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Thema: Menschen, die Hütten und Höhlen wohnen

  1. #1
    Avatar von Albatros
    48 Jahre alt
    18 Beiträge seit 10/2012

    Menschen, die Hütten und Höhlen wohnen

    Hallo,

    Sonne, Strand und Meer... so lieben wir Teneriffa.

    Angeregt durch einen anderen Beitrag im Forum möchte ich mal auf die Schattenseiten Teneriffas zu sprechen kommen. Und zwar geht es mir um jene armen Menschen, die in Felshöhlen und hundehütten-ähnlichen Behausungen entlang der Küste leben. Wenn man die Augen aufhält, findet man sie auf der gesamten Insel verteilt, insbesondere entlang der Küste.

    Was sind das für Menschen und was hat sie dazu getrieben? Sind es Einheimische, die mangels sozialem Netz nicht anders können oder sind es gescheiterte Auswanderer oder illegale Einwanderer?

    Wie denkt ihr darüber?

  2. Nach oben    #2

    72 Jahre alt
    aus Wiesbaden
    9 Beiträge seit 03/2013
    Ich selbst bin auch schon auf solche Höhlenmenschen auf Teneriffa gestoßen, aber nur ganz vereinzelt und nur bei Wanderungen entlang schwer zugänglicher Küstenabschnitte, z.B. zwischen el Draguillo und Benijo im Nordosten. Diese Menschen wirkten auch nicht bemitleidenswert sondern eher so, als machen sie das freiwillig und als Teil ihrer Lebenphilosophie. Wo also ist das Problem?

    Selbst wenn es wirtschaftliche Zwänge wären ist das auf Teneriffa keine so große Strafe obdachlos zu sein. Hier muss keiner bei strengen Minusgraden unter Brücken oder auf Bahnhöfen übernachten. Obdachlosigkeit stellt meiner Meinung nach auf Teneriffa kein größeres Problem dar wie in andern Ländern. Und ob das Leben in Höhlen für die betroffenen selber überhaupt ein Problem darstellt ist - glaube ich - auch noch nicht geklärt.

    Vor einigen Jahren wurden in "Costa El Sauzal" einige hundert illegale Häuser und Bretterbuden abgerissen, die allesamt als Höhlenwohnungen begonnen haben. Dort lebten Einheimische ebenfalls freiwillig in ihren "Wochenendhöhlen". Das Gebiet ist inzwischen renaturiert, die Vorbauten sind weg aber einige Höhlen noch zu sehen (Super Gegend mit neuangelegten Wanderwegen).

    Viele Grüße - Schorschi


  3. Nach oben    #3

    61 Jahre alt
    aus Süddeutschland
    54 Beiträge seit 08/2012

    Höhlenmenschen auf Teneriffa

    Ist klar es gibt Menschen deren Gesinnung ist es arm zu sein, natürlich freiwillig. Und die Spanische Regulierung klemmt denen die Sozialleistungen und Krankenversorgung ab obwohl es nur ein Handvoll sind. Infolge der Krise ist inzwischen jeder fünfte Einwohner Spaniens unter die Armutsgrenze gerutscht.

  4. Nach oben    #4
    Avatar von Albatros
    48 Jahre alt
    18 Beiträge seit 10/2012
    Also freiwillig sah mir das nicht aus.

  5. Nach oben    #5
    Avatar von Silas
    67 Jahre alt
    aus Hessen
    31 Beiträge seit 10/2019
    Gracias
    5

    Höhlenwohnungen

    Bei Los Abrigos soll es auch bewohnte Höhlen geben. Wer kann mir sagen wo ich die finde?

  6. Nach oben    #6
    Descansa en paz Avatar von Zauberin60
    aus Guargacho
    328 Beiträge seit 06/2017
    Gracias
    48
    Diese Höhlen wurden vor ein paar Wochen von der Polizei geräumt.

  7. Nach oben    #7
    Avatar von Silas
    67 Jahre alt
    aus Hessen
    31 Beiträge seit 10/2019
    Gracias
    5
    Oh, schade. Wollte mir das mal anschauen.

