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Thema: Erfahrung Hüft-OP Quironsalud Santa Cruz

  1. #1
     Unterstützer/in Avatar von MiLe
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    Erfahrung Hüft-OP Quironsalud Santa Cruz

    moin,
    meine aktuellen Erfahrungen mit dem Quironsalud sind ziemlich unterirdisch. Längere Geschichte, aber eventuell für den einen oder anderen hilfreich:

    Ich brauche eine Hüftprothese links. Empfehlung meiner Orthopädin als auch meiner Physiotherapeutin war ein Dr. Ignacio Rios, der im Quiron SC tätig ist. Der bestätigte die Diagnose der Orthopädin, empfahl zunächst eine Zytoplasma-Therapie, die mich ca. 1 Jahr weitergebracht hat, wie er es auch vorhergesagt hatte. Nun ist es aber Zeit für Ersatz. Der Doc machte auf mich soweit einen sehr guten Eindruck und hat wohl was diesen Eingriff angeht auch einen ausgezeichneten Ruf.

    Ich habe ihn also um ein Angebot für den Eingriff gebeten, da ich stationäre, planbare Behandlungen vorab mit meiner PKV (HUK in Deutschland) absprechen soll. Das Angebot lag bei rund 16" und war innerhalb von 24 Stunden erstellt, wurde aber von meiner PKV zunächst zurückgewiesen, weil spezifische Codes für die Disgnose (ICD-Schlüssel) und genauen Eingriff (OPS-Schlüssel) erforderlich seien, um das Angebot bewerten und mir die Deckung zuzusagen zu können. Eine direkte Abrechnung Quiron-HUK ist nicht möglich, ich muss also in Vorlage gehen, bin für die Klinik also Selbstzahler.
    Nachdem ich dies der Sekretärin von Dr. Rios mitgeteilt hatte schrieb mir diese, dass in diesem Fall (ausländische PKV) ein Angebot vom Quiron direkt erstellt werden müsse, das abgegebene Angebor sei in diesem Fall ungültig. Ich weiss auch nicht, wie man mich zuvor eingeordnet hatte - dass ich kein Spanier bin, dürfte bei den Untersuchungen klar geworden sein. Ich habe auch keine Ahnung, wo da bei einem Selbstzahler der Unterschied liegen soll. Klingt für mich so, als wäre der Arzt eher Freelancer im Quiron - weiss der Geier, wie die da organisiert sind.

    Also das Quiron selbst angeschrieben und um ein Angebot mit ICD und OPS gebeten - 2 Wochen keine Antwort. Dann selbst hingefahren und im Dpto. internacional vorgesprochen - man wisse dort nichts von dem Vorgang und werde sich darum kümmern.
    Am nächsten Tag hatte ich zwar 3 Termine für Voruntersuchungen in meiner Quiron-App (EKG etc.), aber noch kein Angebot. Wöchentliche Erinnerungsmails brachten dann nach weiteren 3 Wochen endlich ein Angebot zustande, natürlich ohne die gewünschten Schlüsselzahlen, dafür aber mit einer satten Preiserhöhung von ursprünglich rund 16" auf nun 40" Euro , was wohl weit über dem üblichen (für Privatpatienten) liegt und von meiner PKV wohl bei Weitem nicht zu 100% übernommen würde, da weit über dem vergleichbaren Satz in Deutschland.
    Das Angebot enthält merhere unklare Positionen in erheblicher Höhe wie z.B. Verbrauchsmaterial im OP für ca. 15.000 €, die für mich doch sehr nach maximalem Aufblasen der Rechnungssumme aussehen.
    Ebenso ist in dem Angebot z.B. das Pre-OP EKG mit 131.- € angegeben. Das wurde letzte Woche schon gemacht - für 28.- €.

    Alles in Allem sieht as für mich nach einem klaren Abwehr-Angebot oder Abzock-Versuch aus. Einen auf so einen Schmarrn 5 Wochen mit Schmerzen und Mobilitätseinschränkungen warten zu lassen, finde ich schon eine arge Frechheit.

    Einen vergleichbaren Fall gab's vor wenigen Monaten bei meiner Freundin für die OP eines Wadenbein-Bruchs - 32.000.- €. Im HUNSC hatte die OP 1,5 Stunden gedauert, Entlassung am nächsten Tag, so dass auch diese Summe schwerlich nachvollziehbar ist und dementsprechend auch von der Reise-KV abgelehnt wurde - das Lachen von denen hat man von Warschau bis hierher gehört.

