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Thema: Private Ferienwohnungs-Vermietung illegal

  1. #1

    68 Jahre alt
    aus Las galletas
    21 Beiträge seit 11/2012

    Private Ferienwohnungs-Vermietung illegal

    Mit dem Thema Vermietung einer Ferienwohnung setze ich mich schon länger auseinander.
    Auf Teneriffa darf man nicht mehr privat an Touristen vermieten und eine neue Genehmigung zu bekommen ist leider aussichtslos. Nur wenn man oben in den Bergen was kauft und dann als Landwirtschafts-Erlebnis vermarktet, dann bestehen Chancen. Aber auch hier sind die Auflagen sehr streng.
    Nun denkt ihr bestimmt, das machen doch sehr viele... ja klar, es standen aber auch schon einige Anbieter deswegen vor Gericht. Bei mir in der Wohnanlage waren sie schon zwei mal und haben gefragt, ob mir das Apartment selbst gehört oder ob ich Tourist bin oder gemietet habe. Es sind zwei Frauen die mit einem Tablet und viele Unterlagen bewaffnet rumlaufen und nach illegalen Ferienwohnungen suchen.

    https://www.teneriffaforum.de/group.php?groupid=22

    Allen Anbietern viel Glück!

  2. Nach oben    #2

    69 Jahre alt
    2 Beiträge seit 01/2014
    Die touristische Vermietung von Wohnungen ist tatsächlich verboten, aber ich kenne niemanden, der schon kontrolliert worden ist. Langzeitvermietung (ab drei Monaten) ist hingegen immer erlaubt.


  3. Nach oben    #3
    Dadurch, dass wir unsere Wohnung früher sieben bis acht Wochen im Jahr vermietet (und versteuert) haben, hatten wir unsere Fixkosten wieder drin. Es mieteten meist Leute, für die ein Hotelzimmer keine Alternative zu einer Ferienwohnung ist. Insofern kann ich das Argument "Die schnappen den Hotels die Gäste weg" auch nur bedingt nachvollziehen.

  4. Nach oben    #4
    Avatar von Hola
    491 Beiträge seit 11/2013
    Gracias
    47
    Die canarische Regierung hat bereits einen Gesetzesentwurf präsentiert, der sehr negativ für alle Vermieter von privaten Ferienwohnungen ausfällt. Wenn dieser Gesetztesentwurf tatsächlich verabschiedet werden sollte, wird der Großteil aller Vermieter aus der touristischen Vermietung ausgeschlossen!

  5. Nach oben    #5
    Avatar von bahala na
    aus Chayofa / Oberfranken
    192 Beiträge seit 06/2012
    Gracias
    18

    Anpassung

    Bevor man irgendwo investiert, sollte man sich kundig machen, was geht und was nicht. Denkt mal nach, wenn ein Canario in Deutschland solche Forderungen nach einer Gesetzesänderung stellen würde, um Profit zu machen. Das Geschrei wäre groß.

    Ich komme seit 30 Jahren auf die Kanaren und über 10 Jahre wohne ich auf Teneriffa. Warum meckern Deutsche immer rum? Lasst doch die Insel wie sie ist. Über 500 Jahre sind die Canarios ohne Deutsche ausgekommen. Wir sind hier Gäste!!! Wer etwas ändern will, der soll nach Deutschland zurück gehen.

    Saludos

  6. Nach oben    #6

    aus Puerto de la Cruz
    109 Beiträge seit 05/2013
    Gracias
    13
    Es gab neulich einen Bericht zu diesem Thema in den Nachrichten von TV Canaria:

    "Der ENTWURF der kanarischen Regierung zur Regulierung der touristischen Vermietung erlaubt die Vermischung der touristischen Vermietung und der normalen Wohnungsvermietung nicht nur in touristischen Gebieten, sondern ermöglicht auch die touristische Vermietung in Wohngebäuden".

