Ich habe vor eine Wanderung von Tamaimo zu machen, zunächst durch einen Wasserstollen zum Barranco und dann an der Küste und durch den nächsten Barranco wieder hoch und einen zweiten Wasserstollen nach Tamaimo.
Sind diese Stollen offen?
Ich habe vor eine Wanderung von Tamaimo zu machen, zunächst durch einen Wasserstollen zum Barranco und dann an der Küste und durch den nächsten Barranco wieder hoch und einen zweiten Wasserstollen nach Tamaimo.
Sind diese Stollen offen?
Eigentlich ist der Zutritt verwehrt und die Stollenzugänge mit massiven Stahltüren verriegelt. Aber spätestens seit es moderne Akku-Werkzeuge gibt, sind sie meistens aufgebrochen und somit zugänglich.
Ausprobieren und Bescheid geben. 2018 war noch alles offen. Glaube nicht, dass die Tore verschlossen und dann illegal geöffnet wurden. Aber wenn die Tunnel aus dem Barranco Seco zu sein sollten, musst du halt nach oben Richtung Roque del Paso. GPS dabei?
Übrigens, die Zufahrt nach Tamaimo ist momentan etwas schwierig.
https://www.teneriffaforum.de/showth...ch-ausgegangen
Die sind seit Ewigkeiten offiziell gesperrt und verriegelt. Dann hast du die gewaltsam aufgebrochenen Türen mit den Verbotsschildern wohl nicht nur ignoriert, sondern offenbar auch komplett übersehen. Übrigens führt auch einer der tamaimoseitigen Wege dorthin über ein Privatgrundstück, dessen Eigentümer immer weniger freundlich auf die wachsende Zahl der Wanderer reagiert. Also immer schön locker bleiben.
Schau bei solchen Fragestellungen am Besten in Wikiloc. Es ist ein wenig mühevoll, sich da durchzugraben, aber man bekommt meistens grob die Informationen zusammen, die man braucht. Zum Filtern nach Datum wollen sie leider schon eine Premium-Anmeldung.
Für die einfachen Dinge kommt man auch gut ohne kostenpflichtigen Account klar.
https://de.wikiloc.com/wikiloc/map.d...Tamaimo&page=1
Damit warst nicht du gemeint, sondern die Leute, die sich nicht so zu benehmen wissen, wie man es besser täte, wenn man ein fremdes Grundstück durchquert. Noch dazu auf einem Pfad der zu offiziell gesperrten Tunneln führt. Sollte man einfach bedenken und deshalb locker bleiben. So war das gemeint.
Es gibt übrigens noch eine spektakulärere Variante nach der Durchquerung der Tunnel, nämlich in dem man im Barranco links runter läuft und den untersten Tunnel zurück geht. Dieser endet in den Klippen. Wenn man rauskommt, steht man also mitten in der Steilküste über dem Meer. Es gibt von dort auch einen Pfad (mit gesprühten Punkten und paar Steinen markiert) zurück nach Los Gigantes, den ich aber nur schwindelfreien und trittfesten Wanderern empfehle. Bin ihn aber schon mit über 70-Jährigen gegangen. Alles natürlich offiziell verboten und darum auf eigene Gefahr. Wenn ich diese Tour angehe, parke ich unten in Los Gigantes und lass mich vom Taxi nach Tamaimo rauffahren.
Einerseits scheinst Du strikt dagegen zu sein, dass man die Hinweisschilder bei aufgebrochenen oder offenen Tunneln ignoriert, anderseits gehst Du selbst gesperrte Wege (Seco-Gigantes).
Es nimmt einfach überhand, mit den Sperrungen, Wanderverboten, Registrierungen und kostenpflichtigen Genehmigungen etc. Eine Sperrung z. B. des gesamten Guergues-Steiges durch einen privaten Ziegenhirten finde ich unangemessen. Auch wenn man seichtes Verständnis für all diese "Restriktionen" angesichts eines überbordenden Wandertourismus aufbringen könnte.
