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Thema: RuZZische Terrorismusunterstützer auf Teneriffa

  1. #1

    aus Los Silos
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    RuZZische Terrorismusunterstützer auf Teneriffa

    Spanische Investigativjournalisten haben aufgedeckt, dass Putins Vertraute, Mitglied des Putin-Teams, Mitglied der Arbeitsgruppe zur Änderung der Verfassung und Majorin der russischen Streitkräfte Jelena Isinbajewa heimlich auf Teneriffa lebt.

    https://eldigitalsur.com/sucesos/yel...erta-tenerife/

  2. Nach oben    #2
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
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    Das überrascht mich nicht wirklich.

    Die Kanaren sind neben Zypern ein beliebter Rückzugsort für Personen, die untertauchen möchten. Vor allem die Unauffälligkeit unter vielen Touristen begünstigt das. Unzählige international gesuchte Schwerverbrecher lebten hier Jahrzehnte unerkannt. Früher waren das Nazis, später Mafiagrößen und neuerdings wohl hochverdiente Russen, die der Realität im eigenen Land noch mehr entfliehen als eh schon.


  3. Nach oben    #3
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    61 Jahre alt
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    Nun verstehe ich jetzt auch, warum wir jeden Feriengast polizeilich anmelden müssen. Ich fand das bisher immer etwas übertrieben und seltsam.

  4. Tamarillo´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  5. Nach oben    #4

    aus Los Silos
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    Polen macht vor, wie man damit umgeht. Menschen, die den Krieg gegen die Ukraine unterstützen, dürfen nicht einreisen. Polen lasse keine Menschen ins Land, "welche die Handlungen Russlands und von Belarus unterstützen", erklärte das Innenministerium in Warschau. Die polnische Regierung hatte zuletzt Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus von den European Games in Krakau ausgeschlossen.

    https://www.sportschau.de/tennis/ver...krieg-100.html

    Isinbajewa hat auf Teneriffa seit Jahren eine Luxusimmobilie und kurz vor Kriegsbeginn die spanische Aufenthaltserlaubnis beantragt und erhalten.

  6. Nach oben    #5

    aus Los Silos
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    Ob Zufall oder nicht, Isinbajewa und ihr Mann kauften am 11. Februar 2022, also elf Tage vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine, ihr zweites Haus auf Teneriffa, dieses Mal an der Küste von Adeje. Es handelt sich um ein Haus in der Urbanisation Villa Insigne mit einem Wert von 971.635 Euro, das über einen privaten Pool und einen Aufzug verfügt.

    In einer luxuriösen Umgebung und an einem Ort, an dem sie fast unbemerkt bleibt, sucht die Sportlerin ein normales Leben abseits russischer Propaganda, Militäruniformen und Ereignisse mit Wladimir Putin aus ihrer Vergangenheit und „weit entfernt von Rache“, wie uns eine ihrer Nachbarn erzählt. Aber hat sie wirklich alle Beziehungen zu Russland abgebrochen? Das wissen nur sie, Putin und die russische Regierung.

    von hier https://www.relevo.com/atletismo/ref...214818-nt.html

  7. Nach oben    #6

    65 Jahre alt
    aus Kloten, CH und San Miguel de Abona
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    Russen gibt es im Moment ziemlich viel im Süden. Ständig höre ich, beim Spaziergang, russische Sprache von Gruppen oder Familien mit Kindern.

  8. Nach oben    #7
     Unterstützer/in Avatar von abindiesonne
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    Offiziell dürfen Russen momentan weder in die EU einreisen noch können sie so einfach aus Russland ausreisen.

    Ich kann die russische Sprache nicht von der ukrainischen Sprache unterscheiden und bitte daher zu bedenken, dass es sich bei den Menschen, die du für Russen hältst, eventuell um Ukrainer handeln könnte. Zumindest sagen mir Menschen, die ich kennenlerne und in meinen Ohren "irgendwie russisch" sprechen stets, dass sie aus der Ukraine kommen.

  9. Nach oben    #8

    65 Jahre alt
    aus Kloten, CH und San Miguel de Abona
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    Ich kann schon Russisch und Ukrainisch unterscheiden und dass es plötzlich so viele Touristen aus der Ukraine gibt, glaube ich kaum.

    Es wird sich vielmehr um Russen handeln, die im Ausland (EU) leben und hier Ferien machen.

