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Thema: Mit 54 aus eigenen Mitteln auf Teneriffa leben

  1. #1
    Avatar von Michael1
    aus Deutschland
    13 Beiträge seit 07/2015
    Gracias
    1

    Mit 54 aus eigenen Mitteln auf Teneriffa leben

    Hallo liebes Forum.

    Ich bin z.Z. 52 und werde bis 2017 meinen Job verlieren und dann eine nette Abfindung bekommen. Da ich keine Kinder habe, spiele ich mit dem Gedanken 2017 mein Haus zu verkaufen und von den dann liquiden Mitteln die Lücke bis zu meiner Rente zu überbrücken um dann mit meiner Frau das Leben zu genießen.

    Ich frage mich, wie hoch die monatlichen Kosten auf der Insel bei bescheidenen bis mittleren Ansprüchen wären.
    Naiv, wie ich z.Z. bin, schätze ich Mietkosten für ein Reihenhaus auf 450-550€, NK auf 100€, Krankenversicherung auf 250€/Monat für uns als Ehepaar, 100€ Sprit, 400-500€ für Nahrung (vorwiegend von Lidl ;-)

    Wir rechnen also erstmal ohne Einkünfte. Ich kann mir jedoch vorstellen, Wandertouren anzubieten, meine Frau könnte z.B. Babysitten. Jeder Mini-Job der Spaß wäre willkommen. Wir sprechen Deutsch/Englisch und Deutsch/Russisch und sollten damit eigentlich tourismusgeeignet sein. Bald wird dies jeweils um Spanisch erweitert werden ;-). Wir fangen damit jedenfalls jetzt schon an.

    Was schätzt Ihr? Sehe ich alles zu naiv oder gibt es Punkte, welche ich falsch einschätze bzw. welche ich aus Unwissenheit nicht aufgeführt habe und die zusätzlich Geld kosten?

    Gibt es eigentlich sowas wie "deutsche" Treffpunkte, wo man sich ungezwungen Treffen kann um nette Auswanderer kennen zu lernen?

    Ich danke Euch jetzt schon und hoffe auf viele Antworten.

    Viele Grüße

    Michael & Lena

  2. Nach oben    #2
    Avatar von Platano
    aus Teneriffa
    2.387 Beiträge seit 07/2013
    Gracias
    217
    Hi Michael
    Mit Deinem Budget liegst Du nicht schlecht, einrechnen solltest Du noch Energiekosten und Wasser, sowie eventuell eine Auto Versicherung, Hausrat- und Privathaftpflicht Versicherung. Am besten erzählt ihr nichts wegen der Abfindung. Helfer die nicht uneigennützig denken und handeln gibt es zahlreiche.


  3. Nach oben    #3
    Avatar von Michael1
    aus Deutschland
    13 Beiträge seit 07/2015
    Gracias
    1
    Zitat Zitat von Platano Beitrag anzeigen
    Hi Michael
    Mit Deinem Budget liegst Du nicht schlecht, einrechnen solltest Du noch Energiekosten und Wasser, sowie eventuell eine Auto Versicherung, Hausrat- und Privathaftpflicht Versicherung. Am besten erzählt ihr nichts wegen der Abfindung. Helfer die nicht uneigennützig denken und handeln gibt es zahlreiche.
    Vielen lieben Dank Platano.

    Ich hatte NK für das Haus mit 100€ drin, reicht das nicht für Wasser & Strom? Als Auto kommt ein kleiner VW-Up (oder Klon davon) in Frage. Kommen bestimmt für Versicherungen inkl. Hausrat- und Privathaftpflicht dann noch 100€ dazu.

    Bekomme ich Schwierigkeiten mit der spanischen Seguridad Social falls ich kleine Jobs mache, also geringe Einkünfte habe? (z.B. Gelegentlich Wandertouren mache) Oder bin ich dann selbständig und hab Kosten von mehr als 400€ am Bein?

  4. Nach oben    #4
    Avatar von Platano
    aus Teneriffa
    2.387 Beiträge seit 07/2013
    Gracias
    217
    So solltest Du durchkommen.
    Wenn Du Wandertouren anbieten willst musst Du Dich als Selbständigerwerbender bei den Behörden anmelden sonst bekommst Du sehr schnell Probleme mit den Behörden. Melde Dich am besten rasch bei den Behörden an.
    Ich hatte kürzlich einen Nissan Micra gekauft im Gegensatz zu deutschen Autos ist dort alles dabei und eingebaut und wesentlich günstiger, mit meinem Micra bin ich sehr zufrieden

  5. Nach oben    #5
    Avatar von Michael1
    aus Deutschland
    13 Beiträge seit 07/2015
    Gracias
    1
    Danke Platano.

    Muss ich als Selbständiger dann nicht in die Seguridad Social einzahlen? Wenn ich in Summe vielleicht 400€ im Monat dazu verdienen möchte, lohnt das dann noch?

  6. Nach oben    #6
    Avatar von Platano
    aus Teneriffa
    2.387 Beiträge seit 07/2013
    Gracias
    217
    Wie dies genau ist weiss ich nicht. Als Automo musst Du glaube ich mal gehört zu haben um die 300 für Dich zahlen. Vielleicht erklärt dies mal der Kanarienvogel vom Forum der kennt sich aus.
    Ob sich dies für Dich lohnt ist eine Ermessensfrage, wie weniger Du von Deinem Kapital aufbrauchen musst umso länger kannst Du sorgenfrei hier auf Teneriffa leben.

  7. Nach oben    #7
    Avatar von Michael1
    aus Deutschland
    13 Beiträge seit 07/2015
    Gracias
    1
    Das Buch des Kanarienvogels ist schon im Zulauf. Werde ich wohl spätestens Dienstag haben. Ist es leicht in Norden Anschluss zu finden. Wir möchten ja nicht alleine versauern? Gibt es sowas wie deutsche Stammtische wo man sich treffen kann?

