Ursprünglich in La Savinosa (Tarragona) geplant gewesen, dort aber mehrfach abgelehnt worden, soll nun Teneriffa um eine Touristenattraktion reicher werden. Die "Underwater Gardens", ein in Planung befindlicher ökotouristischer Unterwasserpark an der Punta Blanca (nördlich von Acalá), möchte seine Besucher auf lehrreiche und unterhaltsame Weise mit dem Meer in Verbindung bringen.
Das Herzstück soll eine einzigartige Unterwasserlandschaft mit künstlichen Riffen und Tauchmöglichkeiten darstellen. In der Zwischenzeit haben die dahinterstehende UGI, Ocean Citizen und weitere Partner von der Europäischen Kommission im Rahmen eines Projektförderprogramms Zuschüsse in Höhe von 11,2 Millionen Euro zugesagt bekommen, wovon der meiste Teil in den Unterwasserpark auf Teneriffa fließen soll.
Während sich Katalonien inzwischen sicherlich ärgert, unterstützt die Regierung Teneriffas das ehrgeizige Projekt und hat den Antrag zur Umweltverträglichkeitsprüfung nun an die CEAT geleitet, um sofort damit zu beginnen. Die Direktorin für strategische Projekte betonte, dass solche Initiativen den nachhaltigen Tourismus fördern und man sich verpflichtet sehe, die Bearbeitung zu priorisieren und zu beschleunigen.
Auch mir kommt dieses Konstrukt mit seinen Verflechtungen und dem aufdringlichen Forschungsanspruch irgendwie merkwürdig vor. Da wird öffentlichkeitswirksam an einer Menge schwer qualifizierbarer Umweltprojekte mitgewirkt aber dann ein touristisches Großprojekt in einem Sonderschutzgebiet geplant? Dient das Umweltschutz-Engagement hier vielleicht nur als Trojanisches Pferd?
Eine Vereinigung aus zusammen mehr als 30 Umwelt-, Nachbarschafts-, Sport- und Kulturgruppen hat sich gegen das Großprojekt formiert und torpediert es mit unbequemen Fragen...
Die haben sich das Greenwashing vielleicht vom Loro-Park abgeschaut... die tun mit ihrer "Foundation" auch so wie Forscher und Naturschützer als Alibi für ihre sinnlosen Tiershows. Über Lautsprecher wird den Gästen eingetrichtert wie viel Gutes sie tun... gegen das schlechte Gewissen!
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