+ Auf Thema antworten
Ergebnis 1 bis 11 von 11

Thema: Rechtliche Handhabe gegen Hausbesetzer

  1. #1

    Dabei seit
    05/2017
    Alter
    63
    Beiträge
    23

    Rechtliche Handhabe gegen Hausbesetzer

    In Spanien gilt: Ist ein Gebäude 48 Stunden lang besetzt, ohne dass die Besitzer Anzeige erstatten, können die "neuen Bewohner" nur durch einen richterlichen Beschluss weggewiesen werden.
    Das habe ich gerade über Hausbesetzer gelesen und finde das unfassbar. Wie kann so etwas rechtlich sein? Gilt das auch auf Teneriffa?

  2. Nach oben    #2
    Avatar von Hola
    Dabei seit
    11/2013
    Beiträge
    429
    Gracias
    39
    Ja leider ist das so ...habe selbst miterleben müssen vor 2 Jahren wie sich neben mir Ocupados eingenistet haben es kamen immer mehr und niemand hat was machen können ....die Wohnung gehörte 2 spanischen Damen einmal


  3. Hola´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  4. Nach oben    #3
    Avatar von Zauberin60
    Dabei seit
    06/2017
    Ort
    Guargacho
    Beiträge
    187
    Gracias
    10
    Das gilt doch nur, wenn die Wohnung oder das Haus vorher mehr als 6 Monate leer stand.

  5. Nach oben    #4

    Dabei seit
    05/2017
    Alter
    63
    Beiträge
    23
    Das ist schon ein Hammer. Wahrscheinlich hat man jahrelang gespart um sich seinen Traum zu Erfüllen. Und dann kommen da irgendwelche Besetzer und die bekommen auch noch Recht?
    Und das nur, weil man das zu spät erfahren hat und nicht innerhalb 48 Std. reagieren konntest.
    Das ist doch Wahnsinn.

    Ich weiß nicht ob ich mir das Gefallen lassen würde.

    Gesendet mit der Teneriffaforum-App.

  6. Nach oben    #5
    Avatar von pegeko
    Dabei seit
    09/2017
    Ort
    Nordküste
    Beiträge
    32
    Gracias
    7

    Hausbesetzer

    ich habe das beim Nachbar Chalet in einer Urbanisation bei Playa Arena miterleben dürfen. Der Besitzer war nach D´land gereist um sich operieren zu lassen. Innerhalb von 1 Woche war eine Grossfamilie "eingezogen", die alles verwüstete, die Fenster einschlug und den Garten in ihren Müllplatz verwandelte - es wurde sogar komplett illegal, in Eigenarbeit, ein Stockwerk aufgestockt- krumm und schief, mit unverputzten Blocksteinen. Da ist niemand gekommen um dem Einhalt zu gebieten. Keine Polizei, kein Ayuntamiento.
    Der Besitzer hat jahrelang prozessieren müssen, darüber ist er verstorben.
    Als wir Jahre danach weggezogen sind, hausten die dort noch immer. In dieser Urbanisation kostete ein Häuschen schon damals um die 800.000 DM...
    Laut dem Artikel scheint dies inzwischen mafiähnliche Züge angenommen zu haben.
    http://canaryo.net/portal/immer-mehr...auf-teneriffa/

  7. pegeko´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  8. Nach oben    #6
    Avatar von heinz1965
    Dabei seit
    11/2013
    Ort
    Paraguay
    Alter
    53
    Beiträge
    108
    Gracias
    14

    Hausbesetzer

    Das Besetzen von fremden Haeusern ist auch in anderen sozialistisch gepraegten Laendern üblich und wird geduldet, da es dem Gedanken der Zufuehrung ueberfluessigen Privateigentums des "boesen" Kapitalisten in Gemeinschaftseigentum von Beduerftigen entspricht.
    Solange es Gebaeude trifft, die von Banken beschlagnahmt sind oder gar von "boesen" Spekulanten erworben wurden klatscht die Mehrheit der Gutmenschen sogar Beifall. Ist das eigene Haus betroffen faengt das Jammern an....
    Das im Rahmen der Globalisierung die Kanaren besonders stark betroffen sind ist dem tollen Wetter und all denen zu verdanken, die sich nicht gegen den von der BRD massiv betriebenen Imperialismus der EWG Gruendung und deren Ausbau zur EU gewehrt haben. Bei der frueheren kleinstaatlichen Organisation waere fuer die Taeter bereits die Einreise auf die Inseln nicht möglich und deren Abschiebung sehr leicht....