  10. Nach oben    #9

    aus Los Silos
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    Indoktrinierungscamps auf Teneriffa

    Russland gibt Milliarden von Euro aus, um Repräsentanten und Organisationen rund um den Globus zu unterstützen. Sie finanziert antidemokratische Kräfte, politische Parteien, Verlage und soziale Medien. Dieser Einfluss reicht auch bis nach Teneriffa, wo am 10. Mai ein Militärcamp stattfand, das den Krieg verherrlichte und "russische Helden" preiste. In einem Kletterpark auf Teneriffa wurden paramilitärische Übungen organisiert, die vor allem den militaristischen Geist von Kindern fördern sollten. Das ganze unter Mitwirkung der Russischen Botschaft unter dem Deckmantel russischer Kulturfestivals und patriotischer Sommerlager.

    Lest selbst
    https://www.ukrainianworldcongress.o...canary-island/
    https://www.elmundo.es/cronica/2025/...9658b4593.html

    Glaube kaum, dass das mit spanischen Gesetzen vereinbar ist. Jugendschutz ist hier ein hohes Gut.

  11. Ronald60´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  12. Nach oben    #10
    Avatar von Rainer
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    Kam auch in den Nachrichten auf LaSextra...

    https://x.com/RusosLibres/status/1939584309393854697

    Wie der Autor dieser Enthüllung und Investigativjournalist Ferran Barber auf X festhält, werden in Folge der Berichterstattung nun wohl Spuren verwischt...

    https://x.com/ferranbarber/status/1939763756684152952
    https://x.com/ferranbarber/status/1940025155419308076
    https://x.com/ferranbarber/status/1940025708887122248

    Leider gehört Spanien auch zu den Ländern der EU, die gegen neue Visabeschränkungen für russische Staatsbürger als Teil der Sanktionspakete sind.

  13. Rainer´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  14. Nach oben    #11
     Unterstützer/in Avatar von Armin P.
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    Hier ist der liberale Staat gefordert endlich aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen und genau hin zusehen wie schnell unsere Kinder durch Indoktrination in alte, bekannte Muster verfallen können. Die beste Investition in die Zukunft ist die Bildung unserer Kinder, dann kommt lange nichts.

    Etwas aus meiner Schulzeit hier nachzulesen:
    https://www.dhm.de/archiv/ausstellun...ionen/ns_4.htm

    Die vielleicht zweitbeste ist dann, wie frei nach einer Fabel von Aesop: Der Fuchs und der Eber.
    Die Hauer an einem Eichenstamm wetzten selbst wenn es keine Not tut um im Fall dass es zum Streit kommt keine Zeit mehr bleibt für das Zähne wetzen.

  15. Armin P.´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  16. Nach oben    #12
     Unterstützer/in Avatar von abindiesonne
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    Zitat Zitat von Armin P. Beitrag anzeigen
    Hier ist der liberale Staat gefordert endlich aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen
    Auch ich beobachte mit wachsender Sorge, mit welcher stoischen Gelassenheit in Deutschland damit umgegangen wird, dass wir seit Jahren hybriden Angriffen auf unsere kritische Infrastruktur ausgesetzt sind. Wenn ich dann noch von ganz rechts und von ganz links höre, dass der mutmaßliche Angreifer für diese Aktionen vom Westen gezwungen wurde, dann drängt sich mir schon der Verdacht auf, dass wir deutlich zu wenig gegen diese Angriffe tun. Mir ist schon klar, dass man auf der Seite des Agressors nur darauf wartet, dass wir diesen "Sticheleien" beherzter begegnen, um sich in der standardisierten Opferrolle zu bestätigen und verschärfte Gegenreaktionen damit zu begründen. Sicherlich sollten wir nicht zu einer Eskalation beitragen, aber diese ständige Duldung von Provokationen, sei es durch Verletzung von Luftraum durch Kampfflugzeuge, das offene Drohen mit militärischen Schiffen oder Flugzeugen, das gezielte Durchtrennen von Unterseeleitungen oder das staatsfinanzierte Hacken von staatlichen oder privaten Institutionen. Dazu kommen unzählige Personen, die staatlich finanzierte Propaganda überall im Netz verbreiten. Wir sind seit Jahren einer stetig in Anzahl und Intensität anwachsenden, hybriden Angriffen ausgesetzt, die von einem aggressiven Staat finanziert werden. Ich denke es ist lange schon an der Zeit, unsere vernachlässigte Verteidigungsfähigkeit auch in diesen Bereichen deutlich stärker auszubauen, bevor wir nach fast 100 Jahren wieder durch unsere kollektive Untätigkeit in eine weitere dunkle Epoche "hineinrutschen".

