ich würde kaufen wollen.

    Für mich gibt es da aber so 2-3 Dinge mit der mir die Ratio diese Idee ausreden will :

    Haus/Wohnung direkt am Meer könnte "unklug" sein, weil:

    - Bausubstanz leidet extrem unter Salzwasserberieselung (Bewehrung/Putz/etc).
    - 1te Linie am Meer ist meist extrem teuer. Und wenn günstig, dann aus gutem Grund ...
    - Wenn Nähe von Schifffahrtshäfen ist es laut. Die Schiffsdiesel dröhnen niederfrequent. Lange zurück weg vom Dock/Kai.

    Bin (leider?!) relativ eigeschränkt in meinem Suchgebiet. Gibt eben so meine 2-3 Lieblingsorte. Und ich suche jetzt nicht mehr nach 1ter/2ter Reihe !

    Ich brauche (wie gesagt) nur den "geilen Meerblick". Aber Den auch nicht aus 3km Entfernung. Süden sollte es sein. Fußläufig ein Ortskern erreichbar sein wo noch "Leben" ist. Retortensiedlungen also eher nicht.

    Wünsche uns viel Glück für unser "Suchen" ! Danke für den thread !

  13. Nach oben    #13
    Avatar von Strandstreicher
    57 Jahre alt
    17 Beiträge seit 10/2018
    Gracias
    2
    Hallo Maxxx,

    freue mich, einen Gleichgesinnten getroffen zu haben. Jetzt wollte ich hier schon zitieren, aber irgendwie krieg ich das mit der Funktion nicht gebacken, egal.

    Die Suche.
    Darauf könnte ich glatt verzichten, aber so einfach ist es dann doch nicht. Wo? Welche Insel? Welches Land? Insel oder Festland? Weiter südlich muss es sein, wegen der Temperaturen. Aber nicht zu weit, wegen anderer "Kulturkreis". Fernost scheidet bei mir aus.

    Kaufen oder Mieten.
    Abgesehen davon, dass mir zum Kauf jedweder Immobilie die Kohle fehlt, würde ich das Mieten bevorzugen. Gibt es Schäden, zahl nicht ich die Beseitigung. Und... wichtiger... hast du den Strand satt, packst du deine sieben Sachen und ziehst zum Nächsten.

    Und zum Thema "Bausubstanz". Nun ja. Ich bin jetzt 56 Jahre alt, wenn die Hütte der salzigen Gischt/Meerluft etc. 20 Jahre widersteht... dann .... nun ja. Irgendwann ist auch das endgültige Ende in Sicht.

    Zeitplan.
    Du beschäftigst dich seit Jahren damit. Das ist gut. Du denkst darüber nach. Das ist auch gut. Aber nur nachdenken wäre natürlich sinnfrei. Ich habe mich 2011 (war´s glaube ich) mit dieser Idee infiziert. Damals war ich noch berufstätig. Dann kam eines zum anderen und nun bin ich im dritten Jahr Frührentner. Bisschen früh, find ich, um Rentner zu sein. Aber so ist es nun mal. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, bis zum 60. Lebensjahr den Strand gefunden zu haben, an dem ich mich niederlassen möchte. Dazu bereise ich seit letztem Jahr die islas canarias. Ich bin, was die Insel betrifft, völlig offen. Würde sehr gerne Mallorca nehmen, aber ist zu kalt im Winter... Jetzt suche ich die Inseln ab. Dieses Jahr Tenerife.

    Strandnähe.
    Die nennst superwichtige Aspekte. Hafennähe. Fürchterlich. Letztes Jahr war ich auf La Gomera, aber nur kurz. Die Hauptstadt San Sebastian hat einen Strand, ABER mit Blick auf den Fährhafen und dort ankern WIRKLICH dicke Brummer und das dröhnt dann schon mal acht Stunden am Tag hinüber zum Strand. Abgesehen vom Duft, wenn der Wind gut steht.

    Maxxx, diese Idee befindet sich in unseren Köpfen. Ich vermute, es ist eine Heidenaufgabe, da ein Resultat zu erzielen und nur die HOFFNUNG, dass es mir eines Tages gelingen wird, läßt mich diesen Traum weiterträumen.