  8. Nach oben    #8
    Avatar von Platano
    aus Teneriffa
    2.387 Beiträge seit 07/2013
    Gracias
    217
    Sorry zu den deutschen Stammtischen kann ich nichts sagen. In der deutschen Hochburg oben in La Paz ebenfalls Puerto de la Cruz wimmelt es im Winter von deutschen Überwinterer. Wenn Du Anschluss zu den Einheimischen willst solltest Du in Lokale gehen die von ihnen aufgesucht werden.
    Für frisches Obst und Gemüse besuchst Du am besten die Bauernmärkte klar das dort nur spanisch gesprochen wird.

  9. Platano´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  10. Nach oben    #9

    aus Santa Cruz
    48 Beiträge seit 02/2015
    Gracias
    13
    Es gibt einen deutschen Stammtisch in Puerto: Jeden dritten Donnerstag im Monat im Café Dínamico an der Plaza del Charco. Zwar von Mitgliedern eines anderen Forums gegründet, aber jeder, auch nur kurzfristige Besucher, sind willkommen.

    Aber wenn du im Ortsteil La Paz durch die "Hauptstraße", die Calle Aceviño gehst, gibt es dort eine Vielzahl von deutschen Lokalen, in denen du andere Deutsche kennen lernen kannst.

  11. chicharrero´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  12. Nach oben    #10
    Avatar von macnetz
    166 Beiträge seit 04/2015
    Gracias
    31
    Hallo Michael & Lena,

    ich beneide euch um diese Möglichkeiten

    Finanziell ist das "early retirement" auf TF damit sicher machbar.

    Habt ihr schon Pläne was ihr dann dort unternehmen werdet?
    So ganz ohne Beschäftigung sind schon viele dem Hausfreund Alkohol erlegen

    Je nach Aktivitäten empfiehlt sich ein anderer Standort. Wenn ihr unter Deutschen leben wollt ist PdlC Pflicht.
    Wenn ihr Landwirtschaft betreiben wollt oder ein Tier-Asyl dann braucht ihr eine Finca in den Bergen.
    Wenn ihr das Stadtleben bevorzugt (Kultur, Sport, Unterhaltung) dann dürft ihr nicht ins Anaga-Gebirge oder an die SüdWest-Küste sondern müsst nach La Laguna oder Santa Cruz.

    nehmt euch am besten ein Jahr Zeit um den geeigneten Standort herauszufinden.

    Viel Glück
    Anton

  13. macnetz´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  14. Nach oben    #11
    Avatar von Briefträger
    aus wuppertal
    762 Beiträge seit 01/2013
    Gracias
    68
    Hallo lieber Michael, dein Unternehmergeist ist schon beachtlich.
    Aber was solls ein Großteil der hier ansässigen Selbständigen fängt so wie du an.
    Der Unternehmerstammtisch ist so eine Sache, es sind vorallem gute Sprücheklopfer und trinkfeste mit dabei.
    Die Sozialversicherung liegt je nach Berufsart um die 300,- / 350,- Euro, und Reihenhäuschen um 500,- sind sehr selten und knapp, aber dennoch alles Gute.

  15. Briefträger´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  16. Nach oben    #12
    Avatar von Michael1
    aus Deutschland
    13 Beiträge seit 07/2015
    Gracias
    1
    Erst mal recht lieben Dank an alle, die mir durch ihre Antworten richtig helfen. Echt lieb von Euch.

    An Macnetz und Briefträger:
    Ich möchte nicht hyperaktiv auf der Insel leben, jedoch wie Macnetz schon sagte sollte man sich irgendwie beschäftigen. Am besten mit etwas, daß Spaß macht und wobei vielleicht noch ein Euro abfällt. Da ich jedoch kein Rentner bin, machen mir Einkünfte bezüglich der Seguridad Social Sorgen. Als autonomo zahlt man ja ca. 300€, was muß dann meine Frau zahlen um krankenversichert zu sein? Hab ich noch nicht rausgefunden

    Ich hab schon Miet-Immobilien im Netz gefunden, die preislich ok waren. Sogar relativ neue mit Poolnutzung für 650€ ohne NK. Wie sich das vor Ort gestaltet werde ich dann rausfinden müssen.

    Die "Hauptstrasse" werde ich mal besuchen, lieben Dank an chicharrero.

    Ich bin weiterhin für jeden Rat dankbar. Ich habe langsam das Gefühl, dass man zu zweit ca. 1500€/Monat braucht um zu überleben und ca. 2000€ um zu leben ;-)

  17. Nach oben    #13

    aus Landshut
    90 Beiträge seit 02/2015
    Gracias
    32
    miete dir in zentraler Lage was, auch wenn es 150€ mehr kostet, du kommst mit den öffentlichen Bussen in jeden Ort auf Teneriffa, so sparst du dir ein Auto, das kostet, alles gerechnet mind. 200€ im Monat und die Parkplätze sind rar, wenn du nicht am Lande leben willst.
    Zum Wanderführer benötigst du eine Prüfung und Anmeldung

  18. Mayerhofer´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  19. Nach oben    #14

    aus Santa Cruz
    48 Beiträge seit 02/2015
    Gracias
    13
    Zitat Zitat von Briefträger Beitrag anzeigen
    Der Unternehmerstammtisch ist so eine Sache, es sind vorallem gute Sprücheklopfer und trinkfeste mit dabei.
    Gibt es einen "Unternehmerstammtisch"? Wo denn?

    Beim Stammtisch im Café Dínamico, den ich genannt habe, wird "normal" geplaudert. Einige trinken dabei ein oder zwei Bier, andere Cola oder Kaffee oder sonstwas.

  20. Nach oben    #15
    Avatar von Michael1
    aus Deutschland
    13 Beiträge seit 07/2015
    Gracias
    1
    Zitat Zitat von Mayerhofer Beitrag anzeigen
    miete dir in zentraler Lage was, auch wenn es 150€ mehr kostet, du kommst mit den öffentlichen Bussen in jeden Ort auf Teneriffa, so sparst du dir ein Auto, das kostet, alles gerechnet mind. 200€ im Monat und die Parkplätze sind rar, wenn du nicht am Lande leben willst.
    Zum Wanderführer benötigst du eine Prüfung und Anmeldung
    Da ich zu schönen Wanderplätzen fahren bzw. in deren Nähe wohnen möchte, komme ich an einem Auto wohl nicht vorbei.
    Vielen Dank für den Hinweis bezüglich Wanderführer - war mir echt neu. Weißt Du ob man das zwingend in Spanien machen muss, oder wir auch ein deutscher Lehrgang dort anerkannt? Den könnte ich ja dann im Vorfeld hier in Deutschland machen.