  9. Nach oben    #7
    Avatar von Rainer
    Dabei seit
    11/2010
    Alter
    51
    Beiträge
    511
    Gracias
    105
    Zitat Zitat von heinz1965 Beitrag anzeigen
    Das Besetzen von fremden Haeusern ist auch in anderen sozialistisch gepraegten Laendern üblich und wird geduldet, da es dem Gedanken der Zufuehrung ueberfluessigen Privateigentums des "boesen" Kapitalisten in Gemeinschaftseigentum von Beduerftigen entspricht.
    Solange es Gebaeude trifft, die von Banken beschlagnahmt sind oder gar von "boesen" Spekulanten erworben wurden klatscht die Mehrheit der Gutmenschen sogar Beifall. Ist das eigene Haus betroffen faengt das Jammern an....
    Das im Rahmen der Globalisierung die Kanaren besonders stark betroffen sind ist dem tollen Wetter und all denen zu verdanken, die sich nicht gegen den von der BRD massiv betriebenen Imperialismus der EWG Gruendung und deren Ausbau zur EU gewehrt haben. Bei der frueheren kleinstaatlichen Organisation waere fuer die Taeter bereits die Einreise auf die Inseln nicht möglich und deren Abschiebung sehr leicht....
    Dein AfD-Geschwurbel ist doch völlig überflüssig.

  10. Rainer´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  11. Nach oben    #8

  12. Nach oben    #9

    Dabei seit
    06/2015
    Beiträge
    85
    Gracias
    45
    Zitat Zitat von heinz1965 Beitrag anzeigen
    Das Besetzen von fremden Haeusern ist auch in anderen sozialistisch gepraegten Ländern üblich
    ;-)
    Zumindest was die sozialen Errungenschaften angeht ist Spanien in vielen, ganz vielen Dingen weit hinter Deutschland zurück. Arbeitslos werden ist weder dort noch hier ein Spass aber in Spanien wird es ganz schnell ganz eng. Zur Miete wohnen ist auch nicht so erquickend wie bei uns. Von Miterschutz ist in Spanien nicht so richtig viel bekannt. Jedenfalls nicht in dem Ausmass in dem wir das kennen ("...dann gehe ich halt zum Mieterschutzbund und klage. Wozu bin ich da schon seit Jahren drin. Die können mir gar nix..."). Was glaubst Du wohl warum die Eigentumsquote in Spanien so hoch und in Deutschlan (im Vergleich) so niederig ist.

    Zurück zum Thema:
    Es soll inzwischen "Agenturen" geben die sich auf das "Entfernen" der ungebetenen Gäste in den eigenen vier Wänden spezialisiert haben. Sie haben wohl den Ruf sich nicht unbedingt am Rahmen des gesetzlich möglichen zu orientieren. ***grins*** Vermutlich handelt es sich dabei um einen russischen In- und Export der auch "Entrümplungen" vornimmt. Als Ultima Ratio absolut vorstellbar.

    Was die Meldefrist bei den Behörden angeht würde ich ggf. eine Internetkamera mit einem Bewegungsmelder koppeln. Das Ding meldet sich automatisch wenn der Bewegungsmelder anspringt. Die Dinger kann man inzwischen fertig kaufen. Man benötigt nur eine Prepaid-SIM die nicht abläuft. Das kann auch eine deutsche sein (spanische SIMs sind i.d.R. zeitlich begrenzt da man immer noch nicht genug Rufnummer in SP hat). Das eine Mal wenn die anspringen kann man dann auch das Roaming bezahlen. Dazu sollte man sich vorab informieren wo, bei wem und in welcher Form man das anzeigen muss um die Fristen einzuhalten. Und dann haben die eigentlich keine Chance es sei denn sie schalten vorab den Strom ab.

  13. Nach oben    #10

    Dabei seit
    05/2013
    Ort
    Los Cristianos
    Alter
    54
    Beiträge
    3
    Illegalen Hausbesetzung nehmen auch auf Teneriffa immer mehr zu und die Behörden scheinen machtlos. Es hat sich längst ein lukrativer Geschäftszweig entwickelt.

    https://www.focus.de/immobilien/kauf...d_8622231.html

    Hat sich in ihrer Wohnung/ Haus in Teneriffa ein Hausbesetzer eingenistet ist er "laut Gesetz" im Recht. Das heisst für sie: Sie dürfen ihre eigene Wohnung nicht mehr betreten. Ihre ganzen Wertsachen alles weg. Doch soweit muss es nicht kommen. Ich habe gehört, im Süden der Insel gibt es eine Firma, die u.a. das Problem mit ungeliebten Wohnungsbesetzern lösen kann, bevor der grosse Schaden/ Stress entsteht. Mit "Kontrollgängen" und anderen geziehlten Mitteln überwachen sie ihr Anwesen täglich, bis sie wieder vor Ort sind.

