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Thema: Alles zum Immobilienkauf auf Teneriffa

  1. #199
    Gesperrt
    aus Hückeswagen
    716 Beiträge seit 01/2013
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    84
    Nach einer kleinen Ernüchterungsfase werden die überteuerten Objekte auf den realen Marktpreis fallen. Danach aber geht es wieder Richtung Überteuerung.

  2. Nach oben    #200
    Avatar von MeinerEiner
    56 Jahre alt
    aus San Eugenio Alto
    539 Beiträge seit 04/2015
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    115
    Ich persönlich bin völlig vom Kauf abgerückt. Die Preise zum Kaufen spiegeln hier im Moment überhaupt nicht den Wert der Immobilien wieder. Teilweise könnte man die Immobilien über 30 Jahre mieten und hätte dann immer noch nicht den geforderten Kaufpreis gezahlt. Das macht höchstens für junge Leute Sinn. Eine Immobilie muss soviel Miete sparen, dass man diese nach 15 Jahren bezahlt hat.

    Beispiel: meine Wohnung habe ich für 750.- € all inklusive gemietet (üblicher Preis hier). Wollte ich in dieser Anlage eine solche Wohnung kaufen, wäre ich mit mindestens 210.000 € dabei. Wenn ich Communidat, Strom und Wasser abziehe, bleibt dem Vermieter 500.- € pro Monat. Da bräuchte ich, ohne Reparaturen, Steuern und Zinsen über 33 Jahre, bevor die Wohnung bezahlt ist. Nach 33 Jahren musste die Anlage wahrscheinlich schon 3 mal saniert und die Wohnung 5 mal komplett renoviert werden, was zusätzliche Kosten verursacht, welche bei Miete der Vermieter trägt. Alles zusammen kommt man also locker auf über 40 Jahre, die man die Wohnung auch hätte mieten können. Und ob ich mit 88 oder älter auch noch hier wohnen kann ist zusätzlich fraglich.

    Wenn ich zusätzlich bedenke, dass diese Wohnung vor knapp 10 Jahren vom Vermieter für 89.000.- € gekauft wurde, sieht man schon, das die Preisentwicklung hier völlig übertrieben ist. Und obwohl viele Wohnung bereits seit Jahren zum Verkauf stehen, gehen die Preise eher hoch statt runter. Allerdings gibt es immer weniger Leute, die bereit sind, das zu bezahlen und man kann nur hoffen, das es doch nochmal günstiger wird. Solange aber die Preise so sind, wie sie sind, werde ich hier nichts kaufen.

    Und bevor hier wieder dumme Kommentare kommen, das ist meine ganz persönliche Meinung und muss nicht kommentiert werden.

  3. Nach oben    #201
    Avatar von Rainer
    55 Jahre alt
    1.226 Beiträge seit 11/2010
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    426
    Zitat Zitat von MeinerEiner Beitrag anzeigen
    Alles zusammen kommt man also locker auf über 40 Jahre, die man die Wohnung auch hätte mieten können. Und ob ich mit 88 oder älter auch noch hier wohnen kann ist zusätzlich fraglich.
    Ich erlaube mir trotzdem, deine Beispielrechnung zu kommentieren, deren Intension ich durchaus verstehe. In einigen Fällen ist Mieten wirklich die bessere Wahl. Wer finanziell abgesichert ist, für den macht ein Immobilienerwerb rechnerisch gesehen nicht immer Sinn.

    Allerdings ist deine persönliche Situation nicht allgemeingültig, da nicht jeder bereits mit unter 50 Jahren in Rente gehen kann, wie du. Für die meisten Käufer sind daher die Altersabsicherung und Inflationsschutz einer der Hauptgründe für den Immobilienerwerb. Die realen Mieten könnten sich in den nächsten 40 Jahren vervielfachen, womit deine Beispielrechnung nicht aufgeht und die Amortisierung viel eher eintritt. Millionen Geringverdiener und Selbstständige aus Deutschland haben keinen ausreichenden Rentenanspruch für eine ansprechende Mietwohnung im Alter. Darum ist der Immobilienerwerb für viele Menschen der einzig sinnvoll erscheinende Schutz vor Altersarmut. Wer sein Eigenheim auf Teneriffa mit 88 Jahren nicht mehr nutzen kann, dem bleibt ja der Verkauf und von dem Erlös finanziert man sich ein ansprechendes Pflegeheim. Außerdem berücksichtigt deine Abwägung auch nicht den Aspekt der Nachsorge durch Vererbung an seine Kinder. Wer Jahrzehnte lang Miete zahlt, hat damit am Ende zwar mindestens eine fiktive Immobilie abbezahlt aber ihm und seinen Nachkommen gehört nichts. Von dem Geld profitieren höchstens die Nachkommen des Vermieters.