  21. Nach oben    #16

    aus Santa Cruz
    48 Beiträge seit 02/2015
    Gracias
    13
    Zitat Zitat von Michael1 Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für den Hinweis bezüglich Wanderführer - war mir echt neu. Weißt Du ob man das zwingend in Spanien machen muss, oder wir auch ein deutscher Lehrgang dort anerkannt? Den könnte ich ja dann im Vorfeld hier in Deutschland machen.
    Es gibt hier sehr viele Wanderführer, Leute, die seit vielen Jahren auf Teneriffa leben und das machen. Ich bezweifle, dass man als Neuer dazwischen kommt.

  22. chicharrero´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  23. Nach oben    #17
    Avatar von Michael1
    aus Deutschland
    13 Beiträge seit 07/2015
    Gracias
    1
    Zitat Zitat von chicharrero Beitrag anzeigen
    Es gibt hier sehr viele Wanderführer, Leute, die seit vielen Jahren auf Teneriffa leben und das machen. Ich bezweifle, dass man als Neuer dazwischen kommt.
    Danke Dir. Man wird sicher nicht auf mich warten, jedoch möchte ich ja nicht davon leben. Meine Stärken liegen im IT-Bereich und im Consulting. Qualifikationen schaden ja nicht, ich würde auch gerne einen Bootsführerschein machen. Falls man dann mal im touristischen Bereich aushelfen kann wäre das ja schön. Ich möchte halt nicht nur 100% Freizeit haben

  24. Nach oben    #18
    Avatar von macnetz
    166 Beiträge seit 04/2015
    Gracias
    31
    Bootsführerschein hört sich wie Pilotenschein nach einem teuren Hobby an

    das Wichtigste für den Anfang ist IMHO die Sprache. Das könnt ihr gut in D bereits voranbringen.

    Grüsse
    Anton

  25. macnetz´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  26. Nach oben    #19

    3 Beiträge seit 03/2017
    Hallo Michael 1, seid ihr schon auf Teneriffa oder noch auf der Suche?
    Matti

  27. Nach oben    #20
    Avatar von Michael1
    aus Deutschland
    13 Beiträge seit 07/2015
    Gracias
    1

    Sind noch in Deutschland.

    Zitat Zitat von matti2017 Beitrag anzeigen
    Hallo Michael 1, seid ihr schon auf Teneriffa oder noch auf der Suche?
    Matti
    Hallo Matti.

    So wie es aussieht, werden wir in ca. 3 Jahren rüber. Wir lernen noch besser Spanisch und legen noch etwas mehr Geld zurück.

    Gruß

    Michael & Lena

  28. Nach oben    #21

    aus adeje
    99 Beiträge seit 08/2012
    Gracias
    12
    Zitat Zitat von Michael1 Beitrag anzeigen
    Hallo Matti.

    So wie es aussieht, werden wir in ca. 3 Jahren rüber. Wir lernen noch besser Spanisch und legen noch etwas mehr Geld zurück.

    Gruß

    Michael & Lena
    Wer weiß was in 3 Jahren ist?

  29. Nach oben    #22
    Avatar von Bonita2017
    aus Süddeutschland
    17 Beiträge seit 03/2017
    Gracias
    13
    Hallo Michael & Lena,

    wir haben in einiger Zeit (ca. in 2 Jahren) den gleichen Plan. Deshalb beschäftige ich mich auch mit ähnlichen Fragen.
    Seid Ihr in Deutschland gesetzlich versichert? Wenn ja, dann bleibt Ihr das weiterhin. Ihr seid dann über die europäische Gesundheitskarte bei der Seguridad Social krankenversichert. Wir werden das wohl für's Erste so belassen und uns informieren, welche Zusatzversicherung noch Sinn macht. Alternativ kann man planbare Behandlungen auch weiterhin in Deutschland (bei einem Familienbesuch?) durchführen lassen.
    Muss es ein Haus zur Miete sein? Hab gesehen, dass es auch wirklich schöne Wohnungen gibt, die sogar noch ein bisschen preisgünstiger sind. Wir tendieren daher eher zu einer Mietwohnung, die strategisch gut liegt, damit wir möglichst kein Auto brauchen. Teneriffa soll ein gutes Busnetz haben, und wenn wir tatsächlich mal einen Großeinkauf machen oder in die Berge fahren wollen, dann kann man sich auch mal ein Auto mieten. Ist immer noch günstiger. Nur so als Gedanke. ;-)
    Im kommenden Winter werden wir für einige Wochen in La Orotava sein und die Lage checken, uns z.B. auch bei einem Steuerberater informieren - das ist auch ein wichtiges Thema.
    Dann viel Spass beim weiteren Planen und Spanisch lernen.
    LG