  17. abindiesonne´s Beitrag erhielt 5 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  18. Nach oben    #13
    Avatar von Rainer
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    Sehr gut zusammengefasst! Auch ich teile deine Sorgen, denn ich halte es wie Thomas Jäger, Professor für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln auf X...

    https://x.com/jaegerthomas2/status/1941897802579161170

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  19. Rainer´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  20. Nach oben    #14
     Unterstützer/in Avatar von abindiesonne
    aus BW / Los Realejos
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    Zitat Zitat von Ronald60 Beitrag anzeigen
    Dieser Einfluss reicht auch bis nach Teneriffa, wo am 10. Mai ein Militärcamp stattfand, das den Krieg verherrlichte und "russische Helden" preiste. In einem Kletterpark auf Teneriffa wurden paramilitärische Übungen organisiert, die vor allem den militaristischen Geist von Kindern fördern sollten.
    Sehr interessant zu diesem Thema auch der Film "Mr. Nobody against Putin", der leider bis dato nur auf Filmfestivals gezeigt wird. Der Film beinhaltet hauptsächlich Szenen aus dem aktuellen russischen Schulalltag, die der Lehrer Pavel Talankin heimlich mitgeschnitten hat. Selbst kurze Ausschnitte daraus sind erschreckend und es wird dem Betrachter völlig klar, dass ein komplettes Volk von der Vorschule an, auf eine Auseinandersetzung mit dem dekadenten Westen "gedrillt" werden soll. Auch Ukrainer werden völlig normal als Nazis bezeichnet und Wagner-Söldner werden für spezielle "Unterrichtsstunden" als Referenten eingeladen. Wer hier nicht versteht, auf welche Ereignisse russische Kinder vorbereitet werden sollen, der hat Augen und Ohren fest verschlossen...
    Der Betrachter kann somit auch verstehen, dass diese frühkindliche Indoktrination bei der heranwachsenden Bevölkerung auch durch einen Regimewechsel nicht vollständig verschwinden wird, sondern als alltägliche Narrative haften bleiben werden.

    Hier noch ein paar Infos zum Film:
    https://www.n-tv.de/politik/Russisch...x-newtab-de-de
    https://en.wikipedia.org/wiki/Mr._Nobody_Against_Putin
    https://www.youtube.com/watch?v=Lzgp4O6Fc_A

  21. abindiesonne´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  22. Nach oben    #15
     Unterstützer/in Avatar von Armin P.
    aus Kaufbeuren
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    Zitat Zitat von abindiesonne Beitrag anzeigen
    Der Betrachter kann somit auch verstehen, dass diese frühkindliche Indoktrination bei der heranwachsenden Bevölkerung auch durch einen Regimewechsel nicht vollständig verschwinden wird, sondern als alltägliche Narrative haften bleiben werden.
    Die Gefahr ist groß und muß ernst genommen werden.
    Sie lässt sich dennoch austreiben wenn man versteht was die Geschichte lehrt.
    Zum Beispiel aus dem Leben meiner Oma:
    Die Nazis hatten vor "Negern" gewarnt die die Amerikaner als Vorhut senden und dann Frauen vergewaltigen, Kinder fressen und alles niederbrennen. Was war geschehen? Die sogenannten "schwarzen" Amerikaner hatten nach Niederlage und Einzug in die Städte und Dörfer, die Kinder mit Schokolade und Kaugummi beschenkt. Den Mütter, den Omas und den Opas der Kinder kein Haar gekrümmt. Meine Oma hat dann Zeit Ihres Lebens, uns Enkelkinder diese Geschichte immer und immer wieder erzählt und gepredigt, keine Angst vor der Zukunft zu haben weil Angst nur lähmt. Genau genommen und im Nachhinein, hat meine Oma durch Ihre Erzählungen bei uns Enkeln ein vielleicht anderes Narrativ etabliert. Ich werde sehen......

  23. Armin P.´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  24. Nach oben    #16

    aus Los Silos
    29 Beiträge seit 10/2018
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    Ich frage mich was das hier wird: https://maps.app.goo.gl/8uiRySsj7aEH4BPeA
    Wird das etwa eine russische Kirche?