  4. Nach oben    #202
    Avatar von MeinerEiner
    56 Jahre alt
    aus San Eugenio Alto
    539 Beiträge seit 04/2015
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    115
    Hallo Rainer,

    natürlich hast du in soweit recht, wenn man die Investition tätigt, wenn man jünger ist und langfristig planen kann. Aus dem Alter bin ich leider raus. Und meine Rente ist leider auch nicht so üppig, da ich ja wegen Krankheit früh berentet wurde.

    Meine Betrachtung bezieht sich eigentlich auf die zur Zeit erhebliche Differenz zwischen Miete und Kaufpreis und nicht auf den Sinn einer Immobilie an sich. Ich habe stattdessen gerade in eine Immobilie in Deutschland investiert. Dies habe ich genau aus den Gründen getan, die Du aufgezählt hast. Allerdings steht dort, wo ich gekauft habe, der Kaufpreis in einem besseren Verhältnis zur gesparten Miete. Den Kaufpreis habe ich mit gesparter Miete in 16 Jahren drin. Das ist vernünftig fürs Alter. Auf TF steht das eben im Moment, zumindest da wo ich gerade wohne, nicht im richtigen Verhältnis.

  5. Nach oben    #203
    Avatar von Rainer
    55 Jahre alt
    1.226 Beiträge seit 11/2010
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    426

    Keine Immobilienblase auf Teneriffa

    Das kann ich in deinem Fall gut nachvollziehen und beglückwünsche euch für die günstige Miete.

    Trotzdem kann ich die häufig hier gelesenen Beschwerden über überzogene Kaufpreise nicht nachvollziehen. Es ergibt keinen Sinn, den Markt als überteuert zu bezeichnen und stattdessen jahrelang den Preisen hinterherlaufen, um sich angesichts der Preissteigerungen immer wieder in seiner Fehlannahme bestätigt zu fühlen. Das Verhältnis zwischen Kaufpreis einer Eigentumswohnung und gesparter Miete beträgt auch hierzulande in etwa 20 Jahre und das einigermaßen stabil seit Jahrzehnten. Eine Überteuerung ist nicht festzumachen. Der durchschnittliche Marktpreis beträgt also ungefähr das 250-fache der ortsüblichen Monatsmiete bei Neuverträgen. Wesentliche Abweichungen nach oben entstehen meistens nur dort, wo entsprechende Rendite bei touristischer Vermietung mit einkalkuliert wird und natürlich bei originellen Einfamilienhäusern und Luxus-Objekten.

    Der Immobilien-Markt auf Teneriffa ist nicht überteuert, völlig egal, ob das Preisniveau sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat. Schließlich haben sich auch die Neubaukosten und Mietpreise bei Neuverträgen im gleichen Zeitraum ungefähr verdoppelt. Es war schon immer so, dass steigende Neubaukosten auch Bestandsimmobilien mit hochziehen, auch wenn das angesichts mangelhafter Bausubstanz oft ungerechtfertigt erscheint. Dagegen hilft aber kein Kopfschütteln.

  6. Rainer´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  7. Nach oben    #204

    aus germany
    2 Beiträge seit 05/2022

    Wie seriöse von unseriösen Angeboten unterscheiden?