  14. Nach oben    #11
    Avatar von Zauberin60
    Dabei seit
    06/2017
    Ort
    Guargacho
    Beiträge
    187
    Gracias
    10

    Kongress verabschiedet Gesetz zum Schutz der Hausbesitzer

    25. April 2018: Gesetz zur Zwangsräumung bei Hausbesetzungen

    Nachdem in Spanien das Problem mit widerrechtlichen Hausbesetzungen drastisch zugenommen hat und eine regelrechte Mafia entstandenen ist, hat der spanische Kongress ein neues Gesetz zum Schutz der Hausbesitzer verabschiedet. Diesmal waren sich fast alle Parteien einig, dass es so nicht weitergehen kann und nachdem sogar im Ausland massiv über besetzte Feriendomizile berichtet wurde. Nur die Partei Podemos kritisiert diesen Gesetzentwurf als Angriff auf die Demokratie und gegen die Menschenrechte, nachdem das Recht auf Wohnraum dadurch eingeschränkt werden könnte.
    Dieses neue Gesetz soll dafür sorgen, dass künftig besetzte Wohnungen und Häuser schnellstmöglich geräumt werden können und nicht, wie bisher, das Verfahren Jahre in Anspruch nehmen kann. Dazu wird das Gesetz "Ley de Enjuiciamiento Civil" zu Gunsten der Eigentümer modifiziert und wurde bereits von der "Comisión de Justicia del Congresome" mehrheitlich beschlossen. Jetzt wird der Gesetzesentwurf noch dem Senat vorgelegt und eine Verabschiedung gilt als sicher.
    Laut dem neuen Gesetz sollen Immobilien von Privatpersonen, sozialen Einrichtungen und öffentlichen Verwaltungen leichter zwangsgeräumt werden können. Demnach soll eine Zwangsräumung, im Falle von widerrechtlichen Hausbesetzungen, innerhalb von 20 Tagen vollzogen werden. Derzeit kann es Jahre dauern.
    Es sollen Fälle wie in Barcelona, künftig vermieden werden. Dort hatte sich die Mafia in besetzten Wohnungen eingenistet oder Gebäude der Stadt wurden als Marihuanaplantagen zweckentfremdet. Die Okupas (Hausbesetzer) nutzten die Gesetze schamlos aus und die Hausbesetzungen nahmen extrem zu.
    Laut der PP (Partido Popular) hat die Zahl der Hausbesetzungen um 92% zugenommen.
    Dieses Gesetz gilt jedoch nur für Hausbesetzungen und nicht für Mieter, die ihrte Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
    DAS NEUE VERFAHREN
    Sobald ein Eigentümer feststellt, dass seine Immobilie besetzt wurde, infomiert er die zuständigen Behörden darüber. Seitens der Behörden wird dem Okupa eine amtliche Mitteilung zugestellt, die auch gilt insofern die Hausbesetzere nicht anzutreffen sind. Von diesem Zeitpunkt an, müssen die Okupas nachweisen, dass sie das Recht haben in dieser Wohnung zu leben. Können die Bewohner keinen Nachweis erbringen, wird sofort die Räumung angeordnet. Dagegen hat kein Widerspruch eingelegt werden und die Räumung gilt für alle Personen, die sich in der Immobilie aufhalten. Reagieren die Okpupas innerhalb von 5 Tagen auf die Räumungsklage nicht, wird die Immobilie zwangsgeräumt, ohne dass die vorgesehenen 20 Tage eingehalten werden müssen.
    Gleichzeitig werden die Sozialämter informiert und sobald die Daten der Opkupas festgestellt sind, sollen diese innerhalb von 7 Tagen eine Alternative finden.

    Quelle: http://www.elmundo.es/economia/vivie...1538b47bd.html


+ Auf Thema antworten

Ähnliche Themen

  1. Wohnen gegen hand, Oekodorf ect...
    Von gideons im Forum Stellenanzeigen & Geschäftskontakte
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 05.05.2016, 15:56
  2. Spanische Regierung gegen Demokratie
    Von tffriends im Forum Nachrichten & Allgemeines zu Teneriffa
    Antworten: 28
    Letzter Beitrag: 24.06.2015, 15:51
  3. Mittel gegen Übelkeit beim Flug
    Von Globetrotter im Forum Teneriffa-Reisen, Flüge & Urlaubsplanung
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 30.11.2014, 18:49
  4. Zimmer gegen Arbeit
    Von Reinhold im Forum Stellenanzeigen & Geschäftskontakte
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 13.02.2013, 21:57
  5. Tausche Tausche US-Familienwohnsitz gegen Immobilie auf Teneriffa
    Von wporth im Forum Private Immobilienanzeigen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 22.11.2012, 17:28

Lesezeichen für Rechtliche Handhabe gegen Hausbesetzer

Lesezeichen