    Fazit: Die Ärzte scheinen im Quiron echt klasse zu sein, aber die Verwaltung ist gelinde gesagt ein Witz. sowohl zeitlich als auch inhaltlich. Kleines Detail: Das Angebot ist 1 Monat gültig (so schnell bekommt man keinen Termin zur OP) und das Angebotsdatum lautet schlicht "2026", so dass man daraus im Nachhinein nochmal höhere Summen aufrufen kann. Entweder komplett unprofessionell oder aber "verar*** kann ich mich selbst auch gut".

    Jepp - ich bin gerade richtig sauer.
    Grüße, Michael

  2. MiLe´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  3. Nach oben    #2

    aus La Laguna
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    Wenn ich selbst Angebote im medizinischen Bereich einhole, mache ich folgende Erfahrung:

    – Am häufigsten bekommt man gar keine Antwort.
    – Man erhält eine E-Mail mit dem Hinweis, dass so nicht gearbeitet wird und man einen Termin vereinbaren soll.
    – Man erhält ein deutlich überhöhtes Angebot, wenn man nachhakt, ohne persönlich vorzusprechen.

    Meine Erfahrung: Wenn man es nicht macht, ...

    – Man bekommt einen Termin für eine kostenfreie Voruntersuchung, bei der kostenpflichtige Zusatzleistungen angeboten werden.
    – Danach erhält man sofort ein Angebot zum Mitnehmen, das sich auf die Voruntersuchung bezieht.
    – Beim nächsten Mal kommen doch noch weitere Posten hinzu, die man vermutlich vorher hätte benennen können.
    – Am Ende wurde weniger abgerechnet als im Angebot stand.

    Das geht den Einheimischen wohl genauso.
    Persönliche Empfehlungen helfen manchmal weiter.

    Ob sich das auch auf größere Eingriffe wie Hüft-Operationen übertragen lässt, weiß ich nicht.


  4. Brit´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  5. Nach oben    #3
     Unterstützer/in Avatar von MiLe
    61 Jahre alt
    aus Fasnia
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    Erfahrung Hüft-OP Quironsalud Santa Cruz - Willkommen in Absurdistan!

    Die Story geht weiter:
    Nach einer schriftlichen Beschwerde bei Quiron scheinen da einige Leute wach geworden zu sein, helfen tut das allerdings gar nicht.
    Gestern wurde ich mit Anrufen und mails sowohl vom Quiron als auch von meiner Vericherung überschüttet, aber es sieht so aus, als ob Diskussionen mit Parkuhren zielführender wären. Entweder sind es einfach zu viele, die sich da mittlerweile beteiligen (und bekommen sich nicht koordiniert), oder aber man hat es nur mit Begriffsstutzigen zu tun, oder aber es steckt böse Absicht dahinter (aus welchen Gründen auch immer). Oder aber eine Kombination aus allem.
    Würde es nicht um ein ernstes Thema gehen würde ich fragen, wo hier die versteckte Kamera ist - absolut unfassbar und eine Bilderbuchszene aus Absurdistan.

    Der OPS-Code (EU-weiter Code für die genaue Art des Eingriffs) würde angeblich nur im öffentlichen Gesundgeitssystem existieren, nicht im privaten. Ein anderer Traumatologe, der ebenfalls im/für Quiron arbeitet, konnte mir den Code jedoch innerhalb von Minuten nennen.
    Man scheint auch nicht begreifen zu wollen (und ich denke, ich kann mich halbwegs deutlich ausdrücken), dass meine PKV keine Direktabrechnung mit der Klinik anbietet und ich Selbstzahler bin - will man nach 5 Wochen immer noch nicht akzeptieren.

    Nach mittlerweile über 100 mails, 2 persönlichen Gesprächen und mehreren Stunden Telefonaten für einen eigentlich simplen Sachverhalt (Angebot mit ICD und OPS code) bin ich echt kurz davor, aufzugeben. Habe aber morgen noch einen Plan B in Hinterhand - mal sehen, ich werde berichten.

    Scheint aber insgesamt ein Lehrstück für "viele Köche verderben den Brei" und Fachkräftemangel zu werden.