    Guten Abend!
    Meine Frau und ich möchten mittelfristig eine Wohnung auf Teneriffa kaufen. Und dann die meiste Zeit des Jahres auf der schönen Insel verbringen.
    Vorhanden sind: Geld für den Kauf einer Wohnung (Krösus sind wir nicht), gute Kenntnisse des Immobilienmarktes in Deutschland und etwas Erfahrung mit dem Kauf und Verkauf von Wohnungen in D. Dazu noch ein wenig Sprachkenntnisse in Spanisch (zwischen Anfänger und Fortgeschritten). Urlaub auf T. haben wir auch schon öfters gemacht. Der nächste soll in ein paar Monaten folgen. Dann wollen wir uns auch Wohnungen zum Kauf anschauen.
    Nun haben wir uns etwas eingelesen in das Thema Spanienimmobilien. Dort heißt es, man solle sich einen seriösen Makler suchen und anschließend den Vertrag von einem Rechtsanwalt prüfen lassen.
    Dann haben wir Immobilienanzeigen für ETW auf Teneriffa gelesen. Das erste interessante Angebot kam von einer Firma mit dem schönen Namen "happy sunshine" (oder so ähnlich). Dann weiter gesucht auf idealista. Auch dort gibt es interessante Angebote und klangvolle Firmennamen. Dann weitergesucht bei immoscout24 und bei "deutsche Makler auf Teneriffa".
    Was jetzt ein seriöses Angebot ist und wem wir vertrauen können, wissen wir immer noch nicht. Welche typischen Fehler sollte man vermeiden? Worauf nicht hereinfallen? Grundsätzlich glaube ich, dass es in Spanien mindestens genauso viele seriöse Makler und Wohnungsverkäufer wie in Deutschland gibt. Nur: beim Kauf einer Wohnung in Deutschland wüsste ich genau, worauf ich alles achten müsste. In Spanien fällt mir dies viel schwerer. Weil ich keine Erfahrungen mit den örtlichen Gegebenheiten habe und nur Grundkenntnisse der Sprache. Eine Fehlinvestition können wir uns aber nicht leisten.
    Hat jemand Tips oder Ratschläge ?
    Herzlichen Dank im Voraus !

  8. Nach oben    #205
    Avatar von Rainer
    55 Jahre alt
    1.226 Beiträge seit 11/2010
    Gracias
    426

    Gute Makler, schlechte Makler?

    Was ist eigentlich ein guter, was ein schlechter Makler? Zählt das überhaupt? Professionelle Makler könnten nur Mist im Portfolio haben, während ein unprofessioneller Makler zufällig das Traumobjekt vermitteln könnte. Darum verstehe ich gar nicht, warum man sich als Kaufinteressent so sehr auf die Makler konzentriert. Am Ende will man doch eine Immobilie und keine Dienstleistung erwerben.

    Dass wahrscheinlich nur die aller wenigsten Makler die geforderte Grundausbildung besitzen bzw. den Sachkundenachweis erlangt haben, sei mal außer Acht gelassen. Denn das macht sie nicht automatisch seriöser oder gewissenhafter. Aber das Maklergewerbe ist eben durch die Provisionszahlungen sehr stark getrieben, hier und da zu flunkern, wenn es einem Abschluss dienlich ist. Viele Makler erhalten kein Grundgehalt, von dem sie sonst leben könnten. Wirklich engagierte, professionelle Makler findet man deshalb eher in der Liga höherpreisiger oder überteuerter Immobilien. Für Normalkäufer liegt die zeitraubende, gründliche Recherche oft in den eigenen Händen. Man sollte sich vor Augen halten, dass der Großteil der Makler auf Teneriffa keine Exklusiv-Objekte vermitteln und ihre Rolle deshalb nicht so ernst nehmen, wie man das von deutschen Maklern kennt. Zudem haben nur die wenigsten Makler hierzulande die eigentlich gesetzlich geforderte Sachkunde erworben.

    Zur Einbeziehung von Anwälten bin ich unschlüssig. Ohne Kenntnis des hiesigen Immobilienmarkts erscheint die anwaltliche Prüfung unerlässlich. Allerdings kommt geschätzt jeder zweite Kaufabschluss wegen anwaltlicher Bedenken nicht zustande. Mit einem pingeligen Anwalt dauert die Immobiliensuche mitunter also länger. Das heißt jedoch nicht, dass man stets vor echten Risiken bewahrt wird, sondern, dass halt jemand anderes mit der Immobilie glücklich wird. Zum Immobilienerwerb im Ausland gehört immer auch etwas Mut dazu.
    Geändert von Teneriffaforum (02.06.2022 um 20:03 Uhr)

  9. Nach oben    #206
    Avatar von ThomasHerzog
    57 Jahre alt
    aus EL Sauzal + Hanau
    202 Beiträge seit 12/2015
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    60
    Ev. wird die Aufgabe des Maklers falsch verstanden? Sie vermitteln ein fremdes Objekt, bei dem sie keinerlei negative Informationen kennen (oder besser zur Kenntnis nehmen sollten) für den höchst möglichen Preis im Auftrag des Verkäufers. Für sämtliche Angaben ist im Normalfall ausschließlich der Verkäufer verantwortlich. Der Immobilienmakler berät den Käufer nicht. Er ist eigentlich wie eine sprechende Fernsehwerbung. Da kann gelogen und betrogen werden was das Zeug hält. Man erwartet das.