    Der Hotelverband ASHOTEL kritisierte den Entwurf mit der Begründung, dass die Zulassung dieser Mischung das Image des Unternehmens, das über viele Jahre und mit vielen Anstrengungen aufgebaut wurde, ruinieren könnte.

  7. Nach oben    #7

    2 Beiträge seit 01/2015

    Vermietung an Touristen

    Wir beschäftigen uns auch mit dem Gedanken uns auf Teneriffa eine Ferienwohnung zu kaufen und sie in der übrigen Zeit an Touristen zu vermieten. Wir waren etwas irritiert, wie groß das Angebot trotzdem ist und würden gern wissen, wie konkret die Erfahrungen von anderen Ferienhaus/wohnungs-Besitzern sind.

    Viele Grüße

  8. Nach oben    #8
    Avatar von Rainer
    52 Jahre alt
    619 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    157
    Lasst euch nicht von den vielen Deutschen anstecken, die ihre Wohnungen an Urlauber vermieten. Sie tun das zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit illegal, also ohne jede Genehmigung und am Fiskus vorbei! Es ist damit zu rechnen, dass dies in den kommenden Jahren wesentlich strenger kontrolliert wird als bisher. Bei Verstößen können empfindliche Strafen und geschätzte Nachforderungen verhängt werden.

    Macht euch also erst mal mit den zahlreichen Auflagen der jeweiligen Gemeinden vertraut und dann sucht nach einem Objekt, dass dementsprechend touristisch vermietet werden darf.

  9. Rainer´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  10. Nach oben    #9
    Avatar von Hola
    491 Beiträge seit 11/2013
    Gracias
    47
    Ja genau so ist es... in los Cristianos zahlte ein Bekannter von mir 60 000 Euro Strafe. Es gibt sehr wenige Wohnungen, die legal vermietet werden dürfen.

  11. Nach oben    #10

    2 Beiträge seit 01/2015
    Vielen Dank für die Antworten, das hat uns schon sehr geholfen. Es war mir gar nicht klar, dass es nicht wirklich legal ist.

  12. Nach oben    #11

    66 Jahre alt
    6 Beiträge seit 08/2014
    Übrigens... Wohnungen dürfen nur ab sechs Monaten vermietet werden. Ansonsten würde man sich auch als Mieter strafbar machen.

    vg Walter

  13. Nach oben    #12
    Avatar von MeinerEiner
    53 Jahre alt
    aus San Eugenio Alto
    305 Beiträge seit 04/2015
    Gracias
    59
    Dieses Dekret ist ein Eigentor der Regierung. Ich glaube nicht, dass die Hotels die Steuern erbringen können, welche durch das Vermietungsverbot verloren gehen. Das erinnert mich irgendwie an Griechenland. Will ja nichts unterstellen, aber so einen Unsinn zu erlassen riecht doch stark nach Bestechung. Die Hotels sorgen durch Ihre "All Inklusiv" Verträge schon für erhebliche Einnahmenminderung bei der Gastronomie. Nun erreichen Sie, dass viele Einheimische, welche vor einiger Zeit auf Vermietung gesetzt haben, nun Ihre Existenzgrundlage verlieren.

    So wird das nichts mit der finanziellen Erholung Spaniens.

  14. Nach oben    #13
    Avatar von Hola
    491 Beiträge seit 11/2013
    Gracias
    47
    Ja was ihr schreibt stimmt ...ich denke auch das die Hotelgäste auch kein Restaurant ..keine Bars ..keine Autos usw brauchen ...natürlich im Vergleich zu jetzt dadurch gehen einige Sparten die Luft aus ...ist das was die oberen Herren wollen ?. Ich denke doch nicht