    @Brit:
    Dass vor Erstellen eines Angebotes zunächst ein Termin vereinbart werden muss, um den Angebotsumfang abschätzen zu können, kann ich ja nachvollziehen. Das ist morgen mein Plan B - bei einem Traumatologen, der bis vor kurzem wohl vor das Hospiten gearbeitet hat, mittlerweile wohl aber auch bei Quiron. Wir werden sehen, was dabei rauskommt.
    Grüße, Michael

  6. Nach oben    #4

    aus La Laguna
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    Zitat Zitat von MiLe Beitrag anzeigen
    @Brit:
    Dass vor Erstellen eines Angebotes zunächst ein Termin vereinbart werden muss, um den Angebotsumfang abschätzen zu können, kann ich ja nachvollziehen. Das ist morgen mein Plan B - bei einem Traumatologen, der bis vor kurzem wohl vor das Hospiten gearbeitet hat, mittlerweile wohl aber auch bei Quiron. Wir werden sehen, was dabei rauskommt.
    Ich hatte eigentlich versucht nur, vorher herauszubekommen, wie die Preisvorstellungen sind, da mit man nicht zu viel Zeit mit Voruntersuchungen verplempert, auf deren Termine man ja auch einige Zeit wartet, um dann hinterher ein überhöhtes Angebot in der Hand zu halten, mit dem man dann viel Spass hat.

    Das funktioniert hier nicht. Es schient einfach nicht Teil der Kultur zu sein. Alle reagieren ähnlich. ggf. aufs Festland ausweichen. Da bekommt man eher eine Antwort.

  7. Brit´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  8. Nach oben    #5
     Unterstützer/in Avatar von MiLe
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    Ich hab' ja sogar 2 Angebote - eines vom Chirurgen (komplett mit Aufenthalt etc. für 16) und eines von der Klinik (für genau den gleichen Umfang) für 40. Aber meine Versicherung will eben die Codes sehen um mir sagen zu können, was sie davon übernehmen, und genau daran hapert es, abgesehen von dem Abwehrangebot über 40 Kiloeuro, was maßlos überzogen ist.
    Grüße, Michael

  9. Nach oben    #6
     Unterstützer/in Avatar von Armin P.
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    Sorry das ich hier reingrätsche.
    Wenn man Jahrzentelang meinte von günstigeren Tariven bei einer PKV gegen einer GKV, und zudem mit erst besseren Leistungen, provitiert, darf sich nicht wundern wenn sich das alles mal umkehrt. Am Ende bezahlt jeder den Preis. Mein Zahnarzt sagte mir " sei froh dass du als Selbstständiger in der GVK geblieben bist. ich habe ältere PVK Patienten die ich nicht mehr behandeln kann."

    Wie gesagt ist nur eine Grätsche, soll nur zum Denken anregen.

    Beside this, eine neueue Hüfte kostet mich bis auf die 5 € Tagesgeld im Krankenhaus nichts.
    Umgekehrt, wo ist das eingesparte Geld von der GVK zur PVK geblieben?
    Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null und nennen ihn ihren Standpunkt.
    "David Hilbert"

  10. Nach oben    #7

    aus La Laguna
    360 Beiträge seit 08/2024
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    Zitat Zitat von MiLe Beitrag anzeigen
    Ich hab' ja sogar 2 Angebote - eines vom Chirurgen (komplett mit Aufenthalt etc. für 16) und eines von der Klinik (für genau den gleichen Umfang) für 40. Aber meine Versicherung will eben die Codes sehen um mir sagen zu können, was sie davon übernehmen, und genau daran hapert es, abgesehen von dem Abwehrangebot über 40 Kiloeuro, was maßlos überzogen ist.
    Für mich war das eher ein Experiment, um zu einer Entscheidung zu kommen. Das lässt sich sicher nicht zu 100% auf deinen Fall übertragen, war aber durchaus eine Erfahrung.

    Viel Glück beim weiteren Vorgehen!

    Zitat Zitat von Armin P. Beitrag anzeigen
    Sorry das ich hier reingrätsche.
    Wenn man Jahrzentelang meinte von günstigeren Tariven bei einer PKV gegen einer GKV, und zudem mit erst besseren Leistungen, provitiert, darf sich nicht wundern wenn sich das alles mal umkehrt. Am Ende bezahlt jeder den Preis. Mein Zahnarzt sagte mir " sei froh dass du als Selbstständiger in der GVK geblieben bist. ich habe ältere PVK Patienten die ich nicht mehr behandeln kann."

    Wie gesagt ist nur eine Grätsche, soll nur zum Denken anregen.