    Über ein Problem bei Wohnungen sollte man sich immer bewusst sein: Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.
    In Deutschland regelt dieses Prinzip das WEG-Gesetz (und mancher Jurist sagt schon zum WEG "eine Totgeburt des deutschen Rechts"). Hier gibt es etwas ähnliches, nur die Situation ist problematischer. Wer sich der dahinterliegenden Problematik nicht bewusst ist, der sollte sich entweder darin einlesen oder die Finger davon halten, denn weder ein Anwalt noch ein Makler kann die Wohnungsgemeinschaft beeinflussen und den Verwalter zu schnellem Handeln zwingen.
    Natürlich ist das eine ganz pessimistische Sicht der Dinge. Juristen, die täglich mit Problemen konfrontiert sind neigen nun mal dazu. Das bedeutet nicht, dass nicht die Mehrheit der Leute zufrieden sind, sondern nur auf mögliche Probleme. Folglich sollte niemand allzu großen Hoffnungen auf die hiesigen Juristen legen. Probleme wie in Ten Bel sind echte Horrorstorys und ein gutes Beispiel dafür was schief gehen kann oder aktuell die Situation in Puertito de Güimar.
    Es hilft schon eher der gesunde Menschenverstand = wie ist der Zustand des Wunschobjekts? Sind Feuchtigkeitsschäden, Risse, frische Sanierungen erkennbar? Wie hellhörig sind die Wohnungen? Wie ist die Lage des Objekts? Wer sind die Miteigentümer? Wie ist der Zustand der Gesamtanlage? Wie verläuft der Kontakt zum Hausverwalter? Gibt es Abrechnungen der letzten Jahre? Gibt es Protokolle der Eigentümerversammlungen und was steht drin? Werden vom Makler oder Besitzer oder Verwalter irgendwelche spannende Geschichten erzählt? Was findet sich in sozialen Medien, Zeitungen und im Internet über die Siedlung, das Gebäude die Wohngegend? Warum wird die Immobilie verkauft?
    Ich habe einen Freund der hier auf der Insel Wohnungen "vermittelt " und er sagte einmal, dass die besten Kunden solche sind, die Kapital investieren, bei denen der Verlust nicht schmerzt, denen also selbst ein Totalverlust des Kapitals kein Problem bereitet. Diese gehen wesentlich entspannter mit Problemen um. Damit will ich sagen, es kommt immer auch auf die Perspektive des Käufers an.
    Am Ende bleibt mir Euch viel Erfolg beim Kauf zu wünschen.


  10. Nach oben    #207

    aus San Eugenio Alto
    113 Beiträge seit 04/2017
    Gracias
    22
    Der ThomasHerzog hat das schon sehr ausführlich beschrieben.....für uns war eben auch noch wichtig, wenn es eine Anlage mit mehreren Parteien ist, ob dort viel vermietet wird, was doch sehr stöhrend sein kann....
    entweder zu erkennen an dem Vv Zeichen am Haus, oder auch ohne Schild, wenn es unter der Hand vergeben wird.
    Auch war für uns wichtig, die Ausrichtung des Hauses....Sonne morgens, mittags, abends....im Winter steht sie
    angenehm tiefer.....oder es wird frühabends schnell kälter...also eine mehrmalige Besichtigung ist schon wichtig.
    Aber last euch nicht verrückt machen....einen Gestor, einen Berater, geht mit euch alle wichtigen Dinge des
    Wohnungs-oder Hauskauf durch und der Notar hält diese in der Kaufurkunde als Kopie beigefügt fest.
    Viel Glück beim Suchen

  11. Nach oben    #208

    aus germany
    2 Beiträge seit 05/2022
    Besten Dank für die Antworten!

    zu "haben nur die wenigsten Makler hierzulande die eigentlich gesetzlich geforderte Sachkunde erworben ":
    Lässt sich denn nicht überprüfen, ob der Makler die geforderte Sachkunde erworben hat?
    Meine größte Sorge ist natürlich, auf eine Luftnummer hereinzufallen. Also z. B. der Kunde bezahlt und der Verkäufer verschwindet mit dem Geld. Und dann stellt man fest, dass der Verkäufer rechtlich gar nicht (mehr) Eigentümer der Wohnung war.
    Deswegen die Frage: woran erkenne ich denn einen seriösen Makler, bzw. Anwalt? In Deutschland recherchiere ich erst mal gründlich im Web. Zuerst schaue ich mir die Webseite der Firma an, dann die Bewertungen bei google, anwalt.de, makler-empfehlung.de, usw, usw. Dann grabe ich noch etwas tiefer und recherchiere, ob der Makler/Anwalt irgendwann mal negativ aufgefallen ist.
    Bei den idealista-Anzeigen findet man zwar meist einen Link zur Webseite des Maklers. Oder es gibt einen Hinweis wie z.B. "34 Immobilien · Kunde seit 2018".
    Aber Bewertungsportale für Makler oder Anwälte gibt es anscheinend keine? Oder andere aussagekräftige Quellen?
    Nur bei einer Firma habe ich mit "xyz properties valoracion" eine Website mit 4 Bewertungen gefunden. Aber dies ist natürlich nicht aussagekräftig.