  25. Nach oben    #17
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
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    1.481
    Kann ich mir schwer vorstellen aber es ist auch nicht unmöglich, weil in Sichtweite befindet sich mit der Avenida de la Macaronesia die Straße mit den durchschnittlich teuersten Immobilien auf Teneriffa. Die Häuser sollen überwiegend direkt oder indirekt von Russen erworben worden sein. Vermutlich erstmal nur, um Geld in Sicherheit zu bringen aber echte Bewohner sehe ich dort selten.

    Ich bin bei der Beurteilung dieser Leute immer etwas zweigespalten. Neid sollte jedenfalls kein Antrieb sein. Es ist zwar unzweifelhaft so, dass besonders reiche Russen ihr Vermögen meistens unredlich und durch Nähe zum Staatsapparat angehäuft haben aber es wird sicherlich auch Russen mit moralischem Kompass geben, die ihr Glück deshalb im Ausland suchen, weil sie in Russland um ihre Freiheit fürchten müssten.

  26. Rainer´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  27. Nach oben    #18
    Avatar von ChíoSandy
    aus Teneriffa und Schweiz
    73 Beiträge seit 01/2024
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    Zitat Zitat von Ronald60 Beitrag anzeigen
    Ich frage mich was das hier wird: https://maps.app.goo.gl/8uiRySsj7aEH4BPeA
    Wird das etwa eine russische Kirche?
    Eine russisch-orthodoxe Kirche zu Ehren der Darstellung des Herrn, Diözese Madrid und Lissabon, Moskauer Patriarchat.

  28. ChíoSandy´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  29. Nach oben    #19

    aus Los Silos
    29 Beiträge seit 10/2018
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    Vor nur zehn Jahren waren die Kanarischen Inseln eines der Hauptziele für russische Touristen in Spanien. Hier lebten mehr Russen als Ukrainer, und russisches Geld floss in den lokalen Immobilienmarkt.

    Heute hat sich das Bild dramatisch verändert. Russlands umfassende Invasion, Sanktionen und die eigenen Visapolitiken des Kremls haben die russische Präsenz auf Teneriffa auf ein Minimum reduziert. Doch diese Veränderungen sind nicht nur das Ergebnis geopolitischer Natur. Zu einem großen Teil sind sie das Ergebnis jahrelanger beharrlicher Arbeit der ukrainischen Gemeinschaft der Insel, des ukrainischen Konsulats und der Botschaft in Spanien sowie lokaler Aktivisten, die den Spaniern und lokalen Behörden konsequent die Wahrheit über den Krieg mitgeteilt haben.

    In einem Interview mit dem Ukrainischen Weltkongress (UWC) sprach Dmytro Shatruk, Vizepräsident der Oberih-Vereinigung der Ukrainer auf den Kanarischen Inseln, die 2017 gegründet wurde, darüber sowie über wiederholte Fälle russischer Aggression gegen Ukrainer, die sich wandelnde Haltung der örtlichen Polizei, hochkarätige Geschichten über Immobilien, die mit korruptem Geld gekauft wurden, und sogar über den Versuch der Sowjetunion vor Jahrzehnten, einen Fuß in der Archipel zu etablieren.

    Vor 2014, als Russland seine bewaffnete Aggression gegen die Ukraine startete, stellten Russen einen bedeutenden Anteil der Touristen auf der Insel. Laut Dmytro gab es mehr russische als ukrainische Touristen, und in ganz Spanien war Russland eine der größten Besucherquellen des Landes. Die Russen, sagt er, "kauften hier alles" – nicht nur Hotelzimmer für zwei Wochen, sondern auch Anwesen, Villen und ganze Hotelkomplexe.

    Nach 2014 begann der Fluss zu sinken, und nach der großflächigen Invasion 2022 wurde der Rückgang steil. Laut offiziellen Statistiken wohnen inzwischen etwa 5.000 russische Staatsbürger legal auf den Kanarischen Inseln, die meisten davon ständige Einwohner, die bereits dort Immobilien besitzen, was einen neuen Massenzustrom von Touristen unwahrscheinlich macht.

    Dmytro weist auf ein interessantes Paradoxon hin: Russland schränkt effektiv seine eigenen Bürger daran, das Land zu verlassen. Seiner Aussage nach haben die russischen Behörden bereits Landrouten durch Finnland, Polen und die baltischen Staaten gesperrt, was er direkt mit den Praktiken der Sowjetzeit vergleicht: "Sie verhindern bereits, dass ihr eigenes Volk auszieht."