    Beside this, eine neueue Hüfte kostet mich bis auf die 5 € Tagesgeld im Krankenhaus nichts.
    Umgekehrt, wo ist das eingesparte Geld von der GVK zur PVK geblieben?
    Das Wetter ist gut. Man kann draußen spielen, Armin.

  11. Brit´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  12. Nach oben    #8
     Unterstützer/in Avatar von MiLe
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    Heute war ich bei einem anderen Doc, der seit 2 Wochen ebenfalls im Quiron arbeitet, bis dahin im/für Hospiten. Versucht das Quiron etwa, im Bereich Hüftprothese ein Monopol auf der Insel auszubauen?
    Das Angebot des ersten, mir empfohlenen Docs im Quiron (16.000) beurteilte er mit "etwas zu hoch, aber noch OK", auf das Angebot der Klinik selbst (40.000) reagierte er mit komplettem Unerständnis. Wie gesagt - alles im Rahmen Quironsalud. Er meinte, er sei - was die Preise angeht - sehr sicher, er habe erst letzte Woche die gleiche Beandlung durchgeführt.
    Die von meiner PKV zur Angebots-Beurteilung geforderten ICD und OPS-Codes hat er innerhalb einer Minute rausgefischt - in den nächsten Tagen soll ich ein Angebot bekommen. Mal sehen, was dabei rauskommt.

    Die ganze Nummer ist echt mehr als merkwürdig.
    Grüße, Michael

  13. Nach oben    #9
    Avatar von El Tanque
    10 Beiträge seit 10/2024
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    2
    Echt erschreckend, Deine Erfahrungen mit Quiron w.g. des "presupuesto" der Hüft-OP !

    Kam eine OP in Deutschland (zahlt doch die PKV HUK auch, wahrscheinlich ohne Anreise /Rückreise von/nach TF) für Dich nicht in Frage ?

  14. Nach oben    #10
     Unterstützer/in Avatar von MiLe
    61 Jahre alt
    aus Fasnia
    421 Beiträge seit 04/2022
    Gracias
    169
    Hey,
    OP in Deutschland ist mein Plan C.
    Anreise ist das eine, Unterkunft, ev. Taxi/Mietwagen etc. das andere. Da ich wohl nach der OP ca. 2 Wochen nicht fliegen sollte, bräuchte ich - wenn keine stationäre Reha, auch noch eine Unterkunft - das summiert sich. Und wenn man mindestens 2 Wochen nach OP noch nicht Auto fahren kann/soll, ist es zu Hause auch ganz erheblich komfortabler und leichter organisierbar als woanders.
    Dazu bekäme ich mit den Diagnosen von hier wohl kaum einen OP-Termin in D, müsste also wohl erst mal nach Deutschland zur Untersuchung und dann Wochen/Monate später nochmal zur OP - da kommen schnell einige tausend zusammen, die ich mir natürlich gerne sparen würde.
    Und bisher habe ich von den Ärzten hier eine hohe Meinung, nur die Verwaltung ist ein echter Graus. Noch warte ich auf das Angebot von gestern, dann sehe ich weiter.

    Allerdings bekleckert sich meine PKV auch nicht unbedingt mit Ruhm. Auf schriftliche Anfragen bekommt man da auch keine Antwort, man muss sich schon durch Telefoncomputer und Warteschleifen quälen. Und dass man mir nicht mal eine Größenrdnung für einen solchen Eingriff geben will, womit ich zumindest mal eine Risikokalkulation aufstellen könnte (eventuelle Zuzahlung) ist auch wenig hilfreich. Kann mir nur schwer vorstellen, dass für eine Hüftprothese (ohne Komplikationen) die Bandbreite der Kosten derart groß sein soll. Die werden also schon was wissen, mauern aber auch.
    Bisher gilt also: Lost in administration
    Grüße, Michael

  15. Nach oben    #11
     Unterstützer/in
    61 Jahre alt
    aus Baden-Württemberg, Puntillo del Sol
    395 Beiträge seit 11/2013
    Gracias
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    Klingt echt übel.

    Ich drücke dir die Daumen, dass sich das Ganze noch vernünftig klären lässt.