    Und ich stimme dir zu. Schau ich auf's Meer hnaus, merke ich nicht, wie die Sonne von links nach rechts wandert. Meine Gedanken fliegen und das ist ein wunderbares Gefühl, bis dich jemand anspricht und dieser gedankliche Höhen- und Weitflug in sich zusammenbricht.

    Danke dir, für deinen Beitrag.

    Herzlichen Gruß

    Strandpoet

  14. Nach oben    #14
    Avatar von MeinerEiner
    53 Jahre alt
    aus San Eugenio Alto
    295 Beiträge seit 04/2015
    Gracias
    58
    Hallo Strandstreicher,


    ich kann dich gut verstehen. Mir ging es genauso. Bei mir kam zum Problem "wo möchte ich wohnen" noch das Problem "wo kann ich aus gesundheitlichen Gründen wohnen". Auch wenn es unglaublich klingt. Hier auf Teneriffa ist meine Krankheit so gut wie nicht existent. Erst wenn ich wieder eine Weile in Deutschland bin, kommt alles wieder raus. Da ich leider noch nicht ganz auf Rente bin, muss ich noch arbeiten. Wir haben eine WG aus gleichgesinnten gegründet und hier etwas gemietet, da ein passendes Kaufobjekt nicht in Sicht ist. Da wir alle nie gleichzeitig auf der Insel sind, klappt das ganz gut.


    Wir haben uns für die Costa Adeje entschieden, weil wir hier alles haben was wir uns vorstellen. Wir wohnen zwar nicht direkt am Strand sondern knapp 1km im Innern, aber das ist keine Entfernung. Vor allem sind die Preise hier nicht so hoch wie direkt am Strand. Auch wäre uns dort auf Dauer zu viel Trubel, wir wollen ja auch mal unsere Ruhe. Das schöne hier ist, wenn man will, ist alles was man sich wünscht zu Fuß zu erreichen. Wenn man Party möchte ist die nicht weit, Einkaufen kann man nebenan und trotzdem hat man Abends seine Ruhe.

    Wir haben alle Inseln und viele Orte in den letzten Jahren bereist, aber hier fühlen wir uns alle am wohlsten.

  15. MeinerEiner´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  16. Nach oben    #15
    Avatar von Strandstreicher
    57 Jahre alt
    17 Beiträge seit 10/2018
    Gracias
    2
    Hallo MeinerEiner,

    vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Ich finde solche im Plauderton vorgebrachten Schilderungen sehr nützlich und informativ.

    Den Begriff "strandnah" muss jeder für sich selbst definieren. Für mich bedeutet "leben am Strand" direkt mit den Füßen im Sand zu stehen und dieses Areal auch nicht verlassen zu müssen, um etwas zu essen oder Kleinigkeiten einzukaufen. Die Entfernung von einem Kilometer, und da gebe ich dir recht, ist ein Witz. Das ist nicht der Rede wert. Das ist FAST direkt am Strand. Und die Entfernung hat, so konnte man weiter oben auch lesen, eben auch seine Vorteile.

    Die Idee mit der WG ist natürlich großartig. Zusammen kann man immer besser die Mittel aufbringen, die man allein selbst nicht schultern könnte oder wollte. Allerdings bin ich absolut kein WG-Typ. Ich brauche meine Ruhe, meine Abgeschiedenheit, mein "Freihaus", wie wir früher als Kinder sagten. Im letzten Jahr habe ich mit zwei Damen zusammen in einer WG in Alcalá gewonnt. Es war... "interessant".

    Zum Thema "Gesundheit". Auch hier kann ich dir beipflicihten. Auch mir geht es in den wärmeren Regionen besser. Nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Das habe ich nun über Jahre hinweg beobachten können. In D verfalle ich immer in solch eine - nun ja - trübselige Stimmung. Wie weggeblasen ist das, wenn ich aus dem Flieger steige und - sagen wir - spanischen Boden betrete. Egal, ob nun Mallorca oder Teneriffa oder eine der anderen Inseln. Ich meine es liegt am Licht. Ernsthaft, das Sonnenlicht ist dort "anders". Es ist angenehmer. Ganz abgesehen von den Temperaturen. Was bei mir hinzu kommt, ist der Gedanke "ich bin hier Ausländer" und das gibt mir ein gewisses Gefühl von Freiheit, das ich in D nicht habe.