    Die Russen, die es noch nach Europa schaffen, tun dies oft über Drittländer wie Kasachstan oder die Türkei, nutzen Aufenthaltserlaubnisse oder erhalten Visa aus Ländern, die politisch näher am Kreml liegen. Dmytro erwähnt speziell Ungarn.

    "Heutzutage ist es sehr selten, hier Russen auf den Straßen zu sehen, aber sie sind immer noch da", sagt er. Obwohl Russen heute kaum noch auf der Insel zu sehen sind, kommen es weiterhin zu einzelnen Feindseligkeiten – und genau diese sorgen die ukrainische Gemeinschaft am meisten, sagt Dmytro.

    Kürzlich erlebten Freunde von ihm verbale Beleidigungen von zwei Personen, die nach dem Hören von Ukrainisch in der Nähe zu Beleidigungen umstiegen. Die Polizei musste eingreifen, um die Situation zu entschärfen.

    Ein weiterer Vorfall ist für Dmytro besonders schmerzhaft, da er einen engen Freund betraf – einen Veteranen der ukrainischen Streitkräfte, der sich nach einer Verwundung mit seiner Familie auf der Insel niederließ. Der Mann sprach ruhig Ukrainisch mit seinem Vater, als ein Fremder aggressiv reagierte und der Austausch zu einer körperlichen Auseinandersetzung eskalierte.

    Bemerkenswert ist, dass der Angreifer kein russischer Staatsbürger war, sondern aus dem pro-russischen Teil der russischsprachigen Gemeinschaft in den baltischen Staaten stammte. Laut Dmytro sind solche Einstellungen in Teilen dieser Gemeinschaft nicht ungewöhnlich. Der Angreifer wurde mit einer Geldstrafe belegt, doch Dmytro sagt, der Vorfall spreche für sich: Ein Mann wurde allein deshalb angegriffen, weil er seine Muttersprache sprach.

    "Für sie ist die ukrainische Sprache wie ein roter Umhang für einen Stier im Stierkampf", sagt Dmytro. Zu Beginn der groß angelegten Invasion 2022 äußerten einige pro-russische Bewohner der Insel offen Unterstützung für die Aggression, insbesondere in sozialen Medien. Damals hatten gemeinschaftliche Beschwerden bei der Polizei, die auf Beweisen gestützt waren, praktisch keine Wirkung, weil, wie Dmytro sagt, die Strafverfolgungsbehörden "noch nicht aufgewacht waren".

    Die Situation hat sich allmählich verändert. Heute, so Dmytro, bitten die örtliche Polizei selbst die ukrainische Gemeinschaft, alte Unterlagen zurückzuholen, damit sie strafrechtliche Ermittlungen wegen Anstiftung zum Hass einleiten können, obwohl bereits einige Beweise verloren gegangen sind, da viele der Beteiligten ihre Konten gelöscht haben.

    Dmytro führt diesen Wandel auf die langfristigen und beständigen Bemühungen der Gemeinschaft zurück: Appelle von Aktivisten, dem ukrainischen Konsulat und der Botschaft in Spanien sowie öffentliche Auftritte, darunter Interviews im lokalen Fernsehen und Radio, in denen erklärt wurde, dass der Krieg "nicht irgendwo weit entfernt stattfinde".

    Ein Beispiel, das sie nannten, war die hochkarätige Tötung eines ehemaligen russischen Militärpiloten in der Nähe von Málaga. "Du glaubst, der Krieg ist weit entfernt? Die Russen tun, was sie wollen, auf Ihrem Gebiet", sagt Dmytro und beschreibt das Argument, das er in Gesprächen mit Spaniern verwendete.

    Er glaubt auch, dass diese Botschaft aufgrund der Größe der ukrainischen Gemeinschaft in Spanien an Bedeutung gewonnen hat. Laut offiziellen Angaben leben mehr als 300.000 Ukrainer im Land, was der Gemeinschaft größeren Einfluss in Gesprächen mit den lokalen Behörden verleiht.

    Dmytro sagt, diese Erzählung werde nicht nur durch aktuelle Ereignisse, sondern auch durch die lokale Geschichte verstärkt – ein Ereignis, von dem selbst viele Spanier wenig wissen und das die Gemeinschaft öffentlich machen will.