  15. Nach oben    #14

    aus adeje
    99 Beiträge seit 08/2012
    Gracias
    12
    Stimmt. Urlauber, die Ferienwohnungen mieten gehen nicht ins Hotel. Wenn die Vermietung hier auf den Kanaren verboten wird werden diese Urlauber woanders hinfahren. Durch ein Verbot der Kurzzeitvermietung von privaten Objekten schneidet sich die Regierung auf lange Sicht ins eigene Fleisch.
    Denn wenn diese Urlauber nicht mehr kommen gehen andere Einnahmen wie zum Beispiel durch Autovermietung (90 % dieser Gäste haben einen Mietwagen), Restaurant- und Freizeitparkbesuche, etc. verloren.
    Die Kurzzeitvermietung sollte zu 100% legalisiert werden. Das bringt mehr Steuereinnahmen und diese Urlauber sind, wie schon erwähnt, absolut keine Konkurrenz der Hotels.

  16. Nach oben    #15
    Avatar von Rainer
    52 Jahre alt
    619 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    157
    Ich glaube, hier wird einiges missverstanden. Es geht im Endeffekt doch nicht um ein generelles Verbot der privaten Vermietung an Touristen, sondern um Regulierung dieses Gewerbes und Schutz der Bevölkerung und Wahrung von Mindeststandards, was Ausstattung und Einrichtung betrifft.

    Es ist völlig nachvollziehbar, dass zu Wohnzwecken gebaute Wohnungen und Häuser in Wohnsiedlungen von der touristischen Vermietung ausgeschlossen werden können, wenn Einheimische in der selben Gegend keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden.

  17. Rainer´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  18. Nach oben    #16
    Avatar von Platano
    aus Teneriffa
    2.387 Beiträge seit 07/2013
    Gracias
    217
    Bravo Rainer für Deinen Klartext vielleicht nehmen diejenigen die betroffen sind Deinen Beitrag zu Herzen anstatt weiter zu jammern.

  19. Nach oben    #17
    Avatar von Briefträger
    aus wuppertal
    762 Beiträge seit 01/2013
    Gracias
    68
    Grundsätzlich ist auch private Vermietung erlaubt, nur benötigt man dazu eine Konzession entweder als Ferienwohnung oder als Hotelzimmer. Beides wird schon seit Jahren unter strengen Auflagen erteilt. Gesetzlich gilt meiner Meinung nach bis ca. 3 Monate als Kurzzeit und ab 3 Monate als Langzeit.

    Ein Mieter macht sich niemals strafbar! Langzeit ist Langzeit und immer erlaubt.

  20. Nach oben    #18
    Avatar von Hola
    491 Beiträge seit 11/2013
    Gracias
    47
    Unter drei Monaten ist es touristische Vermietung und da muss man aufpassen, vor allem wenn man böse Nachbarn hat.

  21. Nach oben    #19
    Avatar von Briefträger
    aus wuppertal
    762 Beiträge seit 01/2013
    Gracias
    68
    Das Nachbarproblem und das Steuerumgehungs-Syndrom gibt es weltweit.

  22. Nach oben    #20
    Avatar von Sommerlotte
    1 Beiträge seit 11/2015

    Vermietungslizenz

    Hallo in die Runde,
    kann mir jemand etwas zum Thema Vermietungslizenz sagen? Ich habe da einige offene Fragen.

  23. Nach oben    #21
    Avatar von Rainer
    52 Jahre alt
    619 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    157
    Eine Vermietungslizenz bei gewöhnlicher Langzeitvermietung brauchst du nicht. Vermieten ist hier ja grundsätzlich nicht verboten. Die Wohnung sollte natürlich bewohnbar sein und ein Mietvertrag mindestens für ein halbes Jahr gelten. Die Einnahmen sind zu versteuern.

    Für kurzfristige Angebote an Feriengäste gibt es etliche bürokratische Hürden und Mindeststandards zu beachten, die es sich aber nicht aufzuzählen lohnt, da man in aller Regel sowieso keine behördliche Genehmigung hierfür erhält und/oder sich das Objekt in einer Wohnsiedlung befindet. Die allermeisten vermieten also entsprechend ohne Genehmigung, in der Hoffnung, dass nicht irgendwann die Kontrolleure auf der Matte stehen.