  30. Nach oben    #23

    3 Beiträge seit 03/2017

    Leben und Arbeitn auf Teneriffa

    Liebe Bonita und Michael und Lena,
    interessant wie viel leute nach Teneriffa wollen. Wie waren schon sehr oft dort und natürlich würden wir auch gern dort leben und überlegen schon lange, wie wir das hinkriegen. Dazu einige Infos. Als Rentner ist zu beachten, dass die Renten in Spanien mit 25% besteuert werden! Also ein Viertel eures Einkommens ist weg. Die Deutsche Krankenversicherung zahlt NICHT, wenn Ihr euren Wohnsitz nach Spanien verlegt. Über 6 Monate in Spanien und ihr seid dort steuerpflichtig und auch nicht mehr in Deutschland Krankenversichert. Arztbesuche müssen bar bezahlt werden. In Teneriffa gibt s monatelange Wartezeiten für Ärzte, da nützt auch viel Geld nicht. Autofahren in Puerto de la Cruz ist ein Alptraum aber ohne Auto geht's auch nicht. Busverbindungen gibt's aber kein Vergleich zu Deutschland. In Orotava z.B. gibt's nur eine Haltestelle, ansonsten darf man laufen. Man muss sehr gut zu Fuss sein, sonst wird's schwierig, alles ist steil und am Hang. Wer dort arbeiten will, hat's noch schwerer. Wir sind dann die Ausländer und Konkurenten auf dem Arbeitsmarkt. Und das bei hoher Arbeitlosigkeit- würde ich abraten. Ausserdem - ohne fast perfekte Spanischkenntnisse fast unmöglich. Als Tourist reicht Deutsch, als Resident sollte man Spanisch können. Behördengänge, und die hat man reichlich, wenn man dort seinen Wohnsitz wählt, sind ohne Spanisch hoffnungslos. Immobilienkauf ist gefährlich. Die Qualität ist niedrig, die Preise hoch. Ich würde eine möblierte Wohnung mieten für 12 Monate, meine Wohnung in Deutschland behalten und die Sache erst Mal testen. Was Bonita geschrieben hat bez. Steuerberater ist richtig. Soviel Infos wie möglich und dann entscheiden. Wir haben uns allerdings -so gut wie sicher- für eine Mietwohnung an der Costa Blanca entschieden. Eine kleine Wohnung in Deutschland, nicht Ummelden und mit dem eigenen Auto nach Spanien. Das Klima ist im Winter nicht ganz so warm wie in Teneriffa aber doch 10 Mal besser als in Deutschland. Und es ändert sich bez. Steuern und GKV nichts und - falls was schiefgeht, kann man sofort zurück.
    Gruss
    Matti

  31. Nach oben    #24
    Avatar von heinz1965
    54 Jahre alt
    aus Paraguay
    103 Beiträge seit 11/2013
    Gracias
    14

    Leben auf Teneriffa

    Das Leben auf Teneriffa ist voellig unkompliziert, wenn man es sich nicht selber kompliziert gestaltet.
    Wer hier her kommt nimmt eine moeblierte Mietwohnung (unmoeblierte Wohnungen gibt es hier selten ).
    Wo die Wohnung liegt ist egal, da die erste Wohnortwahl sich hier spaetestens nach 1 bis 2 Jahren nahezu bei jedem Zuwanderer als Fehlentscheidung erweist und ein Umzug ansteht.
    Um ein Auto zu kaufen und zuzulassen genuegt eine spanische Steuernummer NIE und ein nachgewiesener hiesiger Wohnsitz .
    Das eigene Auto mitbringen erfordert hingegen immer eine dicke Brieftasche und neben spanischkenntnissen sehr starke Nerven ....
    Die Angabe der NIE , die es bei der policia National gibt ist hier fuer fast jedes Rechtsgeschaeft obligatorisch.
    Wer auf die sogenannte Residenzia und damit auf die Einheimischen Rabatte verzichtet geraet nicht in das Visier der spanischen Steuerbehoerden.
    Die Steuerpflicht in der BRD bleibt unveraendert, eine Steuerpflicht in Spanien entsteht erst gar nicht.
    Fuer den Besuch bei ordentlichen Aerzten hier genuegt die aus der BRD mitgebrachte Europaeische Krankenversicherungskarte.
    Ergaenzen kann man diese durch eine in der BRD abgeschlossene Reisekrankenversicherung.
    Damit ist man in der Arztwahl sogar freier als der Einheimische Patient oder derjenige der die tollsten spanischen Versicherungen abgeschlossen hat.
    Damit ist ein legaler Aufenthalt von bis zu 6 Monaten pro Jahr als Tourist moeglich. DIese Frist ueberprueft niemand, da jeder Einheimische und jeder Behoerdenmitarbeiter sich ueber jeden Tag freut, den ein konsumierender Tourist hier verbringt.
    Neid und Argwohn entstehen bei den EInheimischen und insbesondere bei Behoerdenmitarbeitern erst, wenn sich hier jemand auf dem Arbeitsmarkt oder als Selbststaendiger versucht.
    Niemand muss einen Wohnsitz oder gar eine Wohnung in der BRD unterhalten.
    Es steht jedem frei waehrend seiner BRD Aufenthalte obdachlos zu sein.....oder andere tolle Laender waerend seiner Abwesenheit von der Insel zu besuchen.

  32. Nach oben    #25
    Avatar von Platano
    aus Teneriffa
    2.387 Beiträge seit 07/2013
    Gracias
    217
    Lasse Dich doch von einem guten Gestor beraten wo Dir auch bei den notwendigen Behördengängen hilft und zur Seite steht. Diese Hilfen und Beratungen kosten Dich wohl einige Euros bewahren Dich unter Umständen vor riesen Ärger und Geldverlust.