    Mitte der 1970er Jahre, kurz nach dem Tod von Francisco Franco, als die spanische Diktatur zu zerfallen begann, versuchte die Sowjetunion, ihren Einfluss auf den Kanarischen Inseln unter dem Vorwand einer lokalen nationalistischen Bewegung zu erweitern, die die Unabhängigkeit von Spanien anstrebte.

    Laut Dmytro versuchte die UdSSR, sich Schritt für Schritt in der Region zu etablieren. Erstens konzentrierte sich die Sowjetunion gemeinsam mit ihren Verbündeten und mit Unterstützung der algerischen Regierung auf die Westsahara, die damals Spanien gehörte. Doch die Vereinigten Staaten griffen ein und halfen Marokko, die Kontrolle über das Gebiet zu übernehmen, um zu verhindern, dass es unter algerischen und sowjetischen Einfluss geriet.

    Nach diesem Misserfolg richtete Moskau seine Aufmerksamkeit auf die Kanarischen Inseln. Mit sowjetischer Unterstützung entstand dort eine politische Partei, deren Unterstützer Polizeistationen bombardierten – nicht nur auf den Inseln selbst, sondern auch in Barcelona und Madrid.

    Dmytro vergleicht dies mit anderen von der Sowjetunion in Europa finanzierten Bewegungen, darunter die Irische Republikanische Armee und baskische kommunistische Gruppen. Sein Fazit ist, dass, wenn die Ereignisse anders verlaufen wären, nun Warnsignale über den Inseln wehen könnten und die Situation dem ähneln könnte, was heute auf der Krim geschieht.

    Laut Dmytro empfinden einige Einheimische immer noch Nostalgie für das russische Geld, das vor 2014 auf die Insel floss. Einige Vermögenswerte, die mit Personen nahe den russischen Behörden in Verbindung stehen, sind bis heute nicht eingefroren. Lokale Behörden führen einen Mangel an Beweisen dafür an, dass die Gelder durch Korruption erlangt wurden, obwohl die ukrainische Gemeinschaft regelmäßig Informationen bereitstellt.

    Ein prominentes Beispiel ist die Olympiasiegerin Jelena Isinbajewa, die auf der Insel Immobilien im Wert von mehreren Millionen Euro besitzt, die laut Medienberichten mit Geld gekauft wurden, das vom russischen Verteidigungsministerium abgezogen wurde. Doch Dmytro sagt, die Polizei behauptet, es gebe nicht genügend Beweise.

    Eine weitere Geschichte betrifft Grundstücksraubungen innerhalb der russischen Gemeinschaft selbst. Mit gefälschten Dokumenten übertrugen unbekannte Personen das Eigentum an Dutzenden von Villen auf sich selbst, wobei sie die Tatsache ausnutzten, dass die realen Eigentümer wegen Sanktionen nicht reisen konnten, um ihre Rechte zu verteidigen. Gerichtsverfahren laufen noch.

    Dmytro sagt außerdem, dass einige lokale Beamte weiterhin befürchten, die russische Seite zu "beleidigen". Er verbindet diese Position mit der ideologischen Nähe von Teilen der lokalen Regierung zu linksgerichteten Bewegungen, die einst von der Sowjetunion unterstützt wurden, und argumentiert, dass dies der Grund sei, warum der anhaltende Druck der ukrainischen Gemeinschaft weiterhin notwendig ist.

    Dmytro unterstützt einen vollständigen Stopp der Ausstellung von Visa an russische Staatsbürger und bezeichnet dies als längst überfälligen Schritt für die Europäische Union. Seiner Ansicht nach ist das Paradox, dass viele Russen den angeblichen "Niedergang" des Westens kritisieren, während sie ihre Kinder auf europäische und amerikanische Schulen schicken wollen.

    "Wenn sie gegen all das kämpfen, warum zum Teufel sollten sie dann ein Visum bekommen?" sagt er. Abschließend betont Dmytro, dass die Veränderungen auf Teneriffa – vom Verschwinden russischer Touristenströme bis hin zu den ersten Strafverfahren wegen Anstiftung zu Hass – nicht von selbst entstanden sind. Sie sind das Ergebnis jahrelanger Arbeit der ukrainischen Gemeinschaft der Insel zusammen mit den diplomatischen Vertretungen der Ukraine, und, so sagt er, diese Arbeit dürfe nicht aufhören.

    Quelle: https://www.ukrainianworldcongress.o...russian-money/


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