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Thema: Die Kanaren - Insel der Arbeitslosen

  1. #1
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    Die Kanaren - Insel der Arbeitslosen

    Die Story, WDR
    Ein Film von Johannes Höflich und Jo Angerer

    Die Kanaren - Insel der Arbeitslosen: Der Film zeigt die Kehrseite des Massentourismus: Arbeit gibt es allenfalls zum Billiglohn, über die Hälfte der Einheimischen unter 24 Jahren ist arbeitslos. Die Einwohner konkurrieren mit zugewanderten Deutschen und Engländern, die gern als „Native Speaker“ eingekauft werden.

    10.01.2018 22:10 Uhr MEZ, WDR
    11.01.2018 0:55 Uhr MEZ, WDR

  2. Nach oben    #2
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    Das Hallenbad mit 4 Mio€ von der EU bezahlt. Eine Bauruine


  3. Nach oben    #3
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    Inseln der Arbeitslosen?

    Jetzt auch in der ARD-Mediathek:
    http://www.ardmediathek.de/tv/die-st...entId=49043770

    Das einzig gute an der inszenierten Drama-Dokumentation war, dass sie ohne den sonst erhobenen deutschen Zeigefinger auskam. Die notorische Ursachensuche im Tourismussektor war jedoch viel zu einseitig, oberflächlich und ohne den geringsten Versuch einer Einordnung. Denn man hätte exakt die selben Missstände genauso auch in Deutschland dokumentieren können und zwar nicht nur im Gastgewerbe. Um nur mal die Hauptpunkte der Dokumentation aufzugreifen: Ich würde fast behaupten, in Deutschland arbeiten prozentual noch mehr Menschen im Niedriglohnsektor oder nehmen unzumutbare Arbeitsumstände in Kauf. Millionen Menschen in Deutschland kommen ohne staatliche Aufstockung nicht über die Runden und hunderttausende Selbstständige leben ohne jede Krankenversicherung. Auch gibt es in deutschen Städten besorgniserregenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum während andernorts Dörfer aussterben. Von grassierender Steuergeldverschwendung durch Sinnlos-Bauten (was in der Sendung eigentlich fehlplatziert war) ganz zu schweigen.

    Das letzte was den arbeitslosen Kanarios hilft ist eine tendenziöse Berichtserstattung um den Urlaubern indirekt ein schlechtes Gewissen zu machen.

  4. Rainer´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  5. Nach oben    #4
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    Ich habe nur die zweite Hälfte gesehen.

    Für mich war es teilweise auch nicht so recht nachvollziehbar. Was soll schon auf La Gomera gross passieren? Sollen alle Touris nun Taxi statt Bus fahren?

    Saludos

  6. Nach oben    #5

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    OK - ich kenne keine Spanier die mir aus erster Hand berichten aber ich fand das alles etwas dramatisch.

    Gerade auf La Gomera ist glaube ich wirklich nicht viel zu machen. Wenn die Tagestouris wirklich nichts da lassen würden ich halt die Liegegebühr für die Kreuzfahrer derart hochsetzen das es weh tut. Die zahlen das dann entweder oder bleiben weg. Ansonsten ist die Insel einfach kein Ziel für den Pausch-Touri ala Los Cristianos oder Maspalomas. Die Infrastruktur ist nicht schlecht. Da hat die EU sicherlich sehr viel Geld in den letzen Jahren zugeschossen. Angefangen beim Flughafen über die Hafenanlagen bis hin zum Strassennetz. Ich glaube das den Menschen schon viel damit gedient wäre wenn man das nutzt was man hat und dazu noch den Amtsschimmel ein wenig mehr zügelt. Nahe San Sebastian gibt es zwei gigantische Hotel-Bauruinen mit traumhaften Blick auf Teneriffa. Wenn man die Projekte wiederbeleben könnte würde das sehr viele Arbeitsplätze bringen. Die traurigen Betonklötze und die Infrastruktur einfach verrotten zu lassen hilft auch keinem. Bei Vallhermoso rottet das Freibad munter vor sich hin. Angeblich ist es im Sommer zwar offen aber so sah das wahrlich nicht aus. Daneben ist eine Bananenverladestation dessen Besitzer seit Jahren mit den Behörden kämpft um eine Genehmigung für eine Bar oder ein Restaurant zu bekommen. Der Ort selber rottet auch vor sich hin. Auf dem Marktplatz und in ein, zwei Strassen hat man notdürftig die Fassaden saniert. Das wars. Das Örtchen ist sonst wirklich schön. Man könnte was draus machen - so wie im Valle. Hier hat man sogar noch die echte Chance die Bausünden zu vermeiden. Im Winter ist hier aber eben das Wetter ehr mau - jedenfalls nicht so schön wie im Valle. Ansonsten gibt es auf La Gomera wirklich nicht viel was Arbeit generieren könnte. Der Tourismus ist ehr sanft und sehr deutschlastig. Das spielt sich vornehmlich in San Sebastian und dem Valle ab. Ein bischen Baden gibt es noch an der Playa de Santiago, nahe dem Flughafen. Das wars.
    Richtig schlecht ging es da den Menschen gefühlt nicht. Echte Slums gibt es dort eigentlich nicht. In San Sebastian gibt es einige Wohnblöcke am Stadtrand und gegen Abend kriechen überall auf der Insel die obligatorischen Hippis aus ihren Löchern. San Sebastian sah es ehr so aus als ob es dort zu viele Wohnungen gab. Etwas abseits der Innenstadt stand viel leer.

  7. Nach oben    #6
    Avatar von Muc
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    Guter Film

    natürlich hatte der Film Schwächen, z. B. die den nichtssagenden Ausflug zur Schlucht von Masca, aber eben auch Stärken in dem man den Hotelier zu Wort kommen ließ, der die Konkurrenz-Situation im Ländertourismus vergleich thematisierte oder auch das Taxi-Verbot im Hafen von Santa Cruz war bezeichnend für die Arbeitssituation vieler Einheimischer. Das Thema ist mächtig komplex und wer schon mal auf dem Sonntagsmarkt in Santa Cruz war, der sieht überall, dass es echte Armut und krasse Gegensätze auf den Kanaren gibt. Die Dokumentation hat einzelne Aspekte aufgegriffen und die beschriebenen Beispiele erschienen mir nicht überzogen oder reißerisch. Das Thema wäre ergibig für ein halbes Dutzend Filme ähnlicher Länge und hätte dann ja immer noch nicht alle Arbeitsaspekte behandelt. Mich hat der Film für die wirtschaftliche Situation auf den Kanaren noch mehr sensibilisiert. Danke für den Programmhinweis sowie für den Link zur Mediathek, den ich gerne genutzt habe.


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