  33. Nach oben    #26
    Avatar von Bonita2017
    aus Süddeutschland
    17 Beiträge seit 03/2017
    Gracias
    13
    Zitat Zitat von matti2017 Beitrag anzeigen
    Liebe Bonita und Michael und Lena,
    interessant wie viel leute nach Teneriffa wollen. Wie waren schon sehr oft dort und natürlich würden wir auch gern dort leben und überlegen schon lange, wie wir das hinkriegen. Dazu einige Infos. Als Rentner ist zu beachten, dass die Renten in Spanien mit 25% besteuert werden! Also ein Viertel eures Einkommens ist weg. Die Deutsche Krankenversicherung zahlt NICHT, wenn Ihr euren Wohnsitz nach Spanien verlegt. Über 6 Monate in Spanien und ihr seid dort steuerpflichtig und auch nicht mehr in Deutschland Krankenversichert. Arztbesuche müssen bar bezahlt werden. In Teneriffa gibt s monatelange Wartezeiten für Ärzte, da nützt auch viel Geld nicht. Autofahren in Puerto de la Cruz ist ein Alptraum aber ohne Auto geht's auch nicht. Busverbindungen gibt's aber kein Vergleich zu Deutschland. In Orotava z.B. gibt's nur eine Haltestelle, ansonsten darf man laufen. Man muss sehr gut zu Fuss sein, sonst wird's schwierig, alles ist steil und am Hang. Wer dort arbeiten will, hat's noch schwerer. Wir sind dann die Ausländer und Konkurenten auf dem Arbeitsmarkt. Und das bei hoher Arbeitlosigkeit- würde ich abraten. Ausserdem - ohne fast perfekte Spanischkenntnisse fast unmöglich. Als Tourist reicht Deutsch, als Resident sollte man Spanisch können. Behördengänge, und die hat man reichlich, wenn man dort seinen Wohnsitz wählt, sind ohne Spanisch hoffnungslos. Immobilienkauf ist gefährlich. Die Qualität ist niedrig, die Preise hoch. Ich würde eine möblierte Wohnung mieten für 12 Monate, meine Wohnung in Deutschland behalten und die Sache erst Mal testen. Was Bonita geschrieben hat bez. Steuerberater ist richtig. Soviel Infos wie möglich und dann entscheiden. Wir haben uns allerdings -so gut wie sicher- für eine Mietwohnung an der Costa Blanca entschieden. Eine kleine Wohnung in Deutschland, nicht Ummelden und mit dem eigenen Auto nach Spanien. Das Klima ist im Winter nicht ganz so warm wie in Teneriffa aber doch 10 Mal besser als in Deutschland. Und es ändert sich bez. Steuern und GKV nichts und - falls was schiefgeht, kann man sofort zurück.
    Gruss
    Matti
    Hallo Matti,
    besten Dank für die sehr ausführliche Antwort.
    Sind es grundsätzlich 25 % Steuer auf die Rente, auch wenn diese z.B. niedrig ist? Oder gibt es auch in Spanien Freibeträge für ein Ehepaar? Das ist etwas, was ich einfach auch nach vielem Suchen im Netz noch nicht herausgefunden habe. Deshalb ist das Gespräch bei einem Steuerberater nicht zu umgehen.
    Was die Krankenversicherung betrifft, muss ich Dir widersprechen, Matti. Habe heute gerade die schriftliche Information bekommen. Darin steht: "Selbstverständlich können Sie bei Wohnsitz bzw. ständigem Aufenthalt in Spanien auch Leistungen beanspruchen, wenn Sie sich vorübergehend in Deutschland aufhalten. Benutzen Sie hierfür - wie gewohnt - Ihre elektronische Gesundheitskarte."
    Die Versicherung in Deutschland erlischt nur dann, wenn man in Spanien einer Beschäftigung nachgeht. Dann ist man nur noch in der Seguridad Social versichert.
    Was die Busverbindungen betrifft: wir wohnen hier in Deutschland auf 1000 m Höhe und haben auch eine sehr schlechte Busverbindung. Wir sind es eigentlich gewöhnt. :-) Aber gut, dass Du das sagst mit der einen Bushaltestelle in La Orotava.
    Ja, es kommt natürlich auf den Wohnort an. Ein Auto ist schnell gekauft.
    Wir würden auch auf keinen Fall eine Immobilie kaufen, obwohl mein Mann sehr gut spanisch spricht (ich bin noch am Anfang;-)). Es ist uns einfach zu heikel. Wenn irgendetwas sein sollte, sitzt man auf der Immobilie und bekommt sie nicht mehr los. Wir wohnen auch jetzt in Miete und mieten ist völlig o.k. für uns.
    Allerdings können wir uns keine zwei Wohnungen leisten, also keine in Deutschland UND Teneriffa. Da unsere jetzige recht teuer ist und mit Eintritt der Rente zu kostspielig wird, würden wie sie sowieso aufgeben. Unsere Möbel müssten auch so langsam mal erneuert werden, weshalb auch diesbezüglich der Zeitpunkt nicht schlecht wäre. Wir würden daher nur die Sachen mitnehmen, an denen wir hängen. Deshalb denke ich, wir müssen es einfach wagen.
    Das mit dem "Nicht-Ummelden" ist mir einfach zu heikel, wenn man immer auf Teneriffa lebt. Auf dem Festland ist das vielleicht einfacher. Irgendwann fällt es dann doch auf, man muss Flugtickets nachweisen, und dann kommt die große Nachzahlung.
    Oder?
    Liebe Grüße

    Zitat Zitat von Platano Beitrag anzeigen
    Lasse Dich doch von einem guten Gestor beraten wo Dir auch bei den notwendigen Behördengängen hilft und zur Seite steht. Diese Hilfen und Beratungen kosten Dich wohl einige Euros bewahren Dich unter Umständen vor riesen Ärger und Geldverlust.
    Ja, Platano, das ist wohl das Beste. Wenn Du (oder sonst jemand) einen seriösen Gestor kennt, bin ich für jeden Tipp dankbar.
    Liebe Grüße

  34. Nach oben    #27

    3 Beiträge seit 03/2017

    Nach Teneriffa auswandern

    Liebe Bonita,
    wegen der Krankenversicherung würde ich zu meiner örtlichen AOK oder der zuständige Vers. gehen, das Thema ist sehr kompliziert. Wir waren jetzt im Januar in Puerto .. und hatten einen kleinen Unfall am Strand. Wir sind sofort zum Arzt- Gott sei Dank war gleich einer bei uns im Hotel- und der hat auch gleich losgelegt. Den hat aber meine Gesundheitskarte nicht interessiert. Nur Bares ist Wahres ist dort die Devise. Ich habe das Geld von der AOK zurückbekommen aber ich wohne ja auch in Deutschland. Ich bezweifle, dass die Kasse alle Kosten erstattet, wenn ich meinen Wohnort nach Spanien verlegen würde.
    Illegal in Spanien wohnen, das würde ich nicht empfehlen. Die spanische Regierung ist seit Jahren- und immer eifriger- dabei, die ganzen Steuerhinterzieher aufzuspüren. Es sind Tausende! Es ist ja nicht nur die Nachzahlung, auch Strafe und sogar Knast ist möglich.
    Wenn man ein Auto kauft und für alle Rechtsgeschäfte ist eine NIE nötig also eine Steuernummer. Nun sagt ja der Name "Steuer" woher die Registriernummer kommt. Ist man einmal in diesem System, sollte man alles nach Vorschrift machen, die Spanier haben nicht viel Humor in diesen Dingen. Ja die Steuer von 25 % sind für alle Deutschen Rentner fällig. Es gibt keine Ermässigungen. Man kann nur die in Deutschland schon bezahlten Steuern anrechnen, man muss genau wie hier eine Steuererklärung machen. Ausnahmen gibt's nur für Beamte- wie immer.
    Mein Rat- erstmal probeweise eine Wohnung mieten für 6 Monate (allerdings habe ich gelesen, dass man schon nach 3 Monaten sich bei der Polizei anmelden muss), und dann Steuerberater fragen, einen deutschen Arzt aufsuchen und befragen und so weiter. Bloss nicht die Sachen Packen und ab unter die Palmen. Das geht fast immer schief.
    Gruss
    Matti