    zu "WEG-Gesetz... Hier gibt es etwas ähnliches, nur die Situation ist problematischer. Wer sich der dahinterliegenden Problematik nicht bewußt ist, der sollte sich entweder darin einlesen oder die Finger davon halten...":
    Frage: wie heißt denn das spanische Pendant zum WEG-Gesetz? Und warum ist die Situation problematischer?

    zu "einen Gestor, einen Berater, geht mit euch alle wichtigen Dinge des Wohnungskauf durch und der Notar hält diese in der Kaufurkunde als Kopie beigefügt fest":
    der Gestor ist der Makler? Und den Notar kann - wie in D. - der Käufer aussuchen?

    letzte Frage: hat jemand Erfahrungen mit den deutschen Maklern auf der Insel?

    Gruß und ein schönes Wochenende!

  12. Nach oben    #209
     Forumspatron Avatar von Armin P.
    aus Kaufbeuren
    367 Beiträge seit 12/2018
    Gracias
    42
    vor dem Dilemma standen wir auch, kaufen oder doch lieber weiterhin in der Zeit unserer Urlaube auf Teneriffa mieten.
    Letztendlich schien uns das ganze Trara hier zu kaufen zu stressig und die Insel zu klein, mag die Insel auch noch so schön sein, andere Destinationen sind es auch.

  13. Nach oben    #210
    Avatar von MiLe
    57 Jahre alt
    aus Fasnia
    21 Beiträge seit 04/2022
    Gracias
    1
    moin,
    ich bin ja auch auf der Suche nach einem Haus hier und sehr wahrscheinlich auch fündig gworden - Unterschrift Privatvertrag steht für Montag an. Um Makler selbst beurteilen zu können, müsste man ja zum Vergleich mehrere Erfahrungen "bis zum Ende" gemacht haben. Die Türe aufschließen und zu sagen "hier haben wir ein Schlafzimmer, hier ein zweites..." sagt ja wenig aus, weder über Qualifikation noch über Seriosität.
    Der Makler, mit dem ich letzten Endes weitergehend zu tun hatte, verlangte Freitag Abend erst mal 10% Anzahlung bis Montag eingehend auf seinem Konto, um dem Verkäufer meinen Preisvorschlag erst mal mitzuteilen Ja nee - is klar.
    Die ganze Klaviatur an Drückerkolonnen-Methoden wurde bespielt - vom hübschen Mädel bis zum totquatschen auf englisch, so dass man möglichst keine Zeit zum Nachdenken hat. Aber am Ende will ich ein Haus kaufen und nicht den Makler heitraten
    Immerhin - die Präsentation auf Idealista und seiner eigenen Site war erstklassig - bei der Besichtigung dachte ich nur "was mache ich hier, kenn ich doch alles schon". Korrekt bemaßte Pläne, zig gute und aussagekräftige Fotos, Video, VR-Aufnahmen.....
    Ohne wirklich profunde Kenntnisse der spanischen Sprache, der örtlchen Gepflogenheiten und auch des spanischen Rechts fühle ich mich hier jedoch eher als Opfer denn als Kunde.
    Ich habe also eine Gestoria beauftragt, die Sache in meinem Sinne abzuwickeln - sollen die Profis unter sich die Details auf Augenhöhe aushandeln. Inhaber ist Belgier, eine Mitarbeiterin ist Deutsche (meine Ansprechpartnerin), eine spanische Anwältin ist auch im Team.
    Bis jetzt scheint das alles sehr gut zu laufen: Sehr schnelle Reaktionen und Kommunikation, man scheint absolut zu wissen, worauf es ankommt und was man tut. Noch ist es zu früh für Lobeshymnen, aber wenn am Ende auch noch alles gut gelaufen ist, werde ich auch gerne Ross und Reiter nennen.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ohne professionellen Beistand würde ich hier nicht mal eine Garage mieten, geschweige denn eine Immobilie kaufen. Die Kosten einer guten Gestoria halte ich für eine gute Investition, selbst wenn auf der Gegenseite lauter ehrliche Leute sitzen.