  24. Nach oben    #22
    Avatar von Briefträger
    aus wuppertal
    762 Beiträge seit 01/2013
    Gracias
    68
    Dem Bericht von Rainer ist nichts hinzuzufügen.
    mfg
    Briefträger

  25. Nach oben    #23
    Avatar von ccc
    5 Beiträge seit 07/2017

    darf man jetzt wieder kurzzeitig vermieten?

    ich habe gehört, dass im April 2017, also neulich, ein Urteil gefällt wurde, welches das Gesetz vom Mai 2015, für teilweise ungültig erklärt hat, weil es wiederum einem anderen Gesetzt (das der freien Marktwirtschaft) widersprach. Daraufhin soll das Gobierno Canario Einspruch gegen das Urteil erhoben haben. Weiss jemand etwas darüber? wie die Gesetzeslage nun ist?
    ich würde gerne einen Teil meines Hauses als apartment für Urlauber vermieten.
    Wenn das aber gegen das Gesetz verstösst, wären diese Räumlichkeiten, leergeräumt, auch bestens als Seminarraum geeignet.
    Die Mietbedingungen wären ja ähnlich also kurzzeitig, meist wohl nur fürs Wochenende im letzteren Fall.... weiss jemand Bescheid, ob es da vor dem Gesetzt eine Vermietmöglichkeit für mich gibt? ach ja... falls es von Wichtigkeit sein sollte: Mein Haus steht in einem Ortskern.
    Tausend Dank schonmal falls sich jemand die Mühe machen möchte zu antworten... <3
    liebe Grüsse!!

  26. Nach oben    #24
    Avatar von Hola
    491 Beiträge seit 11/2013
    Gracias
    47
    Bis jetzt ist es noch nicht geklärt
    Aber vielleicht mal beim ayuntamento nachfragen welche Auflagen zu erfüllen sind

  27. Nach oben    #25
    Avatar von ccc
    5 Beiträge seit 07/2017
    ja gute Idee! <3 lichen Dank!!!

  28. Nach oben    #26
    abgemeldet
    aus El Médano - Granadilla de Abona
    113 Beiträge seit 04/2015
    Gracias
    24

    Urteil Privatvermietung Kanaren....

    Nach meiner Meinung ist das Thema erst mal durch. Der Hotelverband hat versucht seine Interessen durchzusetzen. Die kanarische Regierung ist mit dem Gesetz dazu durchgefallen. Bei den Hotels geht es um Wirtschaftsinteressen. Die privaten Wohnungseigentümer sind aber Wähler. Ich glaube, dass den spanischen Eigentümern das ganze sowieso am A... vorbei geht.

  29. Nach oben    #27
    Avatar von ccc
    5 Beiträge seit 07/2017
    danke Rayforo,
    Deine Worte tuen mir gut!
    Mir würde es auch an A. vorbeigehen wenn die Regierung nicht !!!!! immer noch !!!!! saftige Geldbussen, mit 5 stelligen Beträgen, verteilen würde, an diejenigen die angezeigt wurden von Hotels oder wem auch immer....
    Danke auch für den Hinweis im Netz... liebe Grüsse an Alle...

  30. Nach oben    #28
    abgemeldet
    aus El Médano - Granadilla de Abona
    113 Beiträge seit 04/2015
    Gracias
    24

    Multas.....