    Costa Adeje kenne ich nur dem Namen nach. Letztes Jahr habe ich "Adeje pueblo" aufgesucht, aber an der Costa war ich nicht. Aber ich kann mir gut vorstellen, wie es da ist, wenn es "ähnlich" ist, wie in Los Cristianos. Denn dort war ich zwei, drei Mal um mit der Fähre nach La Gomera überzusetzen. Trubel pur. Jedenfalls dort. Ab und zu brauche ich Trubel und dann wäre das schon sehr passend.

    Herzlichen Gruß

    Strandinspektor

  17. Nach oben    #16
    Avatar von Zauberin60
    aus Guargacho
    338 Beiträge seit 06/2017
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    36
    Es gibt hal eigentlich keine Strandbebauung.
    Mir fallen da nur wenige Orte ein.
    Im Norden Garachico und direkt unterhalb vom Loro Park. Gibt sicher noch einige.
    Im Süden Medano, Abades, Poris und Los Abrigos und davor Tejita; wirklich sehr feucht und windig im Winter.
    Palm Mar ist noch schön, aber nix völlig Strandnähe, 400 Meter. Las Galletas fehlte noch.
    Dann hinter Adeje/Armeñime ist El Puertito noch nett. Aber da brauchst du sicher ein Auto oder Wohnmobil.
    Dann San Juan, Alcala und Arena/Santiago.
    Fahr die Käffer ab, frag in Kneipen und Supermärkten oder Milanuncio/Idealista.

    Es gibt eine süße Garage zw. Medano und Los Abrigos, Tejita, ggü. Dem Campingplatz.
    Da steht oft ein zu vermieten Schild dran. Aber du mußt erst die große Straße überqueren um zum Strand zu kommen.
    Da sind die Wohnungen/App. hinter dem neuen Supermarkt und oberhalb der Totenkopfbar schon attraktiver für dich. Sotavento heißt das. Viel Wind.

    Hier ist ein Hostel, vielleicht geht das eine Zeit lang.
    https://www.milanuncios.com/alquiler...-226777920.htm

  18. Nach oben    #17
    Avatar von Strandstreicher
    57 Jahre alt
    17 Beiträge seit 10/2018
    Gracias
    2
    Hola Zauberin,

    mir scheint, du bist eine ECHTE Tenerife-Kennerin. Richtig viel Mühe hast du dir gemacht. Vielen Dank. Ich habe mir deinen Beitrag ausgedruckt und so kann ich mir Bemerkungen zu den einzelnen Orten und Gegenden machen.

    Man kann so etwas zu seiner Lebensaufgabe machen. Aber ich will es in den nächsten vier Jahren schaffen: Den Strand zu finden, wo ich leben möchte.

    Ob es Tenerife sein wird, weirß ich heute noch nicht. Die Sache ist die. Ich habe von einem "Strand" bestimmte Vorstellungen. Er muss länger oder größer sein, als eine kleine Bucht. Er muss mehr als einen Kiosk bieten, um sich zu verpflegen. Und dann eine ausgewogene Mischung aus Trubel und Ruhe. Leicht, wird es nicht. Aber es wird Spaß machen, diesen Strand zu suchen und zu finden. Wer weiß, wohin der Wind mich weht.

    Alcalá kenne ich gut. Da habe ich letztes Jahr den November und Dezember verbracht. Supersauberer Ort. Ein kleiner Strand mit mehreren Buchten. Sehr sauber und gepflegt, da das große Hotel sich darum kümmert.

    Es gibt in dem Ort eine Ecke/Straße, da befinden sich oberhalb vom Meer (ca. naja vielleicht 20 Hohenmeter, kleine, wirklich entzückende Häuschen in einer ganz verschwiegenen Gasse. Unverbaubarer Ausblick auf das weite Meer. Allerdings ist da kein "richtiger" Strand sondern mehr Felsküste. Aber traumhaft schön.

    Playa Arena ist auch nett, guter Strand, sehr gepflegt. Aber recht klein. Gut, ich meine, der Strand von Los Cristianos ist natürlich ein Sache. Da hast du nie deine Ruhe. Aber er ist sehr weitläufig. Aber eben voll bis oben hin.