  14. Nach oben    #211
    Avatar von ThomasHerzog
    57 Jahre alt
    aus EL Sauzal + Hanau
    202 Beiträge seit 12/2015
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    60
    Zitat Zitat von buscador Beitrag anzeigen
    Frage: wie heißt denn das spanische Pendant zum WEG-Gesetz? Und warum ist die Situation problematischer?
    der Gestor ist der Makler? Und den Notar kann - wie in D. - der Käufer aussuchen?
    letzte Frage: hat jemand Erfahrungen mit den deutschen Maklern auf der Insel?
    Die Antwort auf Deine Fragen:
    1. Schau mal hier: https://www.anwalt.de/rechtstipps/wi...en_179431.html. Da wird einiges erklärt. Aber immer daran denken, in Spanien ändern sich schneller die Gesetze und Vorschriften wie man schauen kann.
    2. Ein Gestor kann auch Makler sein, das ist aber eher die Ausnahme. Der Gestor ist traditionell jemand der Behördengänge für andere erledigt. Oft verbunden mit steuerlicher oder buchhalterischer Tätigkeit. Wenn ich mich nicht irre, gibt es noch Assesoren, die über eine 3 jährige fundierte Ausbildung in diesem Bereich verfügen.
    3. Grundsätzlich sucht der Käufer den Notar aus. Eigentlich einigen sich beide Parteien auf den Notar. Wenn schon hier ein Dissenz besteht, dann sollte man vom Kauf abstand nehmen.
    4. Deutsche Makler sind z.B. Engel und Völkers (einfach mal bei deren angebotenen Objekten die Preise mit den identischen Objekten bei anderen Maklern und die Beschreibungen vergleichen. Dann schauen, was die für Objekte anbieten und sich mal die Objekte live anschauen - ich glaube wer das macht, der zieht seine eigenen Schlüsse).
    von Poll (neu auf der Insel, da kann es keine großen Erfahrungswerte geben)
    Dr. Garlichs (kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, dass hier sehr professionell gearbeitet wird - halte ich für empfehlenswert).

  15. Nach oben    #212

    aus San Eugenio Alto
    113 Beiträge seit 04/2017
    Gracias
    22
    Also der Gestor ist kein Makler, kümmert sich eigentlich um alle Umschreibungen, die das Haus oder Wohnung betreffen, meisens hat der Verkäufer einen Gestor oder man geht selbst auf Suche. Der Makler vermittelt den Kauf oder Verkauf, einige bieten aber auch schon das Gesamtpaket an incl. Gestorarbeiten. Den Notar kann jeder Käufer sich schon ausssuchen, wenn beide Parteien sich einig sind, aber vielleicht hat der Verkäufer schon einen Notar, mit dem er schon zusammen gearbeitet hat. Kann im Moment nur von uns sprechen... hier im Süden der insel..... dtsch Maklerin Helen Esser, dtsch Gestor VIVOSOL Inh. Christian Pahl und span Notar Roberto J. Cutillas Morales mit deutsch-
    sprechenden Personal, in Los Christianos/ Las Americas. Aber wie Armin P. schon sagt, der erste Kauf ist mit viel Aufwand und Geduld aber zu stemmen, und ob wirklich alles perfekt abgelaufen ist, weiß man immer erst später.
    Und zu Buscador..... auf eine Luftnummer reinfallen.....ein Gestor kümmert sich um diese Sachen wie offene Hypotheken, Verkäufer/Besitzer eingetragen im span Grundbuch, offene Beträge der Communidad, Energieausweis und, und und.... Und vor dem Notar ist zwecks Unterschrift Käufer und Verkäufer anwesend, vorher wird besprochen, wie die Geldübergabe erfolgen soll, entweder das die Summe überwiesen wird zum Verkäufer und der Überweisungsbeleg im Kaufvertrag einkopiert wird, oder man sitzt beim Notar, währenddessen die Bank die Summe überweist und eine Kopie des Überweisungsvordrucks an den Notar mailt, und erst dann die Unterschrift erfolgt, sind nur zwei Bespiele.
    Privat kaufen, auf Makler und Gestor verzichten, um Geld zu sparen..würde für mich nicht in Frage kommen.