Bitte richtig lesen, denn das habe ich nicht kritisiert sondern lediglich auf den Umstand hingewiesen, dass die Tunnel zwar offiziell gesperrt aber meistens aufgebrochen und nur deshalb zugänglich sind.
Hinter den vielen Sperrungen steckt bestimmt keine böse Absicht, sondern Haftungsgründe, für die jemand die Verantwortung trägt. Wenn eine zuständige Behörde von einer Gefahr weiß, muss sie geeignete Mittel ergreifen, sie zu bannen. Wege, die man nicht vernünftig absichern kann, werden demzufolge gesperrt.
Die Gemeinde weiß schon, warum das offiziell gesperrt ist. Die spektakuläre Variante habe ich vor Jahren mal mit einem Bekannten durchgeführt. Mitten in den Klippen verlor er die Orientierung, dann sind wir auf dem Allerwertesten zurück nach oben gekrochen. Ein fußballgroßer Stein rollte von oben und streifte mein Bein. Nie wieder, war lebensgefährlich! Ich jedenfalls habe meine Lektion gelernt und rate dringend von dem Weg ab.
Dieser Warnung schließe ich mich an, weil die Tunnel-Route mit dem Rückweg in den Klippen wirklich absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erfordert und besser noch mindestens eine ortskundige Person. Ohne entsprechende Erfahrung sollte man diese Route nicht wagen, sonst gerät man schnell in gefährliche Situationen und manche Fehler würde man dort unweigerlich mit dem Leben bezahlen. Seit vor 20 Jahren ein Deutscher den Pfad mit grünen Punkten und Steinen markiert hat, sollte man ihn eigentlich nicht verfehlen aber auch ich muss mich nach mehreren Durchgängen immer noch sehr auf den richtigen Weg konzentrieren.
Nun kam es dort zu einem Rettungseinsatz...
https://x.com/BomberosTf/status/2031718105278235008
Zwei Wanderer hatten sich in der Dunkelheit im Barranco Los Nateros verirrt und einen Notruf abgesetzt. Die Rettungskräfte mussten durch die Tunnel und haben drei Stunden bis zu den Verirrten gebraucht...
https://x.com/Insurrecto76/status/2031766243607253340
Möglicherweise haben sie in der Schlucht den Tunneleingang für den Rückweg nicht mehr gefunden. Mir dennoch unverständlich, wieso man deswegen den Notruf wählt. Solche heiklen Wanderungen unternimmt man nicht ohne ausreichend Proviant für 24 Stunden, Licht und Kartenmaterial auf dem Handy.
Ob denen bewusst ist, was für eine saftige Rechnung für den Rettungseinsatz auf sie zukommt?
Die haben höchstwahrscheinlich nichts zu befürchten, weil das Gesetz aus 2012 bis auf ganz seltene Präzedenzfälle immer noch nicht angewendet wird...
https://www.teneriffaforum.de/showth...ettungseinsatz
wahrscheinlich Möchtegern-Wanderer, die auf yt oder Tiktok... ein Video gesehen haben und sich dachten "morgen machen wir die Tour und fahren früh los, d.h. 10.30 Uhr" Auf dem Handy (Apple oder neuestes Modell vom Samsung) keine sinnvolle App, geschweige denn Offline-Karten-Wandernavi-App
von der Küste aufwärts gibt es 4 Tunnels:
beim untersten kommt man zum Weg durch die Steilwand.
dann der "lange Tunnel"
dann der dritte, der wohl schon seit einigen Jahren verschlossen ist.
dann der oberste auf dem man weiter zum Tunnel zum Bco. Natero gelangen kann.
Wer sich nicht sicher ist, sollte unbekannte Tunnels möglichst zu Anfang machen, nicht das man nach paar Stunden Wanderung vorm verschlossener Tunnel-Tür steht... (karte von mapy.cz)
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