    Im Süden und Osten war ich noch gar nicht. Da schau ich mal.

    Zauberin, vielen lieben Dank und herzliche Grüße

    Strandpirat.

  19. Nach oben    #18
    Avatar von MeinerEiner
    53 Jahre alt
    aus San Eugenio Alto
    295 Beiträge seit 04/2015
    Gracias
    58
    Hallo Strandstreicher,

    wenn Du nicht auf Teneriffa festgelegt bist, auf Fuerteventura die Costa Calma kommt deinem Wunsch nach meiner Auffassung sehr nahe. Dort hatten wir eine Zeitlang ein Apartment direkt am Strand. War sogar bezahlbar. Wäre vielleicht eine alternative.

  20. Nach oben    #19
    Avatar von Strandstreicher
    57 Jahre alt
    17 Beiträge seit 10/2018
    Gracias
    2
    Moin MeinerEiner,

    Fuerteventura kenne ich noch gar nicht. Kommt 2019/2020 aber dran.
    Ich war bisher "nur" auf Lanzarote (2014, Playa Blanca) und La Gomera (2017, eine Woche) und eben 2017/2018 auf Tenerife.

    Danke für den Hinweis. Ist für das nächste Jahr "vorgemerkt".

    Eine schöne Woche noch.

    Strandstreicher

  21. Nach oben    #20
    Avatar von Strandstreicher
    57 Jahre alt
    17 Beiträge seit 10/2018
    Gracias
    2
    Exkurs: Wie ich mir einen "Strandstreicher" vorstelle (bzw. wie ich mich in ein paar Jahren sehe)

    Zu einem Strandstreicher gehören natürlich lange Haare. Eine "Strandmatte". Ich bin gerade dabei, mir die Haare wachsen zu lassen. Aktuelll sind sie etwas mehr als schulterlang. Ein Strandstreicher trägt niemals Schuhe, das höchste der Gefühle sind Ledersandalen oder FlipFlops. Lange Hosen sind tabu. Die Auswahl seiner Shorts ist dennoch überschaubar. Sie sind abgetragen, vom Wetter und vom Salzwasser gebleicht. Genau wie seine T-Shirts. Ehemals "buntfarbig", kann man ihre Farbe jetzt nur noch erahnen. Er trägt einen Hut. Vorzugsweise aus einem luftdurchlässigen Material. Kein Käppi! Einen Hut, Schlapphut. Sonnenbrille? Selbstverständlich! Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. In meinem Fall, eine RayBan "Wayfarer" classic.

    Das Gesicht, die Haut, die Arme und Beine eines Strandstreichers sind braun gebrannt. Altersbedingt in meinem Fall auch mit Falten und Furchen durchzogen. Man nennt das gern einen "Charakterkopf". Ich werde eine große Anzahl von Ringen tragen, Armbänder jeder Art und immer ein Tuch zur Hand haben. So ein kleines Tuch, ihr wißt schon. Größer als ein Taschentuch, kleiner als ein Badetuch. Und, nun ja, wäre auch nicht schlecht, Halsketten. Die baumeln so schön auf der halbnackten Brust.

    Wie ist so ein Strandstreicher "drauf"? Er ist auf jeden Fall lässig. Nichts bringt ihn aus der Ruhe oder Fassung. Er hat Zeit. Jede Menge Zeit und die nutzt er auch. Zum Nichtstun. Er eilt mit Weile. Komm ich heute nicht, so dann aber bestimmt morgen. Er ist freundlich, hilfsbereit ohne aufdringlich zu sein. Man setzt sich gerne auf ein Bier oder Glas Wein zu ihm. Es muss ja nicht permanent gequasselt werden. Der Strandstreicher ist ein Solo-Typ. Er hat keine Freundin oder Frau. Er ist ein Adler, der allein fliegt. Der Strandstreicher kennt jeden am Strand und jeder kennt ihn. Geld hat er nie, aber das gibt er mit vollen Händen aus. Er liebt Musik, aber bitte nicht an seinem Strand. Sondern abends, wenn es nacht wird auf Tenerife.

    So ist er, der Strandstreicher.


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