  35. Nach oben    #28
    Avatar von Bonita2017
    aus Süddeutschland
    17 Beiträge seit 03/2017
    Gracias
    13
    Zitat Zitat von matti2017 Beitrag anzeigen
    Liebe Bonita,
    wegen der Krankenversicherung würde ich zu meiner örtlichen AOK oder der zuständige Vers. gehen, das Thema ist sehr kompliziert. Wir waren jetzt im Januar in Puerto .. und hatten einen kleinen Unfall am Strand. Wir sind sofort zum Arzt- Gott sei Dank war gleich einer bei uns im Hotel- und der hat auch gleich losgelegt. Den hat aber meine Gesundheitskarte nicht interessiert. Nur Bares ist Wahres ist dort die Devise. Ich habe das Geld von der AOK zurückbekommen aber ich wohne ja auch in Deutschland. Ich bezweifle, dass die Kasse alle Kosten erstattet, wenn ich meinen Wohnort nach Spanien verlegen würde.
    Illegal in Spanien wohnen, das würde ich nicht empfehlen. Die spanische Regierung ist seit Jahren- und immer eifriger- dabei, die ganzen Steuerhinterzieher aufzuspüren. Es sind Tausende! Es ist ja nicht nur die Nachzahlung, auch Strafe und sogar Knast ist möglich.
    Wenn man ein Auto kauft und für alle Rechtsgeschäfte ist eine NIE nötig also eine Steuernummer. Nun sagt ja der Name "Steuer" woher die Registriernummer kommt. Ist man einmal in diesem System, sollte man alles nach Vorschrift machen, die Spanier haben nicht viel Humor in diesen Dingen. Ja die Steuer von 25 % sind für alle Deutschen Rentner fällig. Es gibt keine Ermässigungen. Man kann nur die in Deutschland schon bezahlten Steuern anrechnen, man muss genau wie hier eine Steuererklärung machen. Ausnahmen gibt's nur für Beamte- wie immer.
    Mein Rat- erstmal probeweise eine Wohnung mieten für 6 Monate (allerdings habe ich gelesen, dass man schon nach 3 Monaten sich bei der Polizei anmelden muss), und dann Steuerberater fragen, einen deutschen Arzt aufsuchen und befragen und so weiter. Bloss nicht die Sachen Packen und ab unter die Palmen. Das geht fast immer schief.

    Gruss
    Matti
    Hallo Matti,
    danke für Deine Antwort.
    Nein, wir hauen nicht gleich ab. Das muss alles gut durchkalkuliert sein.
    Nochmal zur Krankenversicherung: die Arztkosten auf Teneriffa werden komplett übernommen, wenn Du in ein Centro de Salud gehst. Freie Arztwahl hat man über die deutsche bzw. europäische Versichertenkarte keine. Geht man zu einem deutschen Arzt, muss man privat bezahlen. Man hat auch keinen Anspruch auf Erstattung oder Zuschüsse durch die deutsche Krankenkasse. Aber wie gesagt: die Behandlungskosten des Centro de Salud sind abgedeckt.
    Es läuft so, dass man der Krankenkasse in Deutschland melden muss, dass man in Spanien lebt. Daraufhin stellt diese den Vordruck E121 aus. Über diesen Schein erhält man in Spanien die Leistungen. Der Leistungsumfang ist allerdings nicht wie in Deutschland, sondern eben der landestypische, den auch die Spanier erhalten.
    Es ist gut, dass Du das sagst mit dem illegalen Wohnen. Ich habe schon öfters in Foren gelesen, dass viele Deutsche sich "durchmogeln". Das kann eine Zeit lang gut gehen, aber wohl zunehmend nicht. Auf so etwas würden wir uns nicht einlassen.
    Die NIE werden wir uns bei unserem mehrwöchigen Aufenthalt im nächsten Winter bereits besorgen.
    Wegen der Steuer, schau doch mal hier: http://www.enterspain.com/?Arbeiten-...en/Steuer-IRPF. Da steht etwas von Freibeträgen, nicht so hoch wie in Deutschland, aber immerhin. Oder verstehe ich da etwas falsch?
    Ich denke mir, die Einheimischen haben doch im Schnitt noch viel weniger Rente. Wenn nun jeder 25 % abführen müsste....
    Lies es doch mal. Bin gespannt, was Du dazu meinst.
    Liebe Grüße
    Bonita