  16. Nach oben    #213
    Avatar von MiLe
    57 Jahre alt
    aus Fasnia
    21 Beiträge seit 04/2022
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    1
    Ich denke, ein deutschsprachiger Makler wird überbewertet, und ich habe ohne jegliche Spanisch-Kenntnisse hier angefangen zu suchen.
    Viel mehr als das Haus aufsperren und die Räume zeigen tun ja die meisten Makler nicht. Ich habe mir einige Obkjekte mit ausschließlich spanisch sprechenden Maklern oder Eigentümern angesehen - das ist nicht komfortabel, geht aber. Vor Ort hilft en Übersetzungsprogramm auf dem Handy - einen z.B. per Google translate übersetzten größeren Fragenkatalog zum Objekt kann man danach auch per email schicken. Die Konzentration auf deutschsprachige Makler schränkt die Auswahl der Objekte extrem ein und ob diese Makler seriöser sind oder mehr über die Objekte wissen (und dieses Wissen dann auch preisgeben) ist keineswegs sicher.
    Weiter oben hat es jemand schön ausgedrückt: "Der Makler ist eine sprechende Reklametafel" - viel mehr in aller Regel nicht.

    Die Sprache wird aus meiner Sicht dann wichtig, wenn es sehr konkret wird. Nota simple prüfen, Vertrag entwerfen/prüfen, vorhandene Hypotheken/Belastungen regeln......, da ist dann für mich ein deutschsprachiger Ansprechpartner entscheidend. Das kann eine Anwaltskanzlei sein, die sich mit solchen Dingen auskennt (Legalium/Luikhardt hatte sich bei mir nach einer Woche auf konkrete email leider immer noch nicht gemeldet, dann hilft auch der beste Anwalt nix), oder eben eine in diesem Bereich erfahrene und vertrauenswürdige Gestoria oder assesoria - dass war dann mein Weg.

    In meinem Fall wollte mir der Makler auch eine Gestoria oder einen Anwalt vorschlagen. Klar - den lasse ich mir doch gerne von genau der Partei empfehlen, deren Angaben überprüft werden sollen

  17. Nach oben    #214

    aus San Eugenio Alto
    113 Beiträge seit 04/2017
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    22
    Also wenn man das hier alles so liest, wird einem jede Vorfreude auf Erwerb einer Immobilie genommen.
    Wenn man es so negativ sieht, sollte man im kalten Deutschland bleiben, wo alles besser und einfacher ist.

  18. Nach oben    #215
    Avatar von ThomasHerzog
    57 Jahre alt
    aus EL Sauzal + Hanau
    202 Beiträge seit 12/2015
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    60
    Auch ein Makler in Deutschland haftet für nix und auch gar nix. Der Notar ist in den meisten Bundesländern kein Rechtsanwalt und beurkundet nur das was im Grundbuch und Kaufvertrag steht. Fürs Steuerliche ist der Steuerberater, der weder Anwalt noch Notar ist zuständig. Alle die haben vom Bauwesen keine Ahnung, also erkennen keine Bauschäden. Die Gemeinde ist bei jeder Umbaumaßnahme die Grundstücksgröße, Hausform, usw. betrifft, zu fragen. Diese Sachen plant ein Architekt.
    Ist hier wie dort und macht keinen Unterschied.

  19. ThomasHerzog´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  20. Nach oben    #216
    Avatar von MiLe
    57 Jahre alt
    aus Fasnia
    21 Beiträge seit 04/2022
    Gracias
    1
    Also ich verstehe @Andre95993 auch nicht wirklich und hoffe, meine Posts haben nichts zu diesem Eindruck beigetragen.
    Aufgrund der in Spanien deutlich entschärften Grundbuch-Thematik erscheint mit ein Immo-Kauf hier sogar eher einfacher als in Deutschland. Aufzupassen gilt es überall, Hypothekenbelastete Häuser sind sicher auch kein spanisches Alleinstellungsmerkmal.
    Dass ein Immo-Kauf keine Sache für einen gemütlichen Nachmittag ist, wird wohl überall auf der Welt so sein.
    Die einzige Verschärfung hier ist, wenn man kein spanisch spricht (so wie ich). Da können ja aber die Spanierer/Kanarios nix für