    Alles Gute!
    un saludo
    Elke

  16. Nach oben    #12
    Avatar von ThomasHerzog
    61 Jahre alt
    aus El Sauzal + Hanau
    235 Beiträge seit 12/2015
    Gracias
    140
    Hallo MiLe,

    ich habe in den letzten 24 Monaten beide Hüften und ein Knie (und die Nasennebenhölen) in Deutschland reparieren lassen. Im Prinzip war ich in einer ähnlichen Situation wie Du. In Deutschland privat versichert aber hier lebend. Allerdings habe ich noch eine Möglichkeit bei meiner Tochter in Deutschland unterzu kommen. Hüfte eins hatte in noch in Frankfurt machen lassen. Hüfte zwei und Knie in Eisenberg. Bei beiden OPs war es kein Thema das von Teneriffa aus zu organisieren. Ich hatte mir hier eine Diagnose vom Centro Salud machen lassen (Übersetzung via DeepL) und von meinem Deutschen Ortophäden eine 5 Jahre alte Diagnose.
    Das hat für die Krankenkasse und die beiden Krankenhäuser komplett gereicht. Mein Tip wäre Eisenberg. Die sind auf ausländische Gäste eingestellt und sensationell organisiert. Die Zimmer und die Betreuung sind hervorragend. Dort kann man auch gleich die Anschlussreha machen lassen. Der organisatorische Aufwand in Eisenberg war minimal, d.h. ein Anruf, Röntenbild & Diagnosen per Mail hingeschickt. Ein weiteres Telefonat: Termin vereinbart. Anreise per Flugzeug (ich bin als Gehbehinderter geflogen, weil ich kaum mehr 20m laufen konnte - auch das ging problemlos!). Wenn Du Leibzig oder Berlin als Flughafen wählst, kommst Du mit den Öffis gut bis zum dortigen Bahnhof und dann mit dem Taxi zur Klinik. Den Rest bis Ende der Reha organisieren die. Ich bin mit dem Auto angereist und habe mir vorher noch eine Nacht im Hotel gegönnt. Aber das ist nicht erforderlich. Man muss am Tag vor der OP bis 10:00 Uhr dort ankommen - das hätte von FFM eine sehr frühe Abfahrt bedingt und da habe ich mir den Luxus gegönnt einen Tag vor in ein Hotel zu gehen. Am Anreisetag gibt es die Voruntersuchungen. Am nächsten Tag ist die OP. 4 Tage später geht es in die Reha (entweder direkt neben an oder einen Ort weiter). Die avisierten Termine wurden alle perfekt eingehalten - trotz Wochenenden etc., d.h. die Flüge konnten genauso wie geplant genommen werden. Falls Du auf Luxus stehst, in Eisenberg gibt es auch eine FirstClass Version. In der Summe wäre die nicht mal teurer gewesen, wie in Frankfurt die Basisversorgung! Da die OPs in Deutschland erheblich günstiger sind, wie in Spanien, waren die Kostenzusagen incl. Reha auch kein Thema. Interessanter Weise hat die Klinik direkt mit dem Krankenhaus abgerechnet. Nur die Reha musste ich vorstrecken. Da aber Zahlungsziel und Zahlung der Krankenkasse harmoniert haben, eigentlich nicht mal das. Vorlaufzeit waren 6-9 Monate für einen OP-Termin.
    Wenn Du näheres wissen willst, schreib einfach eine PN....

  17. ThomasHerzog´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  18. Nach oben    #13
     Unterstützer/in Avatar von MiLe
    61 Jahre alt
    aus Fasnia
    421 Beiträge seit 04/2022
    Gracias
    169
    Hallo Thomas,

    vielen Dank für die ausführliche Schilderung Deiner Erfahrungen!!

    Auch wenn ich immer noch auf eine Lösung hier hoffe, werde ich diese Option definitiv im Auge behalten. Allerdings schreckt mich die genannte Wartezeit (6-9 Monate) natürlich ab, auch wenn mein Zustand noch nicht so schlecht ist wie er es bei Dir war.
    Deine Aussage "Da die OPs in Deutschland erheblich günstiger sind, wie in Spanien, " hat mich komplett überrascht, aber das würde natürlich einiges erklären, was ich hier gerade erlebe. Kosten für Medikamente und ambulante Behandlungen sind hier ja in der Regel deutlich günstiger, aber natürlich kann die Struktur am Ende komplett anders sein. Ich habe ja versucht, Preisregionen für den Eingriff in Deutschland herauszufinden, was sich aber als gar nicht so einfach herausstellte, weil oft das Alter der Info und auch Details (PKV/GKV, welche OP-Art genau, welche Art der Unterbringung.....) in den Darstellungen nicht genannt werden. Und meine PKV hält sich da mit Angaben mir gegenüber auch vornehm zurück.

    Grüße, Michael

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