  36. Bonita2017´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  37. Nach oben    #29
    Avatar von Bonita2017
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    Zitat Zitat von heinz1965 Beitrag anzeigen
    Das Leben auf Teneriffa ist voellig unkompliziert, wenn man es sich nicht selber kompliziert gestaltet.
    Wer hier her kommt nimmt eine moeblierte Mietwohnung (unmoeblierte Wohnungen gibt es hier selten ).
    Wo die Wohnung liegt ist egal, da die erste Wohnortwahl sich hier spaetestens nach 1 bis 2 Jahren nahezu bei jedem Zuwanderer als Fehlentscheidung erweist und ein Umzug ansteht.
    Um ein Auto zu kaufen und zuzulassen genuegt eine spanische Steuernummer NIE und ein nachgewiesener hiesiger Wohnsitz .
    Das eigene Auto mitbringen erfordert hingegen immer eine dicke Brieftasche und neben spanischkenntnissen sehr starke Nerven ....
    Die Angabe der NIE , die es bei der policia National gibt ist hier fuer fast jedes Rechtsgeschaeft obligatorisch.
    Wer auf die sogenannte Residenzia und damit auf die Einheimischen Rabatte verzichtet geraet nicht in das Visier der spanischen Steuerbehoerden.
    Die Steuerpflicht in der BRD bleibt unveraendert, eine Steuerpflicht in Spanien entsteht erst gar nicht.
    Fuer den Besuch bei ordentlichen Aerzten hier genuegt die aus der BRD mitgebrachte Europaeische Krankenversicherungskarte.
    Ergaenzen kann man diese durch eine in der BRD abgeschlossene Reisekrankenversicherung.
    Damit ist man in der Arztwahl sogar freier als der Einheimische Patient oder derjenige der die tollsten spanischen Versicherungen abgeschlossen hat.
    Damit ist ein legaler Aufenthalt von bis zu 6 Monaten pro Jahr als Tourist moeglich. DIese Frist ueberprueft niemand, da jeder Einheimische und jeder Behoerdenmitarbeiter sich ueber jeden Tag freut, den ein konsumierender Tourist hier verbringt.
    Neid und Argwohn entstehen bei den EInheimischen und insbesondere bei Behoerdenmitarbeitern erst, wenn sich hier jemand auf dem Arbeitsmarkt oder als Selbststaendiger versucht.
    Niemand muss einen Wohnsitz oder gar eine Wohnung in der BRD unterhalten.
    Es steht jedem frei waehrend seiner BRD Aufenthalte obdachlos zu sein.....oder andere tolle Laender waerend seiner Abwesenheit von der Insel zu besuchen.
    Hallo Heinz,
    vielen Dank, dass Du so ausführlich geantwortet hast.
    Ja, das kann natürlich gut sein, dass man nochmal umziehen muss. Man weiß nie, wie sich die Wohnqualität nach ein paar Wochen herausstellt. Das eigene Auto würden wie nicht mitnehmen, sondern vorher in Deutschland verkaufen. Würde sich nicht lohnen.
    Bei allem Anderen gebe ich Dir Recht, sofern wir uns nur bis zu 6 Monate uns auf Teneriffa aufhalten würden. Natürlich könnten wir auch jederzeit noch einen Wohnsitz in Deutschland bei Verwandten angemeldet lassen. Das Problem ist aber, wenn das spanische Finanzamt doch mal eine Überprüfung macht (man weiß es nie), dann bist Du in der Beweispflicht. Das heißt, Du musst nachweisen, dass Du die Insel ein halbes Jahr verlassen hast (Flugtickets o.ä.). Das spanische Finanzamt lebt auch nicht hinterm Mond. Bereits anhand Deines laufenden Stromverbrauches u.s.w. ist ersichtlich, wenn Du vor Ort bist. Außerdem wirst Du das ganze Jahr über gesehen und Neider gibt es - wie Du sagst - überall. ;-)
    Habe ich das richtig verstanden, dass wir die NIE bei den Polizei-Dienststellen bekommen? Also nicht bei einem Amt?

    Liebe Grüße
    Bonita

  38. Nach oben    #30
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  39. Nach oben    #31
    Avatar von heinz1965
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    Umzug nach Spanien

    Die NIE gibt es bei der Policia National, das ist eine der 4 verschiedenen Polizeiorganisationen auf den Canaren. Im Sueden neben der Bus Endstation in Las Americas geht das problemlos (von der Warteschlange abgesehen) . Von anderen Orten hier gibt es andere Erfahrungsberichte....in Puerto de la Cruz z.B. scheint alles ein Problem zu sein...

    Die freie Arztwahl mit der europaeischen Krankenversicherungskarte bezieht sich auf alle bei der Securidad Sozial zugelassen Aerzte.
    Dem Einheimischen wird hingegen vorgeschrieben zu welchem der zugelassenen Aerzte in welchem Gesundheitszentrum er gehen darf . Bei privat in Spanien versicherten Personen gibt es ebenso Einschraenkungen auf die Vertragsaerzte der jeweiligen Versicherung.
    Die hier taetigen deutschen Aerzte duerften durchweg keine oder eine eingeschraenkte Kassen Zulassung haben und sind daher privat zu bezahlen mit der Hoffnung auf Kostenerstattung durch die eigene Krankenkasse.
    Tipp: Wer im Krankheitsfall / nach einem Unfall weder Geld noch Kreditkarte hat wird ganz schnell an die von der Securidad Sozial zugelassenen Aerzte verwiesen, wo es im uebrigen regelmaessig auch die umfassendere Behandlung gibt, nur eben in spanischer Sprache.
    Die kostenguenstigen deutsche Reisekrankenversicherungen fuer 10,- bis 60,- Euro pro Jahr gelten vertragsabhaengig immer nur fuer Reisen von einigen Wochen/Monaten. Daher ist es durchaus sinnvoll die Insel regelmaessig zu verlassen und eine neue Reise zu starten...... Die sogenannten Auslandskrankenversicherungen sind hingegen erheblich teurer... Wer bei seinen Versicherungen spart und das Geld unter dem Kopfkissen hortet kann im Schadensfall davon problemlos Privat Leistungen bezahlen.

    Zur Frage der hiesigen Anmeldung: Die Missgunst der Behoerden Mitarbeiter gilt den Auslaendern, die sich hier vollstaendig anmelden, insbesondere der Eintrag ins Auslaenderregister (Residenzia) wird gerne unterbunden. Wer hier gemeldet ist, ist zunaechst ein potentieller Mitbewerber auf dem Arbeitsmarkt und danach ein potenzieller Sozialfall der, der Gemeinde auf der Tasche liegt e.t.c. . Ob Madrid eine Einkommenssteuer bei diesem Neubuerger kassiert, interessiert niemanden. Hier hat man nur Interesse an den paar oertlichen Steuern und insbesondere am Konsum des Touristen.
    Zusaetzliche "neue Einheimische" mag hier niemand.
    Die Anmeldung von Strom und Wasser laeuft bei einer Mietwohnung nahezu immer auf den Namen des Eigentuemers, da dieser ohnehin fuer den Verbrauch haftet. (analog zum Trinkwasserverbrauch/Abwasser in der BRD).

    Daher auch meine Beschreibung des unkomplizierten Touristenlebens hier...... man kann es sich natuerlich auch kompliziert und erheblich teurer gestalten......