  8. Nach oben    #8
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    3.106 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    1.429
    So wie in diesem Video sieht das dann aus...

    https://x.com/GuasiFuentes/status/1682712636088090624

  9. Nach oben    #9
     Unterstützer/in
    57 Jahre alt
    162 Beiträge seit 02/2011
    Gracias
    53
    Ich habe auch mehrere Wochen bei La Mareta an der Küste gelebt mit Zelt und Hängematte. Die wenigen Höhlen waren schon besetzt. Sind alles keine armen Leute die ich da kannte. Das waren Aussteiger aus allen gesellschaftlichen Schichten und klar auch Freaks und Leute mit Problemen verschiedener Art. Aber das sollte man nicht pauschal sehen weil nach ein paar Monaten sieht da jeder aus wie ein Hippie.
    Gibt dazu eine passende Dokumentation bei YT. https://www.youtube.com/watch?v=vRRgms_04Pc

  10. Nach oben    #10
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    3.106 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    1.429
    Die Slums aus Behelfsbehausungen wachsen und wachsen...

    https://x.com/RTVCes/status/1846556032207601900

    Laut Zählungen durch Caritas sollen inzwischen mehr als 2.300 Menschen auf Teneriffa trotz Erwerbstätigkeit in solchen Behausungen leben müssen...

    https://x.com/RTVCCanarias/status/1856073788103983510
    https://x.com/CaritasTenerife/status...29994050564367

    Das sind 70 % mehr als vor fünf Jahren. Ich kenne mehrere solcher "Palettensiedlungen" und bin schockiert und gleichzeitig fasziniert über die Anpassungs- und Leidensfähigkeit der betroffenen Menschen. Da stehen teils ganz anständige Fahrzeuge in den Zufahrten, die wirklich erahnen lassen, wie angespannt der Wohnungsmarkt selbst für Normalverdienende inzwischen sein muss.

  11. Nach oben    #11
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    3.106 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    1.429
    Der Stadtrat von Adeje hat eine Arbeitssitzung mit der örtlichen Polizei, der Zivilgarde, der Nationalpolizei und der Kanarischen Inselbehörde für Umweltschutz abgehalten, um Maßnahmen gegen die illegalen Siedlungen in verschiedenen Teilen der Gemeinde zu koordinieren. Solche Siedlungen existieren in Gebieten von El Valito, Llano Negro, Las Moreras, El Puertito und La Caleta...

    https://x.com/adeje/status/2069396742630428774

    Klingt nach einer fundierten Lösung. Man darf gespannt sein, wohin sich das Problem verlagert.

  12. Nach oben    #12
     Unterstützer/in Avatar von Armin P.
    aus Kaufbeuren
    772 Beiträge seit 12/2018
    Gracias
    212
    Zitat Zitat von Rainer Beitrag anzeigen
    Der Stadtrat von Adeje hat eine Arbeitssitzung mit der örtlichen Polizei, der Zivilgarde, der Nationalpolizei und der Kanarischen Inselbehörde für Umweltschutz abgehalten, um Maßnahmen gegen die illegalen Siedlungen in verschiedenen Teilen der Gemeinde zu koordinieren. Solche Siedlungen existieren in Gebieten von El Valito, Llano Negro, Las Moreras, El Puertito und La Caleta...

    https://x.com/adeje/status/2069396742630428774

    Klingt nach einer fundierten Lösung. Man darf gespannt sein, wohin sich das Problem verlagert.
    Ich fände es konstruktiver und einer sozialen Basis näher, bezahlbaren Wohnraum für speziell solcher Barackenbewohner zu schaffen anstatt die Ärmsten zu vertreiben. Vertreibung schafft keine Lösung sondern führt zu noch mehr Elend.
    Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null und nennen ihn ihren Standpunkt.
    "David Hilbert"

  13. Armin P.´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  14. Nach oben    #13
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    3.106 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    1.429
    Ja, die Meldung hätte eher lauten sollen:

    "Der Stadtrat von Adeje hat eine Arbeitssitzung mit örtlichen Sozialverbänden und dem Wohnungsbauminister abgehalten, um Maßnahmen für eine menschenwürdige Umsiedlung der Barackenbewohner in verschiedenen Teilen der Gemeinde zu gewährleisten."


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