  21. Nach oben    #217
    Avatar von ThomasHerzog
    57 Jahre alt
    aus EL Sauzal + Hanau
    202 Beiträge seit 12/2015
    Gracias
    60
    So ist es. Blöde Nachbarn kann man überall haben und wenn man eine Eigentumswohnung hat, ist man Teil eines "Projekts", d.h. wenn einer der Gemeinschaft quer schießt, nicht mehr zahlen kann oder will, wenn einer Stress macht oder sich unmöglich aufführt, ein Messi ist oder sonst irgendwas schief geht, hängt man mit anderen in dieser Gemeinschaft fest. Neben den direkten Nachbarn gibt es genügend Dinge die zum Gemeinschaftseigentum gehören und für Stress sorgen können. Keiner will zu viel für andere machen, also werden alle Gemeinschaftsdinge (zB Wechseln einer Glühbirne) durch teure Dienstleister erbracht. Deren Auswahl obliegt einer Verwaltung die nochmal Geld kostet. Die macht manche Dinge nicht im Sinner aller und manchmal nur in ihrem eigenen Sinn um Geld zu verdienen. Manche Dinge kümmert die hingegen gar nicht und man kann sie nicht dazu bewegen tätig zu werden. Das Ganze nennt sich nun mal Gemeinschaftseigentum und nicht "die anderen tanzen nach meiner Pfeife". Ob es einem passt oder nicht. Nicht umsonst heißt es "mitgegangen mitgefangen" oder viele Köche verderben den Brei. Ärger ist in Hausgemeinschaften also eigentlich immer vorprogrammiert. Das noch in einem fremden Land wo die Umgangssprache nicht die eigene Muttersprache ist.... Will definitiv genau überlegt sein.
    Dass zudem bei jedem Hauskauf, Wohnungskauf Betrüger unterwegs sind und manch Verkäufer seinen Schrott höchstbietend los werden will findet sich auch allerorten. Deshalb kann ich @MiLe nur zustimmen, der Immo-Kauf ist keine Sache für einen gemütlichen Nachmittag und will gründlich überlegt und geplant werden.

  22. ThomasHerzog´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  23. Nach oben    #218

    57 Jahre alt
    aus Baden-Württemberg, Puntillo del Sol
    82 Beiträge seit 11/2013
    Gracias
    14
    Ich würde mir einen Wohnungskauf hier nicht antun. Wenn es für ein freistehendes Haus nicht reicht, oder das nicht gewollt ist, würde ich immer nur mieten.

    Freunde von mir haben eine Wohnung in einer Anlage in Puerto und erheblichen Ärger dort. In der Garage muss man dauernd Eimer leeren gehen wenn es regnet, denn darüber liegen Privatgärten, und die Leute haben keine Lust Geld auszugeben für etwas, von dem sie nichts haben. Und auch sonst sind sich die Leute nicht unbedingt alle grün. Verschiedene Nationalitäten machen das Zusammenleben auch nicht gerade einfacher. Als Mieter kannst du einfach gehen, wenns zu ungemütlich werden sollte.

  24. Tamarillo´s Beitrag erhielt 5 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  25. Nach oben    #219
    Avatar von bahala na
    291 Beiträge seit 06/2012
    Gracias
    48
    Gnau !!!

  26. Nach oben    #220
    Avatar von atlanticview
    263 Beiträge seit 09/2014
    Gracias
    14
    Thomas, wir haben, neben unseren Haus, in Deutschland einige Eigentumswohnungen zum vermieten.
    Natürlich kostet die Verwaltung Geld, aber wie soll das ohne Verwaltung gehen?
    Bei einer der Wohnungen hat im letzten Jahr die (Großkotzige) Verwaltung einfach hingeworfen (aber weiter kassiert) und wir kamen für eine teure Reparatur nicht an unser Gemeinschaftskonto.

    ES geht auch ohne (in Deutschland) aber bei 150 Wohnungen oder mehr auf Teneriffa wer darf ans Konto wer entscheidet?
    Schwierig, schwierig

    Schon richtig Tamarillo, aber ein Haus leerstehen lassen (kennst du ja) ist , nicht nur auf Tenerifffa) ein Problem.
    Ich denke da an Okupas
    ----
    Die spanische Rechtsprechung sah bis 2020 vor, dass die Polizei die sofortige Räumung einer Immobilie nur innerhalb von 48 Stunden nach der Besetzung durchführen durfte. Nach Ablauf dieser Frist hat das Gericht den Hausbesetzern ein Bleiberecht zugesprochen.
    -----
    Aktuell soll es laut Gesetz innerhalb von 30 Tagen möglich sein soll, die eigene Immobilie zurück zu erlangen. Das Verfahren ist in Art. 250. Abs. 1 Nr. 4 spanische Zivilprozessordnung, sog. Ley de Enjuiciamiento Civil, kurz LEC, geregelt und schützt Privatpersonen, deren Häuser besetzt wurden. Ausgenommen sind hier immobilienhaltende Gesellschaften oder Banken.


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