    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    danke Rayfaro,
    Deine Worte tuen mir gut!
    Mir würde es auch an A. vorbeigehen wenn die Regierung nicht !!!!! immer noch !!!!! saftige Geldbussen, mit 5 stelligen Beträgen, verteilen würde, an diejenigen die angezeigt wurden von Hotels oder wem auch immer....
    Danke auch für den Hinweis im Netz... liebe Grüsse an Alle...
    In den Foren tummeln sich Multa-Liebhaber, nach dem Motto: "Ich kenne einen der einen kennt, der soll mal gehört haben, dass einer eine Multa (Geldstrafe) bezahlt haben soll"! Wenn es den geben sollte, kann er jetzt, nach dem Urteil, seine Multa zurückfordern. Wenn Sie Fakten haben, ziehe ich meinen Einspruch zurück & behaupte das Gegenteil.

  31. Nach oben    #29
    Avatar von ccc
    5 Beiträge seit 07/2017
    danke Rayfaro... also ich habe wirklich in meinem nächsten Umfeld Eigentümer die Geldstrafen bezahlt haben und auch eine, die erst im Juni, also nach dem 26. 04. eine Geldbusseforderung für die Zeit in der das Gesetzt noch nicht angefochten war, bekommen hat. Wenn sie die jetzt nicht mehr zahlen braucht, und die Anderen ihre multa zurückfordern können... das wäre ja sagenhaft fantastisch!!!!! Versuchen sollte man es auf jeden Fall! höre ich auch aus Deinen Worten.... liebe Grüsse... <3

  32. Nach oben    #30
    Avatar von ccc
    5 Beiträge seit 07/2017
    Die Zeitschrift aus Gran Canaria hatte denselben Inhalt wie der Artikel, den Rayfaro hier reingestellt hat. also hab ich ihn nicht kopiert.

    Hier kommt gerade eben ein Bericht von ASCAV zu mir. Die Übersetzung ist allerdings nicht sehr gut, wie ich finde... ich habe gerade um den spanischen Text gebeten.... ich stell die deutsche Version mal hier rein....

    " ENDLICH WURDE EIN URTEIL BZGL. DER KLAGE VOM VERBAND ASCAV GEGEN DAS DEKRET 113/2015 GEFÄLLT!!!

    In dem Urteil gegen der von ASCAV eingereichten Klage, bestätigt das Gericht wieder einmal den „Trugschluss“ der kanarischen Regierung in ihrer Rechtfertigung des Verbots der privaten Ferienvermietung in touristischen Zonen. Wiederholt, besteht das Gericht darauf, dass die Verordnung „eindeutig gegen die freie Marktwirtschaft verstößt, was die einzige plausible Erklärung für diese Einschränkung ist, indem sie versucht das Angebot der traditionellen touristischen Unterkunftsprodukte zu begünstigen, die sich vor allem in touristischen Gebieten befinden“.

    Im Gegensatz zu den vorherigen Urteilen, fällt das Urteil von ASCAV zu Gunsten der Anfechtung des Artikels 5.2 a) aus, in welchem es verboten war, dass die Benutzer (Eigentümer oder Vermittler) die Ferienwohnung für andere, nicht touristische Zwecke nutzen. Dies verletzt die Ausübung des freien Rechts von Privateigentum innerhalb der Wohnung, welche genau das ist, ein Zuhause. Das Urteil hebt auch die weiteren Absätze des Artikels 5.2 auf, da der Gerichtshof der Ansicht ist, dass die Regelung nicht die Befugnis hat, den Touristen Pflichten in Bezug auf die „zivilisierte Nutzung aufzuerlegen.

    Die Entscheidung des Saales hebt den Artikel 3.2 auf und das Verbot der privaten Ferienvermietung in touristischen und gemischten Wohngebieten. Ausserdem annuliert es den Artikel 5.2 und die Nutzung, die der Besitzer der Wohnung geben will, da sie der Ansicht sind, dass die Kanarischen Regierung, nicht die Befugnis hat, den Touristen diesbezüglich Pflichten aufzuerlegen.