  40. Nach oben    #32
    Avatar von Bonita2017
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    Zitat Zitat von heinz1965 Beitrag anzeigen
    Die NIE gibt es bei der Policia National, das ist eine der 4 verschiedenen Polizeiorganisationen auf den Canaren. Im Sueden neben der Bus Endstation in Las Americas geht das problemlos (von der Warteschlange abgesehen) . Von anderen Orten hier gibt es andere Erfahrungsberichte....in Puerto de la Cruz z.B. scheint alles ein Problem zu sein...

    Die freie Arztwahl mit der europaeischen Krankenversicherungskarte bezieht sich auf alle bei der Securidad Sozial zugelassen Aerzte.
    Dem Einheimischen wird hingegen vorgeschrieben zu welchem der zugelassenen Aerzte in welchem Gesundheitszentrum er gehen darf . Bei privat in Spanien versicherten Personen gibt es ebenso Einschraenkungen auf die Vertragsaerzte der jeweiligen Versicherung.
    Die hier taetigen deutschen Aerzte duerften durchweg keine oder eine eingeschraenkte Kassen Zulassung haben und sind daher privat zu bezahlen mit der Hoffnung auf Kostenerstattung durch die eigene Krankenkasse.
    Tipp: Wer im Krankheitsfall / nach einem Unfall weder Geld noch Kreditkarte hat wird ganz schnell an die von der Securidad Sozial zugelassenen Aerzte verwiesen, wo es im uebrigen regelmaessig auch die umfassendere Behandlung gibt, nur eben in spanischer Sprache.
    Die kostenguenstigen deutsche Reisekrankenversicherungen fuer 10,- bis 60,- Euro pro Jahr gelten vertragsabhaengig immer nur fuer Reisen von einigen Wochen/Monaten. Daher ist es durchaus sinnvoll die Insel regelmaessig zu verlassen und eine neue Reise zu starten...... Die sogenannten Auslandskrankenversicherungen sind hingegen erheblich teurer... Wer bei seinen Versicherungen spart und das Geld unter dem Kopfkissen hortet kann im Schadensfall davon problemlos Privat Leistungen bezahlen.

    Zur Frage der hiesigen Anmeldung: Die Missgunst der Behoerden Mitarbeiter gilt den Auslaendern, die sich hier vollstaendig anmelden, insbesondere der Eintrag ins Auslaenderregister (Residenzia) wird gerne unterbunden. Wer hier gemeldet ist, ist zunaechst ein potentieller Mitbewerber auf dem Arbeitsmarkt und danach ein potenzieller Sozialfall der, der Gemeinde auf der Tasche liegt e.t.c. . Ob Madrid eine Einkommenssteuer bei diesem Neubuerger kassiert, interessiert niemanden. Hier hat man nur Interesse an den paar oertlichen Steuern und insbesondere am Konsum des Touristen.
    Zusaetzliche "neue Einheimische" mag hier niemand.
    Die Anmeldung von Strom und Wasser laeuft bei einer Mietwohnung nahezu immer auf den Namen des Eigentuemers, da dieser ohnehin fuer den Verbrauch haftet. (analog zum Trinkwasserverbrauch/Abwasser in der BRD).

    Daher auch meine Beschreibung des unkomplizierten Touristenlebens hier...... man kann es sich natuerlich auch kompliziert und erheblich teurer gestalten......
    Hallo Heinz,
    das, was die ärztlichen Leistungen und Kosten betrifft, ist mir alles klar. Aber warum sollten Behördenmitarbeiter einem Neubürger mit gesicherter Rente, der sich auch auf dem Arbeitsmarkt gar nicht niederlassen möchte, misstrauisch sein? Die Spanier können doch froh sein, wenn es zusätzliche Steuerzahler gibt. Warum Sozialfall?
    Sicher gibt es das alles (so wie bei uns im Land übrigens auch), aber - entschuldige - dazu zähle ich uns nun wirklich nicht. :-)
    Uns geht es nicht um ein umkompliziertes Touristenleben, sondern um ein Auswandern und ruhiges Rentenleben. Mehr nicht.
    Ich frage mich gerade, ob eher die Deutschen auf der Insel missgünstig sind? ;-) Kann das sein?

    Liebe Grüße
    Bonita

  41. Bonita2017´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  42. Nach oben    #33
    Avatar von heinz1965
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    Auswandern

    Der Eintrag in das Auslaenderzentralregister beinhaltet diverse soziale Rechte wie auch das Recht auf Residentenrabatte sowie das Recht in das System der Seguridad Sozial als Berechtigter und somit als Belastung fuer die Einheimischen zu wechseln. (mit BRD Krankenversicherungskarte ist man hingegen Geldbringer fuer das hiesige Gesundheitswesen)
    Daher sind die Huerden zur Erlangung dieses Eintrages in das Auslaenderregister sehr hoch, um ihn moeglichst zu verhindern.

    Ich habe es mehrmals erlebt, wenn ich mich hier bei einer Wohnortgemeinde angemeldet habe: "Ich moechte mich hier als Einwohner registrieren lassen" -- boeser Blick meines Einheimischen Gegenueber und tiefes Einatmen --- "....um ein neues Auto zuzulassen" ---unvermittelt freundlicher Blick, freundliche Worte und sofortige unkomplizierte Erledigung.

    Die Missgunst geht hier inzwischen berechtigterweise sehr stark von den Einheimischen aus. Dank EU Freizuegigkeit kann sich jeder EU Buerger hier auf jeden Job bewerben und jede Taetigkeit ausueben.
    Daher gehen die Behoerdenjobs , deren Vergabe aus Madrid bestimmt wird, oft an Festlandsspanier, weil diese besser spanisch koennen und oftmals einen hoeheren Bildungsabschluss haben. Die Jobs im Tourismus mit Kundenkontakt gehen an Auslaender, weil diese oftmals mehrsprachig sind.
    Das bedeutet das die Canarios, deren Familien nicht bereits durch fruehere Geschaefte im Geld schwimmen, im Erwerbsleben das Nachsehen haben.
    Vor diesem Hintergrund sind Touristen , auch Dauertouristen als reine Konsumenten willkommen und Zuwanderer unerwuenscht.


  43. heinz1965´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


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