    Wie in früheren Entscheidungen wird auch der Artikel 12.1 aufgehoben, welcher besagte, dass die Wohnung nur als Ganzes vermietet werden dürfe, aber nicht einzelne Zimmer, da auch dies wieder gegen das freie Angebot von Dienstleistungen verstösst und die Regelung ganz offensichtlich zu verhindern versucht, dass ein Produkt auf den Markt kommt, das durch seinen reduzierten Preis mit dem Angebot der Hotels konkurriert, was wiederrum gegen die Wettbewerbsfreiheit verstösst. Auch wird der Artikel 13.3 bzgl. der Wartezeit von 15 Tagen für den Beginn der Tätigkeit aufgehoben. Natürlich, muss die Regierung die Kosten für den Gerichtsprozess tragen. Sicherlich wird diese, wie bei den vorherigen Urteilen, Einspruch einlegen.

    Neben den Einschränkungen für Wohnungen auf touristischen Böden, muss die Problematik der ländlichen Flächen hinzugefügt werden, die sowohl in Teneriffa, als auch in Lanzarote, die Legalisierung derer blockiert. Obwohl diese Wohnungen über die Bewohnbarkeitsbescheinigung verfügen, erhalten sie keine Legalisierung seitens der Gemeinden und des Cabildos, auch wenn die Erbauung dieser Häuser noch vor den Flächennutzungsplänen und Bauvorschriften, liegt. Mit dem Erscheinen dieses Urteils werden wir beginnen diesbezüglich rechtliche Strategien und Vorgehensweisen auszuarbeiten, die unsererseits noch ausgeführt werden müssen, um auf die erwartete Gegenklage der Regierung vor dem Obersten Gerichtshof der Kanaren vorbereitet zu sein.

    Dieses Urteil zusammen mit den Daten des Berichts über die private Ferienvermietung, welcher von der Kanarischen Regierung erstellt und vor ein paar Wochen präsentiert wurde, bestätigt, dass die Nachfrage des Marktsektors für die private Ferienvermietung im Jahr 2010 10,32% aller Touristen betrug und im Jahr 2016 nur 8,61%. Das zeigt, dass es sich um keinen Touristenboom der privaten Ferienvermietung handelt und dass mit den regulatorischen Entwicklungen nur versucht wurde, die Prinzipien der Grundrechte der Eigentümer und der touristischen Vermittler, zu untergraben. Der Widerspruch liegt auch darin, dass die Hotels von 8.306.830 Touristen im Jahr 2010 auf 12.107.719 Touristen im Jahr 2016 anstiegen und auf 4.150.132 Touristen in „all inclusive“, was der lokalen Wirtschaft nicht zu Gute kommt. Wir möchten und können deshalb diese Ungerechtigkeiten nicht zulassen.

    Die „Verdrehung“ des Modells der privaten Ferienvermietung seitens der Investoren und der Banken, die komplette Gebäude kaufen, um sie in „Pseudo“ all inclusive umzuwandeln und noch durch die RIC ermutigt werden, verschiedene Dienste zur Verfügung zu stellen, hat nur vesucht, die Tür, zu einer internationalen Nachfrage der privaten Ferienvermietung als Untekunftsmodalität, wie es von ASCAV angedacht ist, d.h. auf eine spezielle Nachfrage von Toursiten zu reagieren, zu schließen.

    Das traditionelle Modell, an dem sich die Kanarische Regierung festhält, beabsichtigt nur gleiches fortzusetzen, was sehr gefährlich und nicht konstruktiv für die Zukunft des Tourismus der Inseln ist, da ein vielfältiges Angebot was „zuhört“, sich aktiv um die Anforderungen der Besucher kümmert und Rechtssicherheit schafft, von entscheidender Bedeutung.

    Die Tätigkeit der privaten Ferienvermietung hat, laut der eigenen Regierung, auf den Kanaren eine wirtschaftliche Auswirkung von 1,5 Milliarden Euro, schafft somit Arbeitsplätze und eine Möglichkeit für die Kanaren sich an einer touristischen Ressource zu beteiligen, die, wie wir schon immer gesagt haben, für alle ist und deshalb werden wir auch weiterhin zusammen dafür kämpfen."

  33. Nach oben    #31

    aus München
    5 Beiträge seit 10/2017

    Appartments im Abama Golf Resort Guia de Isora

    Wir haben Glück gehabt und ein schönes Stück Land, im luxuriösen Urlaubsresort Abama Golf, für einen akzeptablen Preis ergattern können. Im nächsten Jahr wollen wir uns vom Architekten dort unser Traumhaus bauen lassen. Das Haus geht jetzt in Planung. Ein Großteil des Hauses wollen wir selber nutzen. Wir haben allerdings auch daran gedacht zwei Appartements mit ca. 55 qm in das Haus zu integrieren. Diese sollen auch von Freunden und Familie genutzt werden können.

    Ist es uns nach den neuen Regeln möglich die Appartements auch an Touristen zu vermieten? Das Haus befindet sich ja, in einem touristischen Gebiet. Natürlich würden wir die erforderlichen Genehmigungen einholen und die dafür anfallenden Steuern bezahlen. In unserem Kaufvertrag für das Grundstück, ist kein Absatz finden, der uns die Vermietung verbietet. Ist es richtig, dass wir die Vermietung der Appartements nicht öffentlich (z.B. Internet) bewerben dürfen?

    Würdet Ihr Abama Fragen ob sie die Vermietung gegen ein entsprechende Vermittlungsprovision übernehmen würden? (Hausmeister und Reinigungsdienste eingeschlossen.) Vermutlich würden sie die Appartements dann nur vermieten wenn das Hotel und alle anderen Immobilien schon vermietet sind.

    Danke im voraus für Eure Einschätzung.
    Gruß Andi

  34. Nach oben    #32
    Avatar von Rainer
    52 Jahre alt
    619 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    157
    Heute wurde der Dekretsentwurf veröffentlicht, mit dem die kanarische Regierung die private Ferien-Vermietung in touristischen Zonen verbieten will: http://www.canariasenred.com/guerra-...as-turisticas/

    Nur ein Entwurf, nichts weiter.

  35. Nach oben    #33
    Avatar von Rainer
    52 Jahre alt
    619 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    157

    Ferienvermietungsverbot aufgehoben

    El Tribunal Supremo ha anulado el precepto del decreto de viviendas vacacionales del Gobierno canario que prohíbe a sus propietarios alquilarlas por habitaciones sueltas, al no encontrar ninguna razón que justifique esa limitación, ni siquiera en las molestias a los vecinos.
    https://www.eldiario.es/canariasahor...860914287.html

    Damit sollte das Thema nun wirklich vom Tisch sein und zumindest in dieser Sache Klarheit herrschen. Das wird die Preise vieler attraktiver Appartments in touristischen Zonen nochmal steigen lassen.

    Allerdings sollte man keine voreiligen oder falschen Schlüsse aus dem heutigen Urteil ableiten. Die unzähligen illegalen Ferienwohnungen werden durch das heutige Urteil nämlich nicht automatisch legal. Auch weiterhin gelten die Bestimmungen der Gemeinden, jede Ferienwohnung anzumelden, unterschiedliche Auflagen zu erfüllen und es dem Finanzamt mitzuteilen. Legale Ferienwohnungen tragen sichtbar ein "Vv"-Schild am Eingang und haben innen einen gut sichtbaren Hinweis auf das Vorhandensein von Beschwerdeblättern (Verbraucherschutz), so wie man das von legalen Bars/Cafés (BC) und Restaurants (R) auch kennt.

    Aber noch mehr als die Gemeiden schauen derzeit die Finanzämter hin und haben alle großen Vermittlungsbörsen zu ihren Handlangern gemacht: Airbnb, Homeaway (FeWo-Direkt), und Consorten müssen ihre Daten fortan jährlich den Finanzämtern